Fußball: In Millingen gibt’s die ersten Punkte

Fußball-Kreisliga A: Mit der Partie des SVM gegen den SV Büderich beginnt am Freitag die neue Spielzeit. Am Sonntag treffen der SSV Lüttingen und SV Budberg II aufeinander.

In der Fußball-Kreisliga A ist zwar noch keine einzige Minute der neuen Spielzeit absolviert, und doch gilt es bereits den ersten personellen Abstrich zu machen. Seit Donnerstagabend ist amtlich, dass Trainer Markus Hierling und sein Vertreter, der erst vor wenigen Wochen von der Juniorenabteilung des VfL Repelen an die Jahnstraße gewechselte Co-Trainer Andreas Oerschkes nicht mehr gemeinsam an der Seitenlinie des SV Millingen zu finden sein werden. Nach der überraschenden Trennung wird es am Freitag also nur ein Alpha-Tier auf der Bank des SVM geben, wenn der Club um 19.30 Uhr die Saison mit einem Heimspiel gegen den SV Büderich eröffnet.

In Millingen drängt sich sofort der Gedanke an den verkorksten Start in die vergangene Saison auf, als das Team mit sechs Niederlagen begann. „Das wollen wir natürlich besser hinbekommen“, sagt Hierling. Der Trainer hat seinen Beitrag dazu geleistet und den Gast in der Vorbereitung dreimal unter die Lupe genommen. Das hat Kilometer gekostet. „Einmal haben wir ihn gesehen“, staunt Büderichs Trainer Stefan Tebbe. „Millingen kann ganz beruhigt sein“, erklärt er seinem Kollegen. „Die Mannschaft ist Favorit, während wir uns noch um die Aufstellung kümmern müssen.“ Kai Höning ist nach seiner Roten Karte bei der Weseler Stadtmeisterschaft gesperrt; zudem fallen Jan Satzinger und Fabian Kanning (beide erkrankt) aus.

Ganz böse erwischte es Felipe Moroder-Bendyk, der sich im Training eine offene Kniescheiben-Verletzung zuzog. „Außerdem ist fraglich, ob Florian Fuhrmann wegen seines Jobs in Millingen spielen kann“, so Tebbe. Der SVM kann da allerdings mithalten. Mit dem gesperrten Marvin Mulrain, dem beruflich verhinderten Yannik Martin und den Urlaubern Christian Dufhaus, Sven Hilgert, Niklas Eickers sowie Lennart Brand fehlt gleich ein halbes Dutzend Fußballer im Eröffnungsspiel. Die übrigen Begegnungen des Saisonauftakts finden allesamt am Sonntag statt.

Im Spitzenspiel messen sich der SV Sonsbeck II und der ebenfalls wieder im Vorderfeld erwartete VfL Rheinhausen – zwei Monate, nachdem beide Teams an gleicher Stätte die vergangene Spielzeit mit einem 4:0-Sieg für die Hausherren beendeten. SVS-Trainer Johannes Bothen muss auf Urlauber Timo Evertz verzichten, dafür sollte Kapitän Jonas Gerritzen nach abgeklungener Verletzung wieder auflaufen.

Mit Viktoria Alpen und dem Rumelner TV stehen sich zwei weitere Mannschaften gegenüber, deren Kurs in dieser Saison hoch gehandelt wird. Demzufolge geht auch Alpens Coach Jörg Schütz nicht ohne Respekt in die Partie. „Rumeln hat sich enorm verstärkt“, warnt er sein Team, in dem die Einsätze von Marcel Sura und Nils Speicher nicht gesichert sind.

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Nach drei Jahren in der Kreisliga B spielt der SV Budberg II wieder in der A-Liga. Erste Aufgabe ist das Gastspiel beim SSV Lüttingen, bei dem sich die Rückkehrer Nico Scholten und Oliver Tittel mit ihren Torerfolgen im Pokalspiel bei der DJK Lintfort erfolgreich zurückgemeldet haben. Coach Stefan Kuban wird allerdings auf Jan Seegers, Bastian Johann und Max Reimers verzichten müssen.

Einen weiteren Neuling testet der SV Orsoy, der beim erstmals in der A-Liga vertretenen SV Scherpenberg II antritt. Trainer Daniel Zvar sieht Neuland auf sein Team zukommen. „Im Vergleich zum Aufstiegsteam hat sich die Mannschaft fast komplett verändert“, hat er die vielen Wechsel beim Aufsteiger verfolgt. Die zu erwartende Motivation in seinem ersten Spiel und die berüchtigte Scherpenberger Asche sorgen für weiteren Respekt. Fatih Sanverdi hat sich in den Urlaub verabschiedet, dafür liegt dem SVO endlich die Spielgenehmigung für Pierre Drößmar, dem ehemaligen Oberligaspieler des VfB Homberg, vor.

Concordia Ossenberg bangt vor dem Duell gegen Bezirksliga-Absteiger MSV Moers um den Einsatz seines Torhüters Alexander Furthmann; für ihn könnte Henrik van de Mötter zwischen die Pfosten rücken. Im Duell zwischen Borussia Veen und dem ESV Hohenbudberg werden die Spuren des Sommers und seiner Wechselspiele zu sehen sein. Beim ESV gab’s gleich so viele Neuzugänge, unter ihnen auch die letztjährigen Xantener Pascal Seitz und Paul Küpper, dass damit ein komplettes Team bestückt werden könnte.

Auch bei den „Krähen“ lag die Quote mit neun neuen Akteuren überdurchschnittlich hoch. Für die Entscheidung könnte aber ein Routinier sorgen. Daniel Müller hat nach langer Verletzungspause und nur drei Spielen in den beiden vergangenen Jahren wieder den schmerzfreien Sprung ins Veener Team geschafft.