Fußball: SSV Lüttingen reist in Kreisliga A zum Angstgegner SV Millingen

Fussball : Lüttingen will „Angstgegner“ bezwingen

Fußball: Der SV Millingen empfängt am Sonntag die Fischerdörfler zum Derby in der Kreisliga A. Borussia Veen will an Sonsbeck II dranbleiben, im Tabellenkeller ringen der SV Orsoy, der SV Büderich und der SV Budberg II um Punkte.

Oliver Tittel kann einiges erzählen. Als Fußballer in der Kreisliga A hat der Mannschaftskapitän des SSV Lüttingen schon die eine oder andere „Schlacht“ geschlagen. Da wird der 29-Jährige auch davon berichten, dass der SV Millingen nicht unbedingt der Lieblingsgegner der Fischerdörfler ist. Und wenn der SSV am Sonntag zum Nordderby nach Millingen fährt, könnten seine Mannschaftskameraden tatsächlich mit schlottrigen Knien anreisen. In den vergangenen Jahren hatte der SSV nämlich herzlich wenig gegen die Blau-Weißen zu bestellen. Tittel freilich weiß auch, dass es anders geht – beim letzten Lüttinger Sieg vor knapp fünf Jahren war der Mittelfeldmann mit einem Tor am 2:1-Erfolg des SSV entscheidend beteiligt.

Auch sein Trainer möchte die Mär vom „Angstgegner“ nicht kommentarlos stehen lassen. „Na und?“, fragt Stefan Kuban und erinnert an die aktuelle Lage. „Wir reisen mit breiter Brust an“, verkündet er angesichts des flotten Starts, den sein Team in diesem Jahr hingelegt haben. Zwei Spiele gewonnen, kein Gegentor kassiert – das ist die Hausnummer, die der Tabellensechste aus Lüttingen momentan zu bieten hat. „Es wird kein leichtes Spiel werden“, sagt Kuban, „aber wir lassen uns nicht verrückt machen, zumal wir vermutlich mit voller Kapelle auflaufen können.“Markus Hierling, Kollege auf Millinger Seite, freut sich ebenfalls, dass ihm personell nicht die Hände gebunden sind. Konrad Pfingst hat seine Urlaubskoffer ausgepackt, Jonas Schaper ist wieder fit und Marc Roßmann, Winterzugang des SVM, stünde bereit. Auch Max Pullich darf endlich wieder an den Ball. Seine Sperre nach Ampelkarte war zusätzlich um eine Woche verlängert worden, weil er seinen Gegenspieler mit einem Affen verglichen haben soll – ein „Ochse“ wäre vermutlich auch nicht billiger gewesen. Ohne den Tierfreund gab es für den Tabellenzwölften zuletzt zwei Niederlagen, was den Trainer um gesteigerte Aktivitäten auf dem Platz bitten lässt. „Wir müssen mehr investieren, denn unser Vorsprung auf die Abstiegsränge ist nicht gerade groß.“

Mit deutlichen Erfolgen hat Spitzenreiter SV Sonsbeck II die Konkurrenz aus Rumeln und Schaephuysen zuletzt auf Distanz gehalten. Die nächste Prüfung steht am Sonntag beim immer noch aufstiegswilligen MSV Moers an.

Borussia Veen, erster Verfolger des Tabellenführers, gastiert ebenfalls in Moers und freut sich im Duell beim TV Asberg auf das Wiedersehen mit seinem langjährigen Torjäger Kai Möller, der die Kunst des Toreschießens auch an neuer Wirkungsstätte nicht verlernt hat. Möller trifft, statistisch gesehen, im neuen Dress alle 100 Minuten und hat es so bislang auf 17 Tore gebracht. Seinen letzten Treffer erzielte er allerdings in der Schlussminute des 4:0 gegen Millingen – das könnte für die Gäste also gut gehen, die ihm dennoch besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen werden.

Nach zwei 0:3-Niederlagen zu Beginn des Jahres hat der Rumelner TV seinen dritten Rang mit einem gleichermaßen spektakulären wie mühsamen 5:4-Sieg beim VfL Rheinhausen verteidigt. Die Mannschaft reist zum SV Orsoy, bei dem Coach Daniel Zvar auf Zeit spielt. „Im Moment wissen wir nicht, wen wir noch aufbieten sollen“, spricht er die zahlreichen Ausfälle im Team der Grün-Weißen an, die durch die Ampelkarte von Maximilian Berendsen noch mehr geworden sind. „Aber bis zum Ende des Monats haben wir gegen alle Mannschaften aus der Spitzengruppe gespielt, ehe es dann gegen die Teams aus dem unteren Bereich geht.“ Zvar hofft dann auf bessere Möglichkeiten und den Gewinn der gegen den Abstieg nötigen Punkte.

Um selbige muss sich der SV Budberg II dringendst bemühen. Das Schlusslicht der Liga, dessen kleine Aufholjagd mit dem 0:1 in Alpen vorerst ein Ende gefunden hat, erwartet den Mitaufsteiger SV Scherpenberg II, der nur fünf Zähler hinter einem Aufstiegsrang auf seine Chancen wartet.

Im Tabellenkeller muss auch der SV Büderich schwitzen. Die Mannschaft um Trainer Stefan Tebbe ist auf den drittletzten Platz mit freier Sicht auf die B-Liga abgerutscht. Das Heimspiel gegen den noch schlechter rangierenden FC Rumeln-Kaldenhausen soll dem Team wieder weiter nach oben verhelfen. Kleine Mutmacher: das Hinspiel ging mit 4:3 an den SVB, bei dem auch der zuletzt schmerzlich vermisste Markus Dachwitz wieder mit von der Partie sein sollte.

Spielt Viktoria Alpen, ohne den gesperrten Nils Speicher, auch noch mit und bestreitet zur gleichen Zeit seinen Auftritt beim FC Neukirchen-Vluyn erfolgreich, dann stünde dem Büdericher Verlassen der Abstiegsränge allerdings nichts mehr im Wege.

Concordia Ossenberg reist zum „Berggipfel“ auf die Anlage des ESV Hohenbudberg, während die SpVgg Rheurdt-Schaephuysen, bei denen sich der frühere Orsoyer und Schwafheimer Dustin Brands in der Winterpause nach Nettetal zu den SF Leuth verabschiedet hat, den VfL Rheinhausen empfängt.

Mehr von RP ONLINE