Fußball: Sonsbeck II und Veen können sich in Kreisliga A absetzen

Fußball Kreisliga A : Sonsbeck und Veen können sich absetzen

Im Aufstiegskampf der Fußball-Kreisliga A bleibt es spannend. Borussia Veen kann mit einem Sieg im Spitzenspiel einen wichtigen Schritt machen. Sonsbeck II empfängt Kellerkind Büderich, wo die Hoffnung auf den Ligaverbleib zurückgekehrt ist.

Die Fußball-Kreisliga A schickt den SV Büderich und die SpVgg Rheurdt-Schaephuysen vor. Deren Aufgaben am 25. Spieltag sind klar umschrieben, denn es geht für sie zu den bislang besten Mannschaften, der Liga. Tabellenführer SV Sonsbeck II und Verfolger Borussia Veen drohen derweil, der Konkurrenz zu enteilen.

Büderichs Job dürfte dabei einem kühnen Abenteuer gleichen – der Drittletzte der Liga muss sich bei der scheinbar übermächtigen Sonsbecker Konkurrenz vorstellen. Mut machen wird dabei aber der Auftritt vom Mittwoch, als das Nachholspiel gegen den SV Scherpenberg II mit 5:1 gewonnen wurde (siehe unten). Der drohende Abstieg bleibt in Büderich natürlich ein Thema, doch mit dem neuerlichen Erfolgserlebnis sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. „Wir haben alle Spieler an Bord, werden uns etwas einfallen lassen und versuchen, uns weiteres Selbstvertrauen zu holen“, kündigt SVB-Trainer Stefan Tebbe an. „Wir werden die Partie mit dem nötigen Respekt angehen“, versichert derweil Sonsbecks Trainer Johannes Bothen, „aber die Aufgabe müssen wir trotz des Resultats am Mittwoch natürlich lösen.“

Die Karten im Duell zwischen der Borussia und der Spielvereinigung als aktuellem Tabellendritten sollten bunt gemischt zu sein. Jedenfalls hört es Veens Trainer Christian Hauk gar nicht gerne, wenn Spiel und Gegner auf die leichte Schulter genommen werden. „Eine richtig starke Mannschaft“, lobt er die Gäste. Soll heißen: An der Spitze der Mannschaft aus Rheurdt und Schaephuysen steht ein Kollege, der sich einiges einfallen lassen wird, um sein Team nach vorne zu bringen. Andreas Weinand, Trainer der Spielvereinigung, hat in der Woche seinen im Sommer anstehenden Wechsel zum VfL Tönisberg bekannt gegeben – er zumindest hat die Bezirksliga also schon sicher. Nachfolger wird sein bisheriger Assistent Emanuel Simonis.

Am Mittwoch noch haben Weinand, Simonis und Mitspieler die Sorgen des SV Orsoy weiter anwachsen lassen. Die Spielvereinigung siegte im Nachholspiel am Gildenkamp, sprang auf den dritten Rang und verlängerte gleichzeitig Orsoys Negativserie. Die Grün-Weißen warten nunmehr seit acht Spielen auf einen Punktgewinn. Die neunte Chance bietet das Heimspiel gegen den Tabellenletzten SV Budberg II, der aber auch die Tabelle lesen kann. Drei Punkte in Orsoy, dazu die erwarteten drei Zähler aus dem abgebrochenen Spiel gegen Scherpenbergs Zweite – die Spruchkammer des Fußballkreises tagt am kommenden Dienstag –, das lässt neue Hoffnungen aufkommen, den Klassenerhalt doch noch zu schaffen.

Etwas Mittelfeld gefällig? Der Tabellensechste erwartet den Achten – Concordia Ossenberg den SSV Lüttingen, beide fernab von Gut und Böse, trennt in der Tabelle nur ein Zähler. Da gibt es neben dem Sportlichen also Platz für andere Gedanken. Zum Beispiel über die Rückkehr von Lüttingens Übungsleiter Stefan Kuban, der seine Trainerlaufbahn vor mehr als zehn Jahren auf dem Rasen der Concordia begann und später in Budberg, Orsoy, Meerfeld und Sonsbeck noch weitere A-Liga-Stationen hatte. Nur, ein Spiel an der Schlossstraße war ihm in all den Jahren nicht vergönnt. Bei der Premiere wird sein Abwehrspieler Johann Hildebrandt gesperrt fehlen; auf Seiten der Concordia stehen Silas Baumbach und Jan Strüngmann wieder bereit.

Beste Werbung für ihr anstehendes Derby haben zuletzt Viktoria Alpen und der SV Millingen gemacht. Die Gastgeber holten aus den jüngsten fünf Partien immerhin 13 Zähler, der SVM hat sich mit dem 2:1 über den FC Rumeln-Kaldenhausen Luft im Abstiegskampf verschafft. Beide Seiten müssen notgedrungen auf wichtige Akteure verzichten: Alpens kreativer Kopf Jan-Luca Rassier und Millingens Kapitän David Schmengler sahen jeweils zum fünften Mal den gelben Karton und bleiben folglich im Derby außen vor.

Vier weitere Duelle im Süden des Kreises hat das Programm der A-Liga zu bieten. Der Spieltag wird morgen mit dem Auftritt des SV Scherpenberg II gegen den ESV Hohenbudberg eröffnet. Tags darauf wollen sich der FC Rumeln-Kaldenhausen im Heimspiel gegen den TV Asberg sowie der FC Neukirchen-Vluyn als Gast des VfL Rheinhausen um Punkte gegen den Abstieg bemühen. Mit dem Rumelner TV und dem MSV Moers treffen zwei Mannschaften aufeinander, die den Aufstiegskampf derzeit nur noch mit dem Fernrohr verfolgen dürfen.

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