GSV Moers jubelt, SV Budberg lässt die Köpfe hängen

Frauenfußball : GSV jubelt, SVB lässt die Köpfe hängen

Im Derby der Regionalliga West trifft Nadja Sissay zum 1:0-Sieg der Grafschafterinnen.

Jubel bei den Fußballerinnen des GSV Moers, hängende Köpfe dagegen bei den Spielerinnen des SV Budberg. Das Derby der Regionalliga West endete mit einem 1:0 (1:0)-Heimsieg der Grafschafterinnen, die mit dem Erfolg nicht nur ihren zweiten Saisonsieg feierten, sondern auch ein Lebenszeichen im Abstiegskampf der Liga sendeten. Die Budbergerinnen dagegen müssen sich von dem Gedanken verabschieden, die Winterpause mit einem deutlichen Vorsprung auf die billigen Plätze verbringen zu dürfen.

„Und das sind wir selber schuld“, ärgerte sich SVB-Trainer Jürgen Raab über den verpatzten Auftritt von Schwarz-Weiß bei Schwarz-Gelb. „Ich habe langsam keinen Spaß mehr, die Spielerinnen jede Woche daran erinnern zu müssen, dass man ohne Kampf nicht zum Erfolg kommen kann. Der GSV hat es vorgemacht, wir haben damit erst in der zweiten Halbzeit begonnen und deshalb auch verdient verloren“, haderte der Coach mit dem Auftritt seiner Spielerinnen. Sein Kollege auf Moerser Seite verließ zur gleichen Zeit mit stolzer Brust das Spielfeld. „Die taktische Einstellung und die kämpferische Leistung stimmten“, freute sich Hasan Gören über den gelungenen Streich gegen den Nachbarn.

Der hätte schon früh gewarnt sein müssen. Nach zwei Minuten zappelte der Ball bereits im Budberger Netz. Die Unparteiische unterbrach den Torjubel des GSV aber schon im Keim und annullierte den Treffer wegen einer Abseitsstellung. In der Folge bestimmte der SVB das Geschehen. Mit dem kleinen Fehler, dass die ohnehin nicht überschäumende Spielfreude nur selten in den Strafraum des GSV getragen wurde. Ein Freistoß und ein Konter nach einem Moerser Eckstoß wurden notiert – beide endeten mit zu eilig vorgetragenen Distanzschüssen, die über die Latte des GSV-Tores hinweg flogen. Die gute Szene des ersten Abschnitts gab es stattdessen auf der anderen Seite. Die Moerser Mannschaftsführerin Carina Rasch flankte, die Budberger Innenverteidigung nahm sich eine Auszeit und schon hatte Nadja Sissay den Platz und die nötige Technik, die Spielkugel elegant über die heraus eilende Kim Stawowy im Netz der Gäste unterzubringen. Die ärgerten sich über einen überflüssigen Fehler, während der GSV Tor und Vorbereitung zu Recht bejubeln durften.

Nach dem Seitenwechsel verlagerte sich das Spielgeschehen immer weiter in die Moerser Hälfte. Der GSV wehrte sich nach Kräften, Chancen für die Gäste aber gab es ab Mitte der zweiten Hälfte dann aber doch nahezu im Minutentakt. Sina Zorychta und Lara Köchl verstanden es nicht, den Ball per Kopf und Fuß ins Netz des GSV zu befördern, obwohl ihre Möglichkeit gleich aus drei Versuchen bestand. Nicht ganz so kurios, aber auch gefährlich war Elona Sadikus Schuss von der Strafraumgrenze, der auf der GSV-Latte landete. Und dann war da ja auch die gute GSV-Torhüterin Katja Steimann, die kurz darauf Zorychta und später noch Sadiku noch ein weiteres Mal scheitern ließ. Alice Hellfeiers Ball nach Freistoß ihrer Schwester Scarlett landete im Netz, doch auch hier gab es den Einwand der Unparteiischen. 1:1 hieß es also nur nach Abseitstreffern, die Punkte blieben in Moers. Bis zum Abpfiff gelang es dem GSV, sich mit viel Einsatz gegen den Gast zu stemmen und das Ergebnis erfolgreich über die Zeit zu retten.