Fußball-Oberliga Auf Sonsbecks Luca Terfloth ist Verlass

SONSBECK · Der zentrale Mittelfeldakteur des SV Sonsbeck hat sich zurück in die Startelf gekämpft. Er spielt seine zehnte Saison bei den Rot-Weißen. Am Sonntag geht’s für den Tabellenachten nach Nettetal.

 Torjubel à Luca Terfloth: Der 25-Jährige erzielte beim 2:0 über den VfB Hilden seinen ersten Saisontreffer für den SV Sonsbeck.

Torjubel à Luca Terfloth: Der 25-Jährige erzielte beim 2:0 über den VfB Hilden seinen ersten Saisontreffer für den SV Sonsbeck.

Foto: Jakob Klos

Es war die 75. Minute angebrochen, als Luca Terfloth am vergangenen Sonntag mit einem Traumtor zum 2:0 für die Entscheidung in der Oberliga-Partie des SV Sonsbeck gegen den VfB Hilden sorgte. Es war der erste Saisontreffer des 25-Jährigen, der fast schon zum Inventar des Klubs gehört. Terfloth spielt seine zehnte Saison bei den Rot-Weißen. „Ich habe den Ball perfekt getroffen. Es war ein überragendes Gefühl“, meinte der Torschütze, der sich „noch nie mit einem Wechsel beschäftigt hat“. Am Sonntag bei Union Nettetal (Anstoß: 15.15 Uhr), der letzten Hinrunden-Partie, möchte der zentrale Mittelfeldspieler mithelfen, dass der SVS weiter für den Klassenerhalt punktet.

Luca Terfloth fühlt sich in Sonsbeck pudelwohl: „Ich spiele mit Robin Schoofs und Klaus Keisers schon seit der Jugend und mit einem Großteil der Mannschaft gefühlt auch schon eine halbe Ewigkeit zusammen. Unter Heinrich Losing macht es sehr viel Spaß. Wir haben bislang eine sehr erfolgreiche Zeit. Auch rundherum passt alles wunderbar.“ Nachdem der 25-Jährige in der Sommerpause geheiratet und in der Vorbereitung einige Einheiten wegen der Flitterwochen verpasst hatte, kam er zu Saisonbeginn häufig nur als Ergänzungsspieler zum Zug.

Aber Terfloth, der als Vertriebler sein Geld verdient, ließ sich nicht hängen, trainierte weiter hart und kämpfte sich zurück in die Startformation des Tabellenachten. Auch in Nettetal hat er gute Chancen, von Beginn an dabei zu sein. Losing schätzt seine Nummer 15: „Luca ist menschlich und charakterlich ein toller Typ. Er geht immer voran, hat eine hervorragende Einstellung, eine gute Mentalität und einen enormen Willen. Obwohl er es zu Saisonbeginn schwer hatte, gab er nie auf und war immer positiv. Er hat auf seine Chance gewartet“, meinte der Trainer, dem fürs Zentrum neben Terfloth noch Jannis Pütz, Lars van Schyndel, Max Werner und Sanjin Vrebac zur Verfügung stehen. Der verletzte Vrebac wird allerdings auch in Nettetal nicht dabei sein. Terfloth selbst sieht bei sich noch Luft nach oben. „Aktuell bin ich in einer guten Verfassung, aber es geht immer noch mehr. Vor allem die Ballsicherheit und das Spielerische sind verbesserungswürdig.“

Der lange Ausfall von Torjäger Keisers (Kreuzbandriss) schmerzt die Sonsbecker natürlich sehr. Dennoch hat das Team nach seiner Verletzung in drei Spielen zwei Siege eingefahren. „Klaus können wir nicht ersetzen. Aber die Mannschaft ist noch enger zusammengerückt, wir treten noch besser als Kollektiv auf, und jeder macht noch mehr als zuvor. Niklas Binn spielt aktuell ganz vorne unheimlich stark“, sagte Terfloth, der am Sonntag beim Tabellenzehnten (20 Punkte) eine intensive wie anstrengende Partie erwartet.

Losing kennt den kommenden Gegner schon seit vielen Jahren und weiß um dessen Stärken wie Schwächen. „Es wird wieder ein Spiel auf Augenhöhe werden. Beide Mannschaften spielen bislang eine gute Saison. Wir wollen alles investieren, um auch in Nettetal etwas Zählbares mitzunehmen.“ In der vergangenen Saison waren die Rot-Weißen am letzten Spieltag mit 3:4 bei Union unterlegen gewesen. Damals waren beide Teams allerdings schon gesichert, und es wurde vor allem auf Sonsbecker Seite ordentlich rotiert.

Am zweiten Advent wird Losing seine stärkste Mannschaft aufbieten. Kapitän Schoofs hat seine Zerrung auskuriert und wird höchstwahrscheinlich in die Startelf zurückkehren. Alexander Maas bietet sich ebenfalls als Alternative an. Auch Johnny Lu steht nach überstandener Erkrankung wieder zur Verfügung.

Trotz der 0:3-Niederlage beim Spitzenreiter Sportfreunde Baumberg war Nettetals Trainer Andreas Schwan nicht unzufrieden mit dem Auftritt seiner Elf: „Es war bis zur spielentscheidenden Szene wieder eine gute Leistung von uns, die aber aufgrund der Effektivität des Gegners nicht zum Erfolg geführt hat. Wir haben zwar keine Punkte geholt, aber insgesamt eine Leistung gezeigt, mit der wir nicht unzufrieden sind. Wir sind auf das Spiel gegen Sonsbeck gut vorbereitet.“

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