Fußball: SV Sonsbeck will im Landesliga-Derby beim GSV sein Formtief überwinden

Fußball-Landesliga : SV Sonsbeck will Formtief überwinden

Im Landesliga-Derby beim GSV Moers braucht die Mannschaft von Trainer Werner Buttgereit drei Punkte, um im Aufstiegskampf nicht den Anschluss zu verlieren. Den Gastgeber aus Moers plagen gleichzeitig ganz andere Sorgen.

In der Fußball-Landesliga kommt es morgen um 15.30 Uhr auf der Platzanlage am Solimare in Moers zum Derby zwischen dem GSV und dem SV Sonsbeck. Für beide Mannschaften ein wegweisendes Duell, in dem nur ein Sieg zählt.

Der GSV steht aktuell mit 25 Punkten auf dem 15. Rang und befindet sich mitten im Abstiegskampf. Das rettende Ufer ist aber bei einem Zähler Rückstand in Reichweite. Somit wäre ein Dreier, wie im Hinspiel, als der GSV mit einem überraschenden 3:0 Erfolg in Sonsbeck triumphierte, wertvoll. Aber die Elf von GSV-Trainer Thorsten Schikofsky braucht dafür eine enorme Leistungssteigerung. Denn beim jüngsten Ligaspiel in Wesel zeigte der GSV mit 0:6 Auflösungserscheinungen. Schikofsky war alles andere als erfreut: „Das war nicht schön mit anzusehen wie die Mannschaft sich hinterher ergeben hat. Das war weit entfernt von landesligatauglichen Fußball.“

Neben der Klatsche in Wesel gab es für den GSV in der Rückrunde noch drei weitere Niederlagen, ein Unentschieden und nur einen 2:1-Sieg zum Rückrundenstart gegen das Schlusslicht SF Königshardt. Seit vier Spielen ist der GSV sieglos. Unter der Woche landeten die Moerser mit dem 3:2 beim SV Budberg im Halbfinale des Kurt-Blömer-Kreispokals einen wichtigen Sieg fürs Selbstvertrauen. Im Finale kommt es nun zum Duell mit dem Ligakonkurrenten SV Scherpenberg.

Aber auch die Sonsbecker sind nicht gut in die Rückserie gestartet. Unter Interimstrainer Werner Buttgereit holten die Rot-Weißen zwei Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Großes Manko beim Tabellendritten (47 Punkte) ist aktuell die Chancenverwertung. Vor allem bei der 0:1-Niederlage in der Vorwoche gegen Sterkrade-Nord vergaben Felix Terlinden, Andre Trienenjost und Co. beste Einschussmöglichkeiten. Bei der zweitschlechtesten Abwehr der Liga soll der Knoten nun endlich wieder platzen.

Vor allem Trienenjost, der in sechs Spielen bislang einen Treffer und zwei Vorlagen beisteuerte, möchte wieder seine Stärken zur Geltung bringen und der Mannschaft dabei helfen, in die Erfolgsspur zurück zu finden. „Unser Spiel letzte Woche war ordentlich. Nur mit der Chancenverwertung waren wir nicht zufrieden. Das muss jetzt besser werden. Wir müssen einfach mal wieder in Führung gehen“, sagt Trainer Werner Buttgereit. In Moers müsste sein Team abliefern und endlich Taten folgen lassen. „Mit positiven Ergebnissen jetzt in Moers und dann gegen Fichte Lintfort sind wir wieder in der Spur. Jede Mannschaft hat mal während einer Saison ein Tief. Ich hoffe, dass wir dieses jetzt hatten und nun anfangen zu punkten“, gibt sich Buttgereit positiv, der aus der starken Defensive mit aggressivem Pressing zum Erfolg kommen will.

Hinter den Einsätzen von Sebastian Leurs (Bauchmuskelentzündung) und Max Fuchs (Schienenbeinprellung) stehen große Fragezeichen. „Ich glaube nicht, dass wir mit den beiden planen können. Wenn Sie doch rechtzeitig fit werden, würden wir uns aber sehr freuen“, meinte Buttgereit. Kai Robin Schneider steht wieder im Kader. Für eine direkte Rückkehr in die Startelf wird es noch nicht reichen, da er erst am Samstag von seinem Seminar zurückkehrt. „Je nach Spielverlauf kann Kai aber immer noch eine wertvolle Alternative sein“, so der Chefcoach.

Ein Wiedersehen wird es in Moers auch mit alten Bekannten geben. So laufen für den GSV Fabian Hastedt, Meik Bodden, Andreas Isailovic, Kevin Sonnefeld und Tobias Kästner auf, die allesamt eine Sonsbecker Vergangenheit haben und sich über einen weiteren Sieg wie beim 3:0 im Hinspiel freuen würden.

Aber eine erneute Überraschung sieht Schikofsky als sehr unwahrscheinlich an. „Das wird ein sehr schweres Spiel. Sonsbeck verfügt über große Qualität. In der Hinrunde waren wir relativ komplett. Aktuell haben wir viele Ausfälle. Hinzu kommt, dass Sonsbeck mit dem neuen Trainer unberechenbarer ist“, so Schikofsky, der auf seine Führungsspieler Hastedt und Bodden verletzungsbedingt verzichten muss.

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