Fußball : Kai Möller schaut mal wieder in Veen vorbei

Fußball-Kreisliga A: Der Ex-Stürmer der „Krähen“ gastiert am Freitag mit seinem neuen Verein, dem TV Asberg, bei der Borussia. Zeitgleich empfängt der SV Sonsbeck II den MSV Moers. Am Sonntag muss der SV Millingen in Lüttingen antreten.

„Nein“, hatte Christian Hauk versichert. Man wolle sich die Tabelle sicherlich nicht an die Wand hängen, verriet der Trainer von Borussia Veen noch vor einer Woche, als schon neun Punkte den hervorragenden Saison-Start andeuteten. Nun sind noch einmal drei Zähler dank des 3:0-Sieges in Orsoy hinzugekommen, und vielleicht denkt nach dem vierten Erfolg in der A-Liga der eine oder andere im Umfeld der „Krähen“ bereits an einen neuen Vereinsrekord. Sieben Siege in Folge hat es in der Aufstiegssaison 2011/12 gegeben.

Erste Hürde auf dem Weg ist um 19.30 Uhr der TV Asberg. Die Gäste reisen schon heute an, weil sie, wie die anderen Moerser Mannschaften auch, am Sonntag ungestört die dortige Kirmes feiern möchten. Ein Asberger wird zahlreiche Hände schütteln dürfen. Kai Möller, in den vergangenen drei Spielzeiten jeweils bester Torschütze der Borussia, kehrt erstmals im neuen Trikot an den Halfmannsweg zurück.

Zur gleichen Zeit betritt auch der SV Sonsbeck II den heimischen Kunstrasen. Gegner ist der MSV Moers, gegen den die Auswahl um Trainer Johannes Bothen den dritten Saisonsieg feiern möchte. „Zuletzt waren wir ziemlich fahrlässig“, erinnert der Coach an die beiden zurückliegenden Spiele, in denen das Team sich trotz jeweiliger Führung mit zwei Unentschieden begnügen musste. Bothen haderte mit der Chancenverwertung, stellt aber im gleichen Atemzug klar, dass seine Mannschaft „seit vier Wochen offensiv richtig gut drauf“ sei. „Ich würde mir mehr Sorgen machen, wenn wir in dieser Zeit gar keine Chancen erspielt hätten“, sagt er. „Wenn wir heute gewinnen, haben wir elf Punkte auf dem Konto, und dann ist der Saisonstart auf jeden Fall gelungen.“

Von einem gelungenen Auftakt in die Spielzeit ist der SV Budberg II ebenso weit entfernt wie Mitaufsteiger SV Scherpenberg II. Beide Teams haben bislang viel Lehrgeld gezahlt, dafür aber noch keinen Punkt erhalten. Für wen die Null auf der Habenseite fällt wird morgen ab 16 Uhr im Scherpenberger Wäldchen ermittelt.

Nach den ersten Punktverlusten der Saison musste der SSV Lüttingen die Tabellenführung an die Veener abgegen. „Das ist kein Beinbruch“, stellt Co-Trainer Denis Krupic klar. „Wir sind erst einmal froh, dass wir schon zehn Punkte auf dem Konto haben.“ Und dann kann man ja sehen, was am Sonntag dazu kommt, wenn der SV Millingen am Schürkamp antritt. Mirko Poplawski wird nicht dabei sein. „Wir hatten am Sonntag sieben Spieler auf der Bank, das werden wir also auffangen können“, hat Krupic schon einmal durchgezählt. Janik Schweers dürfte nach seinem halbstündigen Comeback beim 1:1 in Hohenbudberg erstmals wieder in der Anfangsformation stehen. „Lüttingen hatte sich vor der Saison mit Nico Scholten und Oliver Tittel überragend verstärkt“, sagt SVM-Coach Markus Hierling und zieht seinen Hut vor dem SSV. „Das ist vielleicht die beste Offensive, die die Liga zu bieten hat.“ Yannik Martin kehrt in die Defensivabteilung der Gäste zurück, auch Torjäger Sven Hilgert steht erstmals in dieser Saison im Kader.

Viktoria Alpen hat dank zweier Siege den Weg in die obere Tabellenregion gefunden. Gegen den FC Neukirchen-Vluyn ruhen die Hoffnungen einmal mehr auf Andreas Dargel und Nils Speicher, auf deren Kappe bislang schon zehn der 13 Treffer gehen.

Der erfolgreichste Torjäger der Liga stammt aber aus den Reihen des SV Büderich. Daniel van Husen hat bereits sieben Treffer erzielt. Seine Qualitäten sind im Gastspiel beim FC Rumeln-Kaldenhausen gefragt, der sich als einziger Aufsteiger mit sieben Punkten gut an das Klima in neuer Umgebung gewöhnt hat.

Die torreichsten und mitunter auch spektakulärsten Spiele der A-Liga liefert allerdings Concordia Ossenberg ab, das am vergangenen Sonntag in Büderich erstmals als Verlierer vom Platz gehen musste. Daraus keinen Trend werden zu lassen, ist die vorrangige Aufgabe im Heimspiel gegen den bislang noch sieglosen, aber auch erst einmal bezwungenen ESV Hohenbudberg.

Während für andere Mannschaften die eigene Sportanlage eine Wohlfühloase ist, muss sich der SV Orsoy in dieser Saison noch mit seinem heimischen Grün anfreunden. Gegen Sonsbeck II und Veen blieb das Team von Trainer Daniel Zvar zu Hause ohne Punktgewinn. Am Sonntag reist ein Kontrahent mit nicht minderem Kaliber an. Der Rumelner TV ist eine der fünf noch unbezwungenen Mannschaften der Liga und wird registriert haben, dass Orsoys Spielführer Fatih Sanverdi nach Roter Karte nur zuschauen darf.

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