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Fußball-Landesliga: Heinrich Losing steht beim SV Sonsbeck in den Startlöchern

Fußball-Landesliga : Abschiedsspiel für Buttgereit – Losing in den Startlöchern

Die Landesliga-Partie des SV Sonsbeck gegen den PSV Wesel ist für Interimstrainer Werner Buttgereit das letzte Spiel an der Seitenlinie des SVS. Sein Nachfolger Heinrich Losing steht bereit und freut sich auf die Aufgabe.

Im Willy-Lemkens-Sportpark erwartet der Fußball-Landesligist SV Sonsbeck am Sonntag um 15 Uhr den PSV Wesel zum letzten Saisonspiel. Vor der Partie werden die SVS-Verantwortlichen neben den neun Akteuren, die den Verein verlassen, auch das Trainerteam um Chefcoach Werner Buttgereit und Co-Trainer Axel Heep verabschieden.

Buttgereit hat noch einen letzten Wunsch: „Ich möchte mich natürlich mit einem Sieg verabschieden. Aber Wesel wird sicherlich nicht zu uns kommen und das Spiel ab schenken. Somit müssen wir noch einmal alles investieren“, sagt Buttgereit, der sich ab Montag dann wieder um die Familie kümmern wird „Ich werde keinen weiteren Trainerjob machen. Jetzt werde ich mich erst einmal um unseren Rasen kümmern.“

Sein Nachfolger Heinrich Losing sowie sein Co-Trainer Thomas Vtic stehen bereits in den Startlöchern und stehen in engem Kontakt mit dem Sportlichen Leiter Heiner Gesthüsen, was die Kaderplanung für die neue Spielzeit angeht. „Leider hat es mit dem Aufstieg nicht geklappt. Einige Wunschspieler, die wir für die Oberliga bekommen hätten, haben sich leider anders entschieden. Deshalb müssen wir jetzt intensiv schauen um den Kader noch gezielt zu verstärken“, erläutert Losing im Gespräch mit unserer Redaktion.

Der neue Chefcoach wohnt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern Alissa und Philipp in Kamp-Lintfort und arbeitet als Arbeitsvermittler beim Jobcenter in Krefeld. Wenn er nicht gerade am Schreibtisch sitzt oder auf dem Fußballplatz steht, verbringt der 40-jährige seine freie Zeit mit Familie und Freunden. Als Trainer beendet er am Wochenende seine vierte Spielzeit beim ASV Süchteln, mit dem er 2017 den Aufstieg in die Landesliga schaffte. Davor war er zweieinhalb Jahre spielender Co-Trainer beim SV Hönnepel-Niedermörmter, mit dem er 2014 die Meisterschaft in der Oberliga feierte.

Als Spieler lief er insgesamt vier Jahre für den SV Hö.-Nie. (Oberliga) aif. Weitere Stationen waren ETB Schwarz-Weiß Essen (NRW-Liga), 1. FC Bocholt und 1. FC Kleve (beide Oberliga), mit dem er 2008 den Aufstieg in die Regionalliga feierte. Er sieht sich selber als umgänglicher Trainer: „Ich bin ein zugänglicher und kommunikativer Mensch. Mir ist es wichtig, einen engen Kontakt zu den Spielern zu haben. Jedoch nicht zu freundschaftlich, denn man muss immer noch ausreichend Abstand haben. Ordnung und Disziplin sind mir auch sehr wichtig“, erklärt Losing, der eine offensive Spielweise favorisiert. „Ich versuche, immer Fußball spielen zu lassen, denn nur so kann man sich entwickeln. Wir werden uns nie hinten rein stellen und die Bälle weg pöhlen.“

Bei der genauen Formulierung der Zielsetzung für die kommende Spielzeit tut sich der zukünftige Chefcoach noch schwer. „Da wir noch in der Kaderplanung sind und ich nicht die komplette Stärke kenne, ist es schwer, jetzt schon eine Prognose abzugeben. Ich finde ohnehin, dass jedes Spiel sehr wichtig ist und schaue dann von Woche zu Woche.“ Genauso ist es auch beim Spielsystem. „Ich bin ein Freund vom 4-3-3 oder 4-1-4-1. Aber es kann auch gut sein, dass wir anders spielen werden. Das mache ich auch von den unterschiedlichen Spielertypen abhängig.“ Losing freut sich riesig auf die neue Aufgabe und wird die Mannschaft das erste Mal am 21. Juni beim Testspiel gegen den MSV Duisburg betreuen.