Fußball-Landesligist verliert zwei Routiniers SV Budberg setzt auf Mammut-Kader

Rheinberg · 30 Spieler gehören der Budberger Fußball-Mannschaft in der zweiten Landesliga-Spielzeit an. Die Routiniers Thomas Klüppel sowie Sebastian Giltjes scheiden aus. Giltjes soll künftig in der A-Liga-Truppe auflaufen. Ort und Termin fürs Sommer-Trainingslager stehen nun fest. Die Vorbereitung beginnt zwei Tage früher.

 Mit einem 30-köpfigen Kader werden die Budberger Landesliga-Fußballer in die kommende Saison gehen – der 31-jährige Routinier Tim Beerenberg gehört weiter dazu.

Mit einem 30-köpfigen Kader werden die Budberger Landesliga-Fußballer in die kommende Saison gehen – der 31-jährige Routinier Tim Beerenberg gehört weiter dazu.

Foto: Jakob Klos

Dass sich der Kader des SV Budberg nach der mit Platz vier überaus erfolgreichen ersten Landesliga-Saison nicht groß verändern würde, war schon seit Wochen klar. Mit dem Ur-Budberger Benedikt Franke und Jan van Dyck gibt es zwei Abgänge, die künftig in der zweiten Mannschaft spielen werden. Der ehemalige Jugendspieler des MSV Duisburg, Lenny Pawlinski, vom Düsseldorfer A-Junioren-Niederrheinligisten SG Unterrath ist neben den Eigengewächsen aus der A-Jugend, Jannis Broß und Alexander von Gerhardt Weber, der einzige externe Neuzugang.

Die Routiniers Thomas Klüppel und Sebastian Giltjes zählen dagegen nicht mehr zum offiziellen 30-Mann-Kader. Klüppel kam in der Bezirksliga-Saison 2022/2023 noch zwölf Mal zum Einsatz. Bei den Landesliga-Partien war der 29-Jährigen zwar immer vor Ort, auf Spielminuten brachte er es aus persönlichen Gründen nicht mehr. Kostenpflichtiger Inhalt Giltjes verletzte sich im letzten Bezirksliga-Spiel der Meister-Saison schwer an der Schulter und trainierte jetzt im Endspurt wieder mit. Der 34-Jährige soll künftig ebenfalls Kostenpflichtiger Inhalt ein Teil der A-Liga-Mannschaft von Ulf Deutz werden.

Neu dabei im Landesliga-Kader: SVB-Eigengewächs Alexander von Gerhardt Weber.

Neu dabei im Landesliga-Kader: SVB-Eigengewächs Alexander von Gerhardt Weber.

Foto: Jakob Klos

Ein Fragezeichen steht auch in diesem Sommer weiter hinter der Spielfähigkeit der Langzeitverletzten Ole Egging und Lennart Severith. Der im Winter verpflichtete Ersatzkeeper Marius Ebener ist aus zeitlichen Gründen zunächst nach wie vor nur fürs Training eingeplant. Der Berufsfeuerwehrmann, der national wie international im Beachsoccer-DFB-Trikot zwischen den Pfosten steht und mit seiner Familie erst kürzlich sein Eigenheim in Kamp-Lintfort bezog, hat noch kein Pflichtspiel für den SVB bestritten.

Moritz Paul wird bekanntlich trotz geweckter Begehrlichkeiten mindestens ein weiteres Jahr für die Rheinberger auf Torejagd gehen. Dem besten Stürmer der Landesliga, Gruppe 2, wurde auf der Zielgeraden noch die bundesweite Torjägerkanone aller sechsten Ligen weggeschnappt. Ole Böttcher vom TV Eiche Horn in Bremen erzielte einen Treffer mehr (44). Bitter für den Budberger, dass ihm durch den Rückzug der SpVgg. Sterkrade-Nord vier weitere Tore aberkannt worden sind.

Wie angedacht und in den vergangenen beiden Jahren üblich, geht’s für die Budberger vom 5. bis 7. Juli in ein kurzfristig organisiertes, dreitägiges Trainingslager. Ziel ist diesmal das niedersächsische Jever. Durch den frühen Zeitpunkt verzichtet Tim Wilke sonntags auf ein Vorbereitungsspiel und zog den Trainingsauftakt um zwei Tage vor. Der erste Aufgalopp findet somit am Donnerstagabend, 4. Juli statt. Der erste von insgesamt sieben Tests steigt am 13. Juli um 15 Uhr beim A-Ligisten VfL Rheinhausen.

Budbergs Sportlicher, Leiter Henrik Lerch, freut sich schon jetzt auf ein schwieriges zweites Landesliga-Jahr. „Wir sind kein Aufsteiger mehr und werden als Tabellenvierter mit dem Torschützenkönig in unseren Reihen wahrgenommen. Aber es ändert sich nichts. Wir bleiben bodenständig, drehen nicht durch und müssen erst mal wieder punkten.“

Durch den Aufstieg des GSV Moers wird‘s ein drittes Derby geben. Lerch fiebert zudem den Duellen gegen Oberliga-Absteiger Hamborn 07 entgegen, wo der 42-Jährige mit dem SV Sonsbeck und Viktoria Goch früher selbst oft genug gespielt hat. Die erfahrenen Tim Beerenberg (31) und Robin Morawa (32) denken im Übrigen noch nicht ans Aufhören. „Sie haben weiter Bock“, betont Lerch.

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