Fußball-Oberliga 0:4 – Sonsbeck nach der Pause von der Rolle

Sonsbeck · Der SVS zahlte am Freitagabend in der neuen Liga erstmals Lehrgeld. Der Aufsteiger kassierte gegen den TSV Meerbusch nach einer ansprechenden Leistung in der ersten Hälfte alle Gegentreffer nach der Pause innerhalb elf Minuten. Oguz Ayan erzielte die Tore.

 TSV-Torjäger Oguz Ayan (links), hier gegen den Sonsbecker Abwehrspieler Max Werner, war mit vier Treffern der Mann des Abends.

TSV-Torjäger Oguz Ayan (links), hier gegen den Sonsbecker Abwehrspieler Max Werner, war mit vier Treffern der Mann des Abends.

Foto: ja/Arnulf Stoffel (ast)

283 Zuschauer kamen am Freitagabend in den Willy-Lemkens-Sportpark, um sich das vierte Saisonspiel des SV Sonsbeck gegen den TSV Meerbusch in der Fußball-Oberliga anzusehen. Die Anhänger des Aufsteigers hatten nicht viel Freude an der Partie, die mit 0:4 (0:0) verloren ging. Die Rot-Weißen gaben die Begegnung in der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte aus der Hand, als in der Defensive ein Tohuwabohu herrschte. In dieser Phase kassierten die Rot-Weißen die Gegentreffer. Mann des Abends war Oguz Ayan, der alle Tore erzielte.

In der Startelf der Hausherren nahm Trainer Heinrich Losing zwei Wechsel vor. Luca Terfloth und Ahma Alzedaue blieben unten, dafür rückten Alexander Mass sowie Noah Devran Andich Abdeslam ins Team. Bei den Gästen musste Coach Kevin Kreuzberg kurzfristig seine Anfangsformation umbauen, weil sich Offensivakteur Sebastian van Santen beim Aufwärmen verletzte. Für ihn begann Harumi Goto.

Die Sonsbecker ließen im ersten Abschnitt nicht viel zu. Den Gästen fiel nicht viel ein. Goalgetter Ayan, mit der Empfehlung von sieben Treffern angereist, trat nur zweimal in Erscheinung. In der siebten Minute kam er nach einem Zweikampf im Strafraum zu Fall, für einen Elfmeter reichte die Berührung aber nicht. In der 35 Minute trat Ayan einen Freistoß, der Keeper Tim Weichelt aber nicht vor Probleme stellte. Ansonsten blieb der TSV in der Offensive harmlos.

Der SVS versteckte sich nicht, überzeugte durch die Körpersprache, kam aber auch nicht zu richtig gefährlichen Abschlüssen. Es gab immerhin drei Chancen durch Jannis Pütz (9.), Klaus Keisers (18.) und Jamie van de Loo (29.), wo Schlussmann Marvin Oberhoff aber nicht eingreifen musste. Denis Massold, der vor der Saison vom TSV Meerbusch zu den Rot-Weißen gewechselt war, war ein Aktivposten in der zentralen Offensive, konnte sich aber nicht entscheidend in Szene setzen.

Kurz nach Wiederanpfiff waren die Sonsbecker überhaupt nicht wiederzuerkennen. Sie standen neben sich, waren völlig von der Rolle. Und Ayan zeigte plötzlich seine Torjägerqualitäten. Innerhalb von drei Minuten lagen die Meerbuscher mit 2:0 vorne. Nach einem Ballverlust des SVS im Mittelfeld kam der Ball zu Goto auf die rechte Seite, der die Kugel in die Mitte zum freistehenden Ayan spielte – 0:1 (46.). Und gleich der nächste TSV-Angriff führte zum zweiten Gegentreffer. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß in der eigenen Hälfte landete das Leder bei Ayan, der Weichelt erneut überwand (48.).

Der Stürmer war nicht zu stoppen. Das 0:3 fiel wieder über die rechte Seite. Diesmal war Dominik Reinert der Vorbereiter, Ayans Hattrick damit perfekt (53.). Erneut konnte er ungehindert einschießen. Losing wechselte dreimal, doch der Meerbuscher Torjäger hatte noch nicht genug. Die Sonsbecker, mittlerweile völlig verunsichert, verloren abermals den Ball im Aufbauspiel. Nach einer Maßflanke köpfte Ayan zum 4:0 ein (57.). Immerhin waren die „Sonsbecker Ultras“ hellwach, die ihre schlafmützige Mannschaft trotz des hohen Rückstands weiter anfeuerten.

In der letzten halben Stunde ließen es die Gäste etwas ruhiger angehen. Oguz Ayan bekam in der 75. Minute seinen verdienten Applaus, als er von Kreuzberg ausgewechselt wurde. Sieben Minuten vor Schluss verpasste Klaus Keisers den Ehrentreffer, als er den Ball nach Pass von Luca Janßen knapp am TSV-Gehäuse vorbei schob. Losing sagte: „Es hat nach der Pause die Konzentration gefehlt. Das kannst du dir in der Oberliga nicht erlauben. Das war ein ganz bitterer Abend für uns.“

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