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Handball: Ernst Möller ist neuer Trainer der HSG Alpen/Rheinberg

Handball : Ernst Möller muss die Defensive stärken

Der neue Trainer der Verbandsliga-Handballerinnen der HSG Alpen/Rheinberg ist mit seiner Mannschaft bereits in die Saisonvorbereitung eingestiegen. Der Kader habe Potenzial, lediglich an ein paar Stellschrauben müsse gedreht werden.

Nach einer durchaus spannenden Saison haben sich die Handballfrauen der HSG Alpen/Rheinberg mit dem zehnten Tabellenplatz den Klassenerhalt in der Verbandsliga gesichert. Am Ende startete das Team noch einmal richtig durch und machte mit 7:1 Punkten alles klar.

Bereits Anfang des Jahres sprach der Verein mit den Spielerinnen, wie sie ihre weitere handballerische Zukunft sehen – mit dem Ergebnis, dass sich das Gesicht der Mannschaft kaum verändern wird. Da Inga Neinhuis nach langer Verletzungspause gegen Ende der Spielzeit wieder in das Geschehen eingreifen konnte, glauben die Verantwortlichen, wieder eine schlagkräftige Truppe stellen zu können. Hinzu kommen noch drei Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft, die mangels personeller Masse nicht mehr gemeldet werden konnte.

Kurz darauf fand dann das Gespräch mit Trainer Jürgen Mölleken statt, der jedoch mitteilte, sein Amt nieder zu legen, weil er in den Männerbereich zum Landesligisten TuS Xanten wechseln wolle. „Seine Entscheidung hat uns schon überrascht“, betont Abteilungsleiter Sebastian Wanders im Gespräch mit unserer Redaktion. „Eigentlich hatten wir mit einer Zusage von ihm gerechnet.“

 Ernst Möller ist der neue Trainer der HSG Alpen/Rheinberg.
Ernst Möller ist der neue Trainer der HSG Alpen/Rheinberg. Foto: Verein
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Der neue Mann auf der Kommandobrücke für die kommende Saison wurde aber inzwischen gefunden. Es ist Ernst Möller, wobei der Kontakt zu ihm doch auf eine eher ungewöhnliche Art und Weise aufgenommen wurde. Der pensionierte Polizeibeamte war bis Mitte Dezember für zweieinhalb Jahre beim Bezirksligisten GSG Duisburg II aktiv, davor trainierte er die Frauen des Verbandsligisten SC Waldniel. „Anfang des Jahres habe ich auf Facebook gepostet, dass ich eine neue Herausforderung suche“, so der 65-Jährige. „Daraufhin hat sich eine Spielerin der HSG bei mir gemeldet. Dann habe ich mir noch die drei letzten Meisterschaftsspiele der Mannschaft angesehen und im Anschluss haben wir zur Probe ein paar gemeinsame Trainingseinheiten verabredet. Ich habe sehr schnell gemerkt, dass mir es Spaß machen würde, diese Mannschaft zu trainieren und auch von den Mädels kamen sehr positive Rückmeldungen. Nach kurzen Gesprächen mit den Verantwortlichen des Vereins haben wir uns dann auch sehr schnell einigen können.“

Von der Stärke seiner neuen Mannschaft war Möller schon nach nur einem Spiel überzeugt. „Das Team hat großes Potenzial, man muss lediglich noch an ein paar Stellschrauben drehen, um noch mehr heraus holen zu können.“ Eine großartige Sommerpause habe es derweil allerdings nicht gegeben. Momentan steht zwei Mal wöchentlich Freilufttraining auf dem Programm. Dabei lässt Möller die HSG Abwehr- und Angriffsvariationen wie zu Zeiten des Feldhandballs auf dem Großfeld trainieren. „Dabei schnappen die Mädels schon ganz ordentlich nach Luft“, sagt der neue Trainer mit einem Schmunzeln.

Bis zum Saisonauftakt Anfang September stehen dann noch zusätzlich drei Testspiele und ein kleines Dreierturnier auf dem Programm. „Ich bin kein Freund davon, in der Vorbereitung viele Spiele auszutragen“, betont Möller. „Meines Erachtens ist eine Mannschaft dann auch zu schnell überspielt, aber da hat ja jeder Trainer seine eigene Philosophie über die Trainingsgestaltung.“

Fakt jedoch ist, dass der neue Mann an der Seitenlinie insbesondere die Defensivarbeit verbessern muss, denn 616 Gegentore, die in der vergangenen Saison kassiert wurden, sind in der Liga schon eine Ansage und wurden nur noch vom Absteiger Welfia Mönchengladbach „übertroffen“.