Fußball : SV Orsoy hat noch Nachholbedarf

Fußball-Kreisliga A: Das Team von Daniel Zvar eröffnet am Freitag gegen Borussia Veen den vierten Spieltag. Am Sonntag muss Concordia Ossenberg zum SV Büderich und Viktoria Alpen zum SV Budberg II. 

Heute abend geht’s in der Bundesliga endlich wieder los. Die Bayern machen daheim gegen Hoffenheim den Anfang. Wundern sollte sich aber keiner, wenn vor dem vierten Spieltag die Mannschaften von Hannover 96, dem SC Freiburg, der Frankfurter Eintracht und des FC Augsburg ganz oben stehen. Unmöglich? Die Kreisliga A macht es derzeit vor, denn dort tummeln sich ebenfalls Clubs an der Spitze, die im vergangenen Spieljahr teilweise noch lange um den Klassenerhalt bangen mussten. Lüttingen, Veen, Rheurdt/Schaephuysen und Ossenberg haben bislang neun Punkte erreicht.

Borussia Veen hat am Freitag ab 19.30 Uhr die Chance, die gute Position auszubauen. Der Tabellenzweite gastiert beim SV Orsoy und geht ohne personelle Probleme an die Aufgabe heran „Wir sind sicherlich noch nicht da, wo wir hin wollen“, sagt Daniel Zvar, der Coach des Neunten. „Die Vorbereitung lief nicht optimal, so dass wir in puncto Fitness immer noch Probleme haben.“ Und mit Veen sei das ja auch so eine Sache, wie Zvar erklärt: „Die Borussia schwimmt nach drei Siegen auf einer Erfolgswelle. Für uns wird das eine ganz unangenehme Aufgabe, aber wir freuen uns darauf.“ Der SVO wird ohne Kajanthan Sivam, Julien Schulik und Jan-Philippe Garber antreten; auch hinter dem Einsatz von Ulas Özpolat steht ein Fragezeichen.

Im Spitzenspiel des Sonntags reist der SV Sonsbeck II als Fünfter zur zwei Ränge besser postierten SpVgg. Rheurdt-Schaephuysen. Trainer Johannes Bothen steckt immer noch das 2:2 gegen den Rumelner TV in den Knochen, in dem sein Team einen 2:0-Vorsprung nicht ins Ziel brachte und die ersten Saison-Punkte liegenließ: „Solche unnötigen Ergebnisse haben mich schon als Spieler immer zerknirscht, jetzt als Trainer ist es noch schlimmer.“ Das Gute: „Wiir haben die Möglichkeit, uns die big points sofort zurückzuholen.“ Bei einem Gegner, der mit Paul Haag und dem letztjährigen Xantener Sebastian Kaczmarek den Turbo einschalten kann. „Die Spielvereinigung ist offensiv sehr stark, wir werden mal sehen, wie es defensiv aussieht“, verspricht Bothen eine „interessante Partie auf Augenhöhe“.

Spitzenreiter SSV Lüttingen tritt die Reise zum ESV Hohenbudberg an. Co-Trainer Denis Krupic: „Wir sind zu weit weg vom ESV, als dass wir uns ein Bild über den Gegner machen können“, spricht er die Entfernung zum Süden des Kreises an. „Deswegen sind wir auf alles vorbereitet.“ Hört sich gut an für die Lüttinger, die wieder ihre „Kegelbrüder“ Mirko Poplawski, Bastian Schulz, Johannes Heiming und Maik Schmitz einsetzen können. Auch Urlauber Max Reimers ist wieder dabei.

Personell hat sich die Lage auch beim SV Millingen vor dem Heimspiel gegen den TV Asberg verbessert. Trainer Markus Hierling setzt wieder auf Luca Christmann, Tom Vennhoff, Niklas Eickers und Kevin Tennagels. Zudem ist Marvin Mulrains Sperre abgelaufen.

Zwei Derbys mit Verspätung runden den Spieltag ab. Mit Rücksicht auf die Nachbarschaft gibt der SV Büderich seinen Rasen erst um 15 Uhr zum Aufwärmen frei; Spielbeginn gegen Concordia Ossenberg ist eine halbe Stunde später. Während der SVB am vergangenen Sonntag die erste Niederlage bezog, setzte die Concordia ihren Siegeszug unverdrossen fort. Ossenbergs Trainer Björn Quint hat sich auch schon das Rezept für den nächsten Streich parat gelegt. „Kampf ist angesagt“, sagt er – das können aber beide Teams zur Genüge. Also geht es darum, die starken Standardvarianten des SVB zu vermeiden und deren Angriff mit dem Trio Markus Dachwitz, Daniel van Husen und Sascha Ströter aus dem Spiel zu nehmen. Quint bangt noch um seinen angeschlagenen Kapitän Jan Strüngmann, für den das Spiel der Vorwoche bereits nach einer halben Stunde beendet war.

Den Abschluss des Spieltags bestreiten um 17 Uhr der SV Budberg II und Viktoria Alpen. Die Frage nach dem Favoriten stellt sich für Nisfad Grgic erst gar nicht. „Alpen dürfte uns spielerisch überlegen sein“, vermutet Budbergs Trainer, der nach der dritten Niederlage im dritten Spiel jetzt vermehrt auf die kämperischen Tugenden setzen wird. „Wenn wir nichts ändern, gehen wir wieder unter“, sagt der Coach. Grgic darf wieder auf Jonas Tomberg und Sascha Neßbach zurückgreifen. „Wir werden Budberg nicht auf die leichte Schulter nehmen“, verspricht derweil Alpens Trainer Jörg Schütz, der gespannt abwartet, ob das Schlusslicht sich mit Akteuren aus Reihen der ersten Mannschaft verstärken wird. Björn Kluckow steht nach auskurierter Wadenverletzung im Kader der Viktoria.