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Fußball: SV Sonsbeck III holt vier Spieler vom SV Vynen-Marienbaum

Fußball : Oliver Kraft freut sich über Neuzugänge vom Ex-Club

Der Trainer des Fußball-B-Ligisten SV Sonsbeck III hat vier Spieler vom SV Vynen-Marienbaum von einem Wechsel überzeugt. Mit allen ist er gut befreundet.

Oliver Kraft, Trainer des Fußball B-Ligisten SV Sonsbeck III, bekommt im Sommer mit Robin Pils, Benedikt Dreher, Dominik Rösen und Edin Imamagic vier neue Spieler von seinem Ex-Club SV Vynen-Marienbaum, bei dem er bis zum Sommer 2020 noch aktiv war. „Ich musste mir schon einiges anhören, aber die Wechsel sind ordnungsgemäß über die Bühne gelaufen. Wir haben nichts hinter dem Rücken gemacht. Vyma wusste von Anfang an Bescheid“; erklärt Kraft.

Kein Geheimnis ist auch, dass er mit allen vier Spielern gut befreundet ist und im ständigen Kontakt steht. Pils sowie Dreher haben eine Sonsbecker Vergangenheit, Letzterer wohnt sogar noch dort. Pils wechselte 2013 vom SVS zu Vyma. Der 28-jährige Stürmer wird auch zeitnah wieder nach Sonsbeck ziehen. „Ich habe mich für die Rückkehr nach Sonsbeck, wo ich auch schon in der Jugend gespielt habe, entschieden, weil ich wieder unter dem besten Trainer spielen möchte, den ich je hatte. Oli schaffte es immer, noch mehr aus mir heraus zu kitzeln. Aber ich möchte noch betonen, dass ich im Guten aus Vynen/Marienbaum gehe und noch bei den Alten Herren mitspielen werde“, sagt Pils, der Sonsbecks Offensive verstärken soll.

Imamagic soll mit seinen 44-Jahren erstrangig als Torwarttrainer fungieren und nur noch im Notfall auf dem Platz stehen. Dreher und Rösen sind für die Abwehr vorgesehen. „Wir haben eine homogene Mannschaft und tolles Klima. Da war es mir wichtig, dass wir bei den Neuzugängen nur Spieler dazu holen, die menschlich gut reinpassen“, so Kraft, der in der neuen Spielzeit oben mitmischen möchte und eine Platzierung unter den ersten fünf Teams als Saisonziel ausgibt.

Etwas überraschend ist jedoch der Wechsel von Rösen, der seit 20 Jahren Mitglied beim SV Vynen-Marienbaum ist und erst kürzlich in Vynen gebaut hat. „Ausschlaggebend war für mich die Entwicklung in den vergangenen Jahren. Ich habe in verschiedenen Positionen wie Mannschaftsrat, Fußballausschuss und zuletzt als Co-Trainer mitgewirkt und immer versucht, das Beste für den Verein zu erreichen. Aus verschiedensten Gründen hat dadurch natürlich eine Abnutzung, auch innerhalb der Mannschaft, stattgefunden, die einen Luftwechsel erfordert. Ich kenne Oli bereits seit der A-Jugend, und wir treffen uns auch abseits des Platzes privat, sodass ich mich für diesen Schritt entschieden habe“, erklärt Rösen, der aber auch weiterhin für das Altherren-Team seines Heimatclubs spielen möchte.

Auch Vyma-Cheftrainer Sebastian Haberle ist nicht sauer auf Sonsbeck. „Da Oli da Trainer ist, war es klar, dass früher oder später mal einer dahin wechselt. Wir waren informiert. Das einzige, was mich ärgert, ist, dass die Wechsel schon öffentlich gemacht wurden. Jetzt sieht es so aus, als wenn wir auseinanderbrechen.“ Das sei aber absolut nicht der Fall. „Wir haben auch schon Neuzugänge, die wir aber noch nicht bekannt geben können, da sie erst in aller Ruhe mit ihren Vereinen sprechen wollen. Wir haben bis zum 30. Juni Zeit und werden dann genauso viele Spieler haben wie in dieser Saison“, stellt Haberle klar und fügt hinzu: „Felix und Florian Ullenboom werden nicht pausieren, sondern nur etwas kürzer treten. Wegen ihrer beruflichen Verpflichtungen schaffen sie es nicht zu allen Einheiten, werden aber wie es zeitlich passt für uns spielen.“

Aus seiner Sicht wird es auch in der kommenden Saison nur um den Klassenerhalt gehen. „Wenn es in dieser Saison zum Saisonabbruch kommen sollte, haben wir zwei Spielzeiten den Papst in der Tasche gehabt. Die Karten werden im Sommer wieder neu gemischt. Wir werden den Kader verjüngen und wenn alle fit sind, können wir den Klassenerhalt schaffen“, sagt Haberle mit Blick nach vorn. Wer als Co-Trainer die Nachfolge von Rösen antritt, ist noch nicht bekannt. „Wir haben uns erstmal um die Spieler gekümmert. Im nächsten Schritt werden wir schauen, wer mich unterstützt.“