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Fußball-Landesliga: SV Sonsbeck ist zurück in der Oberliga​

Fußball-Landesliga : SV Sonsbeck ist zurück in der Oberliga

Fußball-Landesliga: Es war ein schweres Stück Arbeit, bis der 1:0-Erfolg über Fichte Lintfort und damit der Aufstieg perfekt war. Timo Evertz erzielte das erlösende Tor. Wir haben Stimmen zum Aufstieg eingesammelt.

Der SV Sonsbeck hat nach einem 1:0 (0:0)-Sieg im Kreisderby bei Fichte Lintfort am vorletzten Spieltag die Meisterschaft in der Fußball-Landesliga, Gruppe 2, gefeiert und ist nach sieben Jahren in die Oberliga zurückgekehrt. Timo Evertz erzielte das goldene Tor in der 76. Minute. Die Mannschaft von Erfolgstrainer Heinrich Losing grüßt vor dem letzten Spieltag mit fünf Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze, sodass ihr der Titel trotz der starken Aufholjagd des SV Scherpenberg nicht mehr zu nehmen ist.

Die knapp 600 Zuschauer sahen bei sommerlichen Temperaturen ein kampfbetontes und chancenarmes Derby, wobei der Spitzenreiter optisch mehr Spielanteile hatte und immer wieder versuchte, die Lücke in der Lintforter Hintermannschaft zu finden. Sonsbecks Offensive um Klaus Keisers, Jamie van de Loo, Alexander Maas und Evertz fehlte die Durchschlagskraft gegen die kompakt stehenden und hoch motivierten Fichte-Akteure. Keisers (7./10.) und van de Loo (19.) vergaben auf Sonsbecker Seite.

Gabriel Derikx scheiterte mit den beiden besten Möglichkeiten für die Gastgeber: Fichtes Offensivspieler stand in der 14. Minute nach einem schnell ausgeführten Freistoß allein vor Tim Weichelt, der aber prächtig parierte und seine Farben vor dem Rückstand bewahrte. In der 57. Minute vergab Derikx aus dem Gewühl (57.).

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Der 48-jährige Andreas Kossenjans im Fichte-Tor hatte nach dem Seitenwechsel bei den ungenauen SVS-Abschlüssen wenig Mühe. Ausgenommen die 76. Minute: Alexander Maas nahm sich ein Herz, zog über die linke Außenbahn in den Strafraum und brachte den Ball scharf vor das Fichte-Tor. Der zweite Ball landete vor den Füßen von Evertz, der eiskalt zum Siegtreffer versenkte. Bei den Sonsbeckern gab‘s daraufhin kein Halten mehr.Die restlichen Minuten spielte der Tabellenführer souverän runter und ließ hinten nichts mehr anbrennen.

Nach dem Schlusspfiff feierten die Aufstiegshelden zusammen mit ihren treuen Fans, die auch in Lintfort wieder zahlreich und eifrig angefeuert hatten. Der Sonsbecker Anhang war auch im Derby wie schon in Dingden in der Überzahl und unterstützte mit Fahnen, Trommeln, Trompeten und lautstarken Gesängen. Pyrotechnik wurde mit dem Schlusspfiff auch wieder rausgeholt.

Nach den ersten Bierchen am Sportplatz zogen Mannschaft sowie Fans weiter in die Sonsbecker Vereinskneipe bei Hans Hahn und ließen ihrer Freude freien Lauf. Aufstiegstrainer Losing sagte: „Ein überwältigendes Gefühl. Die ganze Last fällt nun ab. Wir haben eine überragende Saison gespielt, und ich bin unheimlich stolz auf die Jungs. Wir haben hier souverän und geduldig gespielt. Wir werden heute noch Sonsbeck abreißen und die nächsten Tage genießen.“

Sein Gegenüber Meik Bodden fand auch lobende Worte für die Rot-Weißen. „Glückwunsch an den SV Sonsbeck. Sie haben eine großartige Saison gespielt und sind verdient aufgestiegen. Eine Kleinigkeit hat das Spiel entschieden. Ich bin auch stolz auf meine Mannschaft. Uns fehlten mit Florian Ortstadt und Robin van Radecke 31 Tore, trotzdem haben die Jungs alles gegeben und gut dagegengehalten. Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, meinte der Fichte-Trainer.

Auch Heiner Gesthüsen, der Sportliche Leiter der Rot-Weißen, war überglücklich. „Es war ein harter Kampf, aber am Ende zählt nur der Sieg. Der Aufstieg ist hochverdient, da wir über die ganze Saison hinweg bislang auch nur zwei Niederlagen zugelassen haben. Jetzt werden wir den Moment genießen und unter der Woche eine schöne Aufstiegsparty vorbereiten, sodass wir das letzte Heimspiel mit allen noch etwas intensiver feiern können“, schmunzelte Gesthüsen.

Marc Lemkens, der 1. Vorsitzende des Hauptvereins, war ebenfalls mächtig stolz auf die Aufstiegshelden: „Das fühlt sich super an. Ich würde auch sagen, dass es mehr als verdient ist. Die Mannschaft war mehr als eineinhalb Jahre an der Tabellenspitze, hat immer an sich geglaubt und sich auch von längeren Verletzungen einiger Stammkräfte nicht unterkriegen lassen. Das zeigte, dass wir nicht nur elf gute Spieler in unserem Kader haben, sondern jeder seinen Teil dazu beigetragen hat – das gilt auch für die ganz jungen Leute.“