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Handball-Saison am Niederrhein ruht für vier Wochen

Nächste Unterbrechung wegen Corona : Handball-Saison ruht für vier Wochen

Hintergrund ist das hohe Infektionsgeschehen im Rahmen der Coronavirus-Pandemie. Xantens Landesliga-Männer hatten schon vor der HVN-Entscheidung ihr Nachholspiel abgesagt.

Der Handball-Spielbetrieb am Niederrhein ruht an den kommenden vier Wochenenden. Das gab der Verband am Donnerstagabend bekannt. Bis mindestens zum 15. November dürfen die Mannschaften nicht spielen. Der Hintergrund ist das hohe Infektionsgeschehen im Rahmen der Coronavirus-Pandemie. „Wir haben das in den Gremien besprochen und dann so entschieden“, sagte HVN-Präsident Ernst Wittgens. Zuvor hätte es viele Anfragen von den Clubs gegeben – das Meinungsbild sei gemischt gewesen.

„Wir werden in den kommenden Wochen hoffentlich weitere verlässliche Informationen sammeln und schauen, wie es danach weitergeht“, sagte Wittgens am Donnerstagabend. Mit seiner Entscheidung folgte der HVN dem Verband Mittelrhein, der bereits am Donnerstagnachmittag die Unterbrechung der Saison bekanntgegeben hatte.

Einige Stunden vor dieser Bekanntgabe hatte der HVN eine E-Mail vom TuS Xanten erhalten. Darin stand, dass die Landesliga-Männer am Samstag mit Verweis auf die ansteigenden Corona-Infektionen nicht zum Nachholspiel in Grefrath antreten werden. „Knapp die Hälfte der Spieler hat sich für eine Absage ausgesprochen, weil ihnen die Ansteckungsgefahr zu hoch war“, meinte Trainer Michael Kessel, der die Entscheidung seiner Akteure mittrug.

Der Tabellenletzte aus Xanten bat den HVN in der E-Mail darum, die Partie zu verlegen und das Spiel nicht gegen den TuS zu werten. Kessel findet die Saison-Unterbechung richtig: „Natürlich würden wir gerne spielen, aber es gibt Wichtigeres.“ Auch Gruppen-Konkurrent TV Issum wäre am Wochenende im Nachholspiel nicht beim TV Voerst II angetreten – wegen eines Corona-Verdachtsfalls auf Seiten der Gäste.

Jürgen Mölleken, der Trainer der Verbandsliga-Frauen der HSG Alpen/Rheinberg, kann sich ebenfalls mit der HVN-Entscheidung anfreunden. Ohnehin muss seine Mannschaft eine längere Pause anlegen. Die anstehende Heimpartien am Sonntag gegen die HSG Hiesfeld/Aldenrade II und am 1. November gegen den VfL Rheinhausen waren schon abgesagt gewesen. Die Gemeinde Alpen wird die Halle am Schulzentrum vorerst nicht aufschließen, da dort eine ausreichende Durchlüftung nicht möglich sei. Deswegen hatte bereits die Stadt Rheinberg die Großraumsporthalle bis aus Weiteres gesperrt.

Jürgen Mölleken blickt skeptisch in die Zukunft: Ich gehe davon aus, dass wir in diesem Jahr kein Heimspiel mehr austragen werden.“ Der Coach überlegt sich derzeit Trainingsalternativen: „Ich habe vorgeschlagen, in Kleingruppen durch den Wald zu joggen, um halbwegs fit zu bleiben.“

(put/RP)