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Fußball-Landesliga: Darum steigt der SV Sonsbeck verdient auf

Ein verdienter Meister : SV Sonsbeck rockt die Fußball-Landesliga

Die Rot-Weißen spielen in der neuen Saison wieder in der Fußball-Oberliga um Punkte. Trainer Heinrich Losing ist mit einem kleinen Kader verdient Meister geworden. Auf drei Positionen sollen noch Verstärkungen her.

Der SV Sonsbeck ist die Mannschaft der Stunde in der Fußball-Landesliga, Gruppe 2. Nach 25 und 26 Spieltagen ist die Mannschaft von Trainer Heinrich Losing nicht mehr von Platz eins zu verdrängen.


Der verdiente Meister: Den Aufstieg erarbeite sich die Losing-Elf ohne externe Zugänge im vergangenen Sommer. Lediglich Luca Janßen (eigene „Zweite“) und Tim-Luca Reuters (eigene U19) rückten auf. Hingegen verstärkte sich BW Dingden und der SV Scherpenberg, die ebenfalls als Meisteranwärter gehandelt wurden, namhaft.

 Geschafft, aber überglücklich: Klaus Keisers, mit 16 Treffern und sieben Torvorlagen der beste Offensivspieler des SVS, nach dem 1:0-Sieg in Lintfort.
Geschafft, aber überglücklich: Klaus Keisers, mit 16 Treffern und sieben Torvorlagen der beste Offensivspieler des SVS, nach dem 1:0-Sieg in Lintfort. Foto: FuPa/Jens Kröll

Die Rot-Weißen überzeugten als geschlossene Einheit und holten 19 Siege, drei Unentschieden bei drei Niederlagen. Neben der Meisterschaft kann die Mannschaft am 26. Mai gegen Viktoria Alpen noch den Kreispokal gewinnen. Der SVS stellt mit 59 Toren, die sich auf 15 Spieler verteilen, neben dem SV Scherpenberg (65) mit die beste Offensivabteilung. Die Defensive ist mit 16 Gegentoren das Maß aller Dinge. Mit einem Sieg am Sonntag über den TSV Wa./Wa. wären die Rot-Weißen die beste Heim- sowie Auswärtsmannschaft. Klaus Keisers gehört mit seinen 16 Treffern zu den torgefährlichsten Spielern der Gruppe 2.

 Aufstiegsjubel mit SVS-Fan Detlef Koppers (links) und Marc Lemkens, dem Vorsitzenden des Gesamtvereins.
Aufstiegsjubel mit SVS-Fan Detlef Koppers (links) und Marc Lemkens, dem Vorsitzenden des Gesamtvereins. Foto: FuPa/Jens Kröll
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Die Handschrift des Meistertrainers, der im Sommer 2019 nach Sonsbeck kam, war in jeder Partie zu erkennen. Jeder weiß auf dem Platz, was er zu tun hat. Das Team macht kaum Fehler, jeder ruft Woche für Woche konstant seine Leistung ab. Die Spieler haben sich taktisch, aber insbesondere spielerisch enorm weiterentwickelt. Neid oder Missgunst gibt‘s nicht. Jeder rennt und kämpft für den anderen. Längere Verletzungsausfälle von Stammkräften wie Kapitän Tim Weichelt, Spielmacher Jannis Pütz oder Stürmer Jamie van de Loo wurden kompensiert.


Die Meister-Stimmen: Bis in die frühen Morgenstunden stieß die Mannschaft mit Fans, Verantwortlichen und Freunden im Vereinslokal bei Marlies und Hans Hahn an. Weichelt sprach vom schönsten Aufstieg, den er bisher gefeiert habe: „Ich bin vor sechs Jahren nach Sonsbeck mit dem Ziel gekommen, aufzusteigen. Wahnsinn, wenn ich überlege, wie viele Höhen und Tiefen wir durchgemacht haben, nah dran waren, aber auch kurz vor dem Abstieg standen. Dass wir es jetzt geschafft haben, ist ein großartiges Gefühl.“

Und Losing meinte: „Es gab Mannschaften, die viel investiert und nichts geholt haben. Wir haben mit wenig Geld, einem relativ kleinen Kader die Liga gerockt. Da bin ich unheimlich stolz drauf. Ich hatte zu keiner Phase der Saison bedenken, dass wir es nicht schaffen. Die Mannschaft war als Einheit einfach zu gut.“

Abwehrchef Robin Schoofs war bereits beim Sonsbecker Oberliga-Abstieg 2015 dabei: „Die Mannschaften sind schwer zu vergleichen. Fakt ist, dass wir damals eine komplett neue Truppe hatten. Da gab‘s noch keine Automatismen. Das ist jetzt ganz anders. Der jetzige Kern der Mannschaft spielt schon lange zusammen.“

Der neue Kader: Von der aktuellen Mannschaft tragen 16 Spieler auch in der kommenden Saison das SVS-Trikot. Tim Weichelt, Jonas Grüntjens, Philipp Elspaß, Timo Evertz, Tobias Meier, Robin Schoofs, Max Werner, Luca Janßen, Sebastian Leurs, Alexander Maas, Jannis Pütz, Luca Terfloth, Ahma Alzedaue, Max Fuchs, Klaus Keisers und Jamie van de Loo verlängerten. Hinzu kommen die Neuzugänge Jonas Holzum (1. FC Kleve), Max Tobias Schneider, Marvin von Zabiensky und Julian Klement (alle U19 VfB Homberg). Gehen werden Luis Gizinski (GSV Moers), Stefan Hüpen (Fichte Lintfort) und Nathnael Scheffler (Ziel unbekannt).

Drei bis vier Spieler sollen noch dazukommen, so dass der Kader in der Breite besser aufgestellt ist. „Der Hauptaugenmerk hat die linke Seite, das zentrale Mittelfeld und die Stürmerposition“, meinte der Sportliche Leiter, Heiner Gesthüsen.


Die neue Saison: Vor Corona gehörten 18 Mannschaften der Oberliga Niederrhein an. In dieser Saison sind‘s 23 Teams. Aus Verbandskreisen war zu hören, dass in den nächsten Jahren versucht werde, durch „einen moderaten Abstieg“ wieder auf die Sollzahl von 18 Mannschaften zu kommen. In der aktuellen Spielzeit stehen noch vier Spieltage aus. Sechs Mannschaften gehen runter, der Meister steigt auf. So werden in der Saison 2022/23 wohl 21 Mannschaften der Oberliga angehören.

 Neben Sonsbeck sind auch der MSV Düsseldorf (Gruppe 1) und Hamborn 07 (Gruppe 3) als Meister aufgestiegen. Als Regionalliga-Absteiger kommen der KFC Uerdingen und VfB Homberg dazu. Folgende Oberliga-Teams haben nichts mehr mit dem Auf- oder Abstieg zu tun und werden ebenfalls Gegner des SVS sein: TSV Meerbusch, SW Essen, Spvg Schonnebeck, 1. FC Monheim, 1. FC Kleve, Ratingen 04/19, TVD Velbert und SF Baumberg. Der 1. FC Bocholt und die SSVg Velbert kämpfen aktuell um die Meisterschaft. Theoretisch könnte auch der VfB Hilden noch eingreifen.