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Fußball-Kreisliga A: Trend spricht für den SV Orsoy

Fußball : Der Trend spricht für den SV Orsoy

Fußball-Kreisliga A: Im Rheinberger Derby ist das Team von Trainer Daniel Zvar in Millingen zu Gast. Der SVM hat die letzten drei Partien verloren. Der SV Sonsbeck II wird vom SSV Lüttingen empfangen. Budberg II erwartet Veen.

Elf Spieltage, vier Mannschaften, die bislang ganz oben standen – es geht munter zu an der Tabellenspitze der Kreisliga A. Erstmals hat der Rumelner TV den ersten Rang erobert und muss ihn am Sonntag beim ESV Hohenbudberg verteidigen.

Der SV Sonsbeck II hat sich hinter den West-Duisburgern in Position gebracht und erstmals in dieser Spielzeit den zweiten Rang erreicht. Vier Siege mit 19 erzielten Treffern haben für den Aufschwung gesorgt, den das Team nun bestätigen muss. Denn in den nächsten Begegnungen kommt es „knüppeldick“ für Sonsbecks Zweitvertretung. Am Sonntag steht der Qualitätstest beim Fünften SSV Lüttingen an, eine Woche später reist dann die aktuell noch punktgleiche Concordia aus Ossenberg an. „Jetzt wird’s ernst“, sagt Sonsbecks Coach Johannes Bothen.

Und Co-Trainer Thomas Luyven verspürt sogar ein leichtes Grummeln in der Magengegend. „Lüttingen könnte uns mächtig ärgern, denn der SSV spielt in der Defensive sehr diszipliniert“, blickt er auf die Lüttinger Festung, die erst 17 Gegentore hinnehmen musste. Das lässt den Co-Trainer noch einmal über die eigene Abwehrabteilung nachdenken. „Gegen Lüttingens Stürmer müssen wir besser arbeiten, als wir es teilweise gegen den TV Asberg getan haben“, erinnert Luyven an die beiden Gegentore des letzten Spiels, die trotz des 6:2-Sieges noch einmal zur Sprache gekommen sind.

Wie es gemacht wird, hat der Gastgeber aus Lüttingen vorgemacht. Beim in den Wochen zuvor Tore wie am Fließband erzielenden SV Scherpenberg II stand die Null. Und SSV-Trainer Stefan Kuban, vor seiner Verpflichtung bei den Fischerdörflern an der Sonsbecker Seitenlinie tätig, wird ohnehin einem Erfolg gegen seinen Ex-Club nicht abgeneigt sein.

Das zarte Pflänzchen Hoffnung, das sich beim Schlusslicht SV Budberg II nach dem ersten Punktgewinn der Saison zeigt, wird im Heimspiel gegen Borussia Veen wieder viel Gegenwind trotzen müssen. Das 2:2 beim MSV Moers nach 0:2-Rückstand hat aber bewiesen, dass Moral und Einsatz im Lager des Tabellenletzten nicht gelitten haben. Interimstrainer Michael Seewald wird das Team erneut betreuen. Den Gästen winkt bei einem Erfolg die Rückkehr auf einen Aufstiegsrang – beste Voraussetzung für das dann anstehende Derby gegen Alpen.

„Nun mal schön langsam“, wiegelt Borussias Trainer Christian Hauk ab. „Das Derby ist noch gar kein Thema, wir müssen uns erst einmal um das Spiel am Sonntag kümmern.“ Da gibt es noch Probleme zu lösen. Die fehlenden Severin Minten und Hendrik Terlinden müssen in der Defensive erstezt werden, im Sturm fallen Jens Willemsen und weiterhin Daniel Müller aus. Der Routinier feiert am Sonntag seinen 35. Geburtstag. In der Woche hat noch einmal eine Untersuchung der lädierten Rippe stattgefunden, die Auskunft geben wird, wann mit Müllers Comeback zu rechnen sein dürfte.

Das Rheinberger Derby führt den SV Millingen und den SV Orsoy zusammen. Bei den Stadtmeisterschaften im Sommer hatte der SVM die Nase vorn, diesmal deutet der Trend auf einen Erfolg der Gäste hin. Während die Blau-Weißen die letzten drei Spiele in den Sand setzten, hat der SVO in dieser Zeit neun Punkte gesammelt und sich ins Mittelfeld der Liga vorgeschoben. „Wir müssen punkten“, lautet die trotzige Reaktion von Millingens Trainer Markus Hierling, der auf die Rückkehr seiner Stammkräfte Tim Böttcher und Max Pullich setzt und seiner Auswahl raten wird, mehr als nur ein Auge auf die Orsoyer Offensive um Fatih Sanverdi und Stephan Barth zu werfen. Das Duo hat in den beiden zurückliegenden Siegen der Grün-Weißen gleich sieben von zehn Treffer erzielt.

Das sonnige Herbstwetter spielt Concordia Ossenberg in die Karten. Je länger es warm bleibt, desto später muss der Tabellenvierte sein geliebtes Wohnzimmer räumen. An der Schlossstraße hat die Concordia in dieser Spielzeit noch keinen Punkt abgegeben. Der alljährliche Umzug auf die auch bei schlechtem Wetter bespielbare Anlage des TuS 08 darf also noch warten. Gegner am Sonntag in der Hoffnung auf den sechsten Heimsieg ist Scherpenberg II. Kapitän Jan Strungmann sollte nach auskurierter Erkältung wieder dabei sein.

Zwei Teams mit unterschiedlichen Voraussetzungen: Viktoria Alpen will den Aufschwung nach dem 2:1-Sieg über Ossenberg mit zum Aufsteiger FC Rumeln-Kaldenhausen nehmen, der SV Büderich das 1:5 beim Rumelner TV im Heimspiel gegen die SpVgg. Rheurdt-Schaephuysen vergessen lassen – die Aufgabe erscheint für die Viktoria leichter als für den letztjährigen Aufsteiger, der fünf seiner letzten sechs Spiele verlor und dabei jeweils mindestens vier Gegentore kassierte.