Nur ein 29:29 gegen das Schlusslicht : SV Neukirchen stürzt zum Schluss ganz übel ab

Handball-Oberliga: Die Wetteborn-Mannschaft kassierte gegen den TV Aldekerk II mit dem Schlusspfiff den Ausgleich.

Ratlose Gesichter, hängende Schultern – der Schock saß tief, als die Oberliga-Handballer des SV Neukirchen praktisch mit dem Schlusspfiff den Ausgleichstreffer zum 29:29 (16:15) in einem spannenden Lokalderby daheim gegen den TV Aldekerk II schlucken mussten.

Nach einigen Minuten des Abtastens nahmen die SVN-Spieler Schwung auf. Neukirchen wurde von der Manndeckung gegen Philipp Peich nicht sonderlich überrascht. Das Team hatte Lösungen parat. Insbesondere Thomas Pannen und Gerit Fietze behielten weitgehend die Übersicht. Und nicht zu vergessen: Philipp Peich blieb trotz seines Sonderbewachers stets ein torgefährlicher Unruheherd. Die Blau-Gelben erspielten sich eine 10:6-Führung (15.), und wenige Augenblicke später rückte Aldekerk von seiner bis dahin praktizierten Deckungsvariante ab.

Neukirchen offenbarte bis zum Pausenpfiff allerdings Schwächen in der Deckung. Der Verband hatte Mühe damit, die Kompaktheit zu halten sowie die Laufbereitschaft zu leisten. Das Schlusslicht – dieses Mal mit einigen Akteuren aus ihrem Regionalliga-Team auf dem Feld – kam zu einfachen, schnellen Toren.

Die Hausherren erwischten aber einen prima Start in Hälfte zwei. Die Mannschaft wirkte sehr konzentriert, zog in der Defensive an einem Strang und konnte die Entschlossenheit auf die Offensive übertragen. Der Ball lief sicher durch die eigenen Reihen, Lücken wurden erkannt und „gerissen“. Die Spieler nutzten ihre Freiräume, schlossen die sich bietenden Möglichkeiten sicher ab. Der SV Neukirchen agierte eindeutig an seinem oberen Limit und führte durchweg (22:17/37., 27:23/50.). Selbst bei der 29:25-Führung in der 53. Minute schien die Welt noch in Ordnung zu sein.

Aber die SVN-Spieler zeigten Nerven und stürzten ganz übel ab. Schlimme Patzer mehrmals hintereinander und eine miserable Trefferquote führten zum bitteren Punktverlust. „Meine Mannschaft hat gut gekämpft. Natürlich bin ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden“, sagte Trainer Christian Wetteborn. Tore: Peich (9), Behmer (5/3), Fietze (5), Krölls, Pannen (je 3), Beutelt (2), Kühn, Kaplanek.

(MB)
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