Leichtathletik : Crosslauf in Sonsbeck – die DM kann kommen

Die Titelkämpfe auf Nordrhein-Ebene im Sportpark waren eine gelungene Generalprobe für die „Deutschen“ 2021.

Hinter René Niersmann und den anderen aus dem Helferteam der Nordrhein-Cross-Meisterschaft lagen anstrengende Tage. Der Einsatz hat sich gelohnt. Die Titelkämpfe im Sportpark des SV Sonsbeck waren ein voller Erfolg. Viel Lob gab’s von den Vertretern des Leichtathletk-Verband Nordrhein (LVN). Und auch sportlich machten die „Roten Teufel“ auf sich aufmerksam. Mit fünf Medaillen-Plätzen hatte Trainer Niersmann nicht gerechnet.

Die Teilnehmer fanden eine sehr gut präparierte Strecke vor, die auch Anja Deckers vom LVN bei der Eröffnung der Veranstaltung würdigte. Etwa 1500 Meter war der Rundkurs lang. Die Aktiven fanden eine zunehmend matschige Strecke vor, die über ein als Wiese eingesätes Feld führte. Ein schon im vergangenen Jahr angelegter Hügel und mehrere Strohballen waren echte Herausforderungen für die Starter von neun bis 77 Jahren.

Armin Gero Beus vom SV Sonsbeck musste ordentlich kämpfen über 4600 Meter. Er verpasste bei den Männern um drei Sekunden den Bronzeplatz. Foto: Fischer, Armin (arfi)

Der erste Titel ging an den ASV Köln. Dominik Fabianowski wiederholte über die Langstrecke der Männer seinen Vorjahreserfolg. Er benötigte für die 9100 Meter 32:58 Minuten. Im Verfolgerfeld hielt sich auch Christoph Verhalen vom TuS Xanten auf, der Dritter wurde (33:41). Fabianowski, der von seinem Vater Roman trainiert wird, sagte, dass der Crosslauf in Sonsbeck besonders Teilnehmer und Zuschauer freundlich sei. So etwas hört Abteilungsleiter Werner Riedel besonders gerne. Schließlich ist der SVS im Frühjahr 2021 Gastgeber der Cross-DM.

Die Frauen mussten 6,1 Kilometer zurücklegen. Kira von Ehren (Uerdingen/Dormagen) überquerte in 24:27 Minuten als Erste die Ziellinie. Auf Rang fünf kam Mitfavoritin Anna-Lina Dahlbeck vom TuS Xanten (26:09). „Ich werde diesen Sieg als Motivation für die vielen Einheiten während des dunklen und nassen Wintertrainings mit nach Hause nehmen“, meinte von Ehren. Den Kurzstrecken-Lauf über 3,1 Kilometer der weiblichen U16-Jugend entschied Annika Niederau von der Aachener TG in 12:50 Minuten für sich. Die 14-Jährige beeindruckte nicht nur damit, dass sie ihre Spitzenposition von Anfang an verteidigte, sondern auch durch ihrer Sportkleidung. Trotz der Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt lief die Schülerin in einem ärmellosen Trikot. Im Teilnehmer-Feld der männlichen U16-Jugend war Torben van Straelen als Neunter Schnellster Sonsbecker (11:41).

 Rahel Brömmel wurde in der U18-Wertung ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann in 12:02 Minuten. Sonja Vernikow vom LAZ PUMA Rhein-Sieg benötigte 11:49 Minuten für die Distanz und siegte in der U20-Klasse.

Theresa Stevens überraschte René Niersmann mit ihrem U23-Titel über 3100 Meter. Die Uhr stoppte für sie nach 13:02 Minuten. Auf den Silberplatz lief Marcel Gnoß in der U23-Konkurrenz über 4600 Meter (17:14). Sehen lassen konnte sich ebenfalls der fünfte Platz von Armin Gero Beus bei den Männern (16:33). Nur drei Sekunden fehlten zum Bronzerang. Etliche Glückwünsche nahmen die Sonsbecker U16-Jungen Torben van Straelen, Ole Kuse, Niklas Claßen sowie Fynn Reinders entgegen. Sie lagen bei der Team-Wertung in dieser Altersklasse ganz vorne.

Theresa Stevens kam mit Stefanie Katschak und Judith Joosten vom SV Sonsbeck nicht am Trio der LT DSHS Köln vorbei. Joosten hatte vor ihrem Start schon gemeint: „Wenn die Läuferinnen aus Köln am Start sind, werden wir kaum Chancen auf den Sieg haben.“

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