Fußball : SV Sonsbeck vor den „Essener Wochen“

Fußball-Landesliga: Am Sonntag geht’s nach Burgaltendorf. Neuzugang Stephan Schneider ist länger gesperrt als gedacht.

Thomas von Kuczkowski fährt gerne nach Essen zum Einkaufen. In den Geschäften am Limbecker Platz wird der Trainer des Fußball-Landesligisten SV Sonsbeck oft fündig und nimmt was mit nach Hause. Am Sonntag fährt er mit seiner Mannschaft nach Essen zum dritten Meisterschaftsspiel. Es geht zum Platz des SV Burgaltendorf. Und mitnehmen möchte von Kuczkowski auch vor dort etwas. Für den SVS bildet diese Partie, die um 15 Uhr beginnt, den Auftakt der „Essener Wochen“. Es schließen sich die Partien gegen den FC Kray, VfB Frohnhausen sowie BG Überruhr an. Den Coach erreichte indes in dieser Woche eine unerfreuliche Nachricht. Wegen eines Formfehlers verlängert sich die Sperre von Stephan Schneider bis Ende September.

Burgaltendorf hatte zum Saison-Auftakt daheim für Aufsehen georgt. Der SV Scherpenberg wurde mit einer 1:7-Klatsche zurück nach Moers geschickt. Umso enttäuschender war der Auftritt in Wesel. 0:2 lagen die Essener zur Halbzeit hinten, erst in der Nachspielzeit erzielten sie das 2:2. „Es gibt also auch Schwächen, die wir ausnutzen wollen“, sagt der Sonsbecker Coach. Dass Kapitän Kreshnik Vladi in Wesel Rot sah, kommt den Rot-Weißen natürlich entgegen. Zudem müssen die Burgaltendorfer Matteo Viefhaus sowie Lukas Kuhlmann (beide im Urlaub) ersetzen.

Thomas von Kuczkowski rechnet dennoch damit, dass der Gegner mit frühem Pressing versuchen wird, seine Mannschaft zu Fehlern zu zwingen: „Es ist nicht ungewöhnlich, dass Burgaltendorf mit drei Stürmern draufgeht. Wir müssen sehr aufmerksam sein und dürfen uns nicht unter Druck setzen lassen.“

Der Trainer ist gezwungen, seine Anfangsformation zu verändern, weil Lewis Brempong beim 0:0 gegen den SV Hö./Nie. Gelb-Rot gesehen hat. Luca Terfloth bietet sich für seine Position an. „Aber es kann auch sein, dass ich taktisch umstelle und dann jemand anderes besser reinpasst“, meint von Kuczkowski, der den Trainingseifer von Sebastian Leurs sowie Georgios Efthimiou lobt. „Sie scharren mit den Hufen.“

Der SVS-Coach ist indes hocherfeut darüber, dass sein Team noch keinen Gegentreffer kassiert hat. „Wir stehen hinten stabil, da musste ich mir bislang nicht viele Sorgen machen. Vorne müssen wir aber noch zielorientierter spielen.“ Sein Fazit nach zwei Begegnungen: „Wir sind nicht mal so im Vorübergehen zu schlagen.“ Neben Brempong gehören Stephan Schneider (ebenfalls gesperrt) und Joao Moreira (im Urlaub) am Sonntag nicht dem Sonsbecker Kader an.

Wegen der Ferien hatte sich der Vorstand Zeit gelassen, den Spielerpass für Schneider beim Verband zu beantragen. Der Neuzugang stand wegen der Roten Karte, die er im Hö./Nie-Trikot gesehen hatte, ohnehin zu Saisonbeginn nicht zur Verfügung. Auch mit der Anmeldung beim SVS ließ man sich Zeit. Das wurde Sonsbeck nun zum Verhängnis. Die Wochen, die Schneider vereinslos war, kommen auf die Sperre obendrauf. Eine Regel, die nur wenige Funktionäre kennen und die nur schwer nachvollziehbar ist.

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