Handball: SV Neukirchen gewinnt gegen den TV Lobberich

Zwei Punkte für den Klassenerhalt : SN Neukirchen glaubt wieder an sich

Der Handball-Oberligist kämpfte gegen den TV Lobberich bis zum Umfallen.

Die Spieler des SV Neukirchen waren nach dem Schlusspfiff müde und abgekämpft. Doch sie gingen mit einem vielsagenden Lächeln vom Feld. Die Oberliga-Handballer belohnten sich für eine kämpferische Leistung, zwangen den TV Lobberich verdient mit 25:22 (13:11) in die Knie. Die Blau-Gelben holten sich somit zwei immens wichtige Punkte für den Klassenerhalt.

Die Gastgeber wollten in dieser Partie etwas reißen. Und diese Entschlossenheit war den Spielern von der ersten Minute an anzusehen. Vor allem das Engagement in der Deckung muss lobend hervorgehoben werden. Der defensive 6:0-Verband kämpfte sich in einen Rausch – jeder einzelne Spieler leistete seinen Beitrag dazu, dass Lobberich kaum Zeit hatte, seine gewohnten Abläufe abzuspulen.Auch wenn sich in den ersten 15 Minuten beide Teams ein Fehlerfestival leisteten.

Doch der SVN fing sich schneller, überzeugte dann auf ganzer Linie als Kollektiv, nicht zuletzt aufgrund einer ausgeprägten Laufarbeit, die Lücken schloss und Räume verdichtete (8:4/13.). Auch wenn noch einmal der Schlendrian einzog: Die Mannschaft verstrickte sich völlig unnötig in Einzelaktionen und nahm sich verfrühte und unvorbereitete Würfe. Neukirchen hatte einen gut zehnminütigen Blackout, kassierte in dieser Phase sechs Gegentore ohne selbst auch nur ein einziges Mal zu treffen.

Doch die Blau-Gelben fanden in der Schlussphase des ersten Durchgangs wieder in die Spur und erlangten ihre alte Stärke zurück. Die Gastgeber gönnten sich nach dem Seitenwechsel keine Zeit zum Verschnaufen. Neukirchen drückte mächtig aufs Tempo, ohne dabei die Defensivaufgaben zu vernachlässigen. Die Abwehr inklusive des Torhütergespanns Michael Biskup und Rico Burggraf machte weiterhin einen erstklassigen Job.

Die SVN-Spieler hatten Ball und Gegner unter Kontrolle, erzielten etliche Treffer mit dem Gegenstoß, wussten aber zudem im Spielaufbau mit Struktur zu überzeugen. Der Sieg war nie in Gefahr. „Wille und Kampf versetzen Berge“, so die ersten Worte von Trainer Christian Wetteborn nach Spielschluss. „Meine Jungs haben gebrannt und alles gegeben.“ Tore: Pannen (7), Peich (6), Behmer (4/3), Krölls (4), Fietze (2), Beutelt, Kühn.

(MB)
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