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Handball-Landesliga SV Neukirchen sinnt gegen Anrath auf Revanche

Niederrhein · Der TuS Xanten geht mit Rückenwind ins Duell mit Adler Bottrop. Derbyzeit steht für den neuen Tabellenführer, TV Schwafheim, gegen den OSC Rheinhausen II an. Beim SV Straelen steht der TuS Lintfort weiter unter großem Erfolgsdruck.

Der Spielmacher des SV Neukirchen, Michael Casper, fällt gegen den TV Anrath berufsbedingt aus.

Der Spielmacher des SV Neukirchen, Michael Casper, fällt gegen den TV Anrath berufsbedingt aus.

Foto: BECHHAUS/Rüdiger Bechhaus

Zum Start der Rückrunde empfängt der Handball-Landesligist SV Neukirchen am Samstag in der Gruppe 1 um 17 Uhr den Tabellenvierten TV Anrath. „Mit Anrath haben wir noch ein Hühnchen zu rupfen“, sagt der Neukirchener Trainer Hermann Casper und spielt damit auf die 24:32-Niederlage im Hinspiel an.

Die aktuelle Form der Hausherren betrachtend ist das ein durchaus mögliches Unterfangen. Der SVN ist seit sechs Partien ungeschlagen und hat in den letzten vier Spielen jeweils mehr als 30 Tore geworfen. Wäre da nicht ein großes Aber: Regisseur Michael Casper und der halblinke Rückraumspieler Luca Böckel sind beruflich verhindert. Damit fallen dann gleich die beiden besten SVN-Torschützen aus. Außerdem hat sich Kreisläufer Markus Bryja mit einem grippalen Infekt krank gemeldet.

„Durch diese Ausfälle wird die Aufgabe natürlich nicht leichter“, weiß Casper. „Abwehrtechnisch mache ich mir keine großen Sorgen, da haben wir uns in den letzten Wochen wirklich stabilisert. Im Angriff müssen andere Spieler die Verantwortung übernehmen. Ich sehe da aber grundsätzlich nicht schwarz. Im letzten Spiel war Marvin Bartnik unser bester Torschütze, und Vincent Lenz steht ja auch wieder zur Verfügung.“

Am vergangenen Wochenende überraschte der TuS Xanten mit einem 36:28-Erfolg gegen den TV Biefang und schöpft damit neue Hoffnung im Kampf um den Klassenverbleib. Gegen die DJK Adler Bottrop am Samstag ab 18 Uhr steht nun ein weiteres Heimspiel auf dem Programm. Bei der DJK waren die Gastgeber nach einer mehr als miserablen Vorbereitungsphase mit 20:33 mächtig unter die Räder gekommen. „Für mich war Bottrop vor der Saison so etwas wie der Geheimfavorit“, gesteht der Xantener Trainer Jürgen Mölleken.

„Mittlerweile haben wir uns sehr gefestigt. Daher möchte ich das Ergebnis aus dem Hinspiel auch nicht überbewerten, zumal da wir nur mit einer Rumpftruppe antreten konnten und ohne eine gute Einstellung in das Spiel gegangen sind. Bottrop ist für mich ganz klar der Favorit, aber sollten wir wieder einen so guten Lauf wie gegen Biefang haben, ist alles möglich. Für uns heißt es weiterhin punkten, egal wie.“

Der neue Tabellenführer TV Schwafheim empfängt im Derby am Samstag, 19 Uhr, die Zweitvertretung des OSC Rheinhausen, die man im ersten Aufeinandertreffen noch mit 30:17 abgefertigt hatte. „Ich glaube nicht, dass es erneut so einfach werden wird“, so der Schwafheimer Trainer Peter Wiedemann. „Der OSC hat eine sehr junge Mannschaft, die sich im Laufe der Saison sehr gut weiterentwickelt hat. Wir sind jetzt die Gejagten, und jeder möchte natürlich gerne den Tabellenführer schlagen. Daher wäre es fatal, einen Gegner zu unterschätzen.“ Besonderes Augenmerk werden die Hausherren auf Jonas Kolski haben, der mit 103 Toren bis dato der erfolgreichste Torschütze der Liga ist. Verzichten müssen die Schwafheimer in dieser Partie auf Kreisläufer Dominic Schmidt, für den Mario Milewski in den Kader rücken wird. Ansonsten gibt es keine personellen Nöte.

Vor der Partie am Samstag, 20 Uhr, beim SV Straelen steht der TuS Lintfort als neues Schlusslicht mit dem Rücken zur Wand. Vielleicht können die Zechenstädter Hoffnung aus dem Hinspiel ziehen, das sie mit 23:20 für sich entschieden haben. Um eine Chance zu haben, müssen sich die Gäste im Angriff ganz erheblich steigern. Sie erspielen sich zwar ausreichend viele Chancen, verwerten diese jedoch zu selten. Diese Tatsache zieht sich mittlerweile wie ein roter Faden durch die Saison. Die Lintforter sind die einzige Mannschaft in der Liga, die bisher weniger als 300 Tore erzielte.

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