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Fußball : Veen will von Ossenberg Rang eins zurück

Fußball-Kreisliga A: Spitzenspiel steigt am Sonntag bei der Borussia. Budberg II möchte im neunten Anlauf endlich punkten.

Concordia Ossenberg ist derzeit schwer angesagt. Es gibt zwar noch keinen Fan-Shop, doch die Anhänger des Tabellenersten der Fußball-Kreisliga A fiebern schon gewaltig mit ihrem Verein. Zahlreiche Anhänger hatten das Team beim 4:2-Sieg in Lüttingen begleitet, mit dem die Ossenberger ihren Spitzenplatz erfolgreich verteidigten. Der Club hatte sogar einen Bus angemietet, in dem es nach dem Sieg verständlicherweise etwas angeregter zugegangen sein soll.

Wie viele Freunde der Concordia sich am Sonntag auf den Weg machen werden, bleibt abzuwarten. Doch mit zahlreicher Unterstützung darf die Mannschaft auch im nächsten Spitzenspiel rechnen. Die Tabellenführung muss bei Borussia Veen verteidigt werden, die den ersten Rang vor zwei Wochen und nach ihren ersten beiden Niederlagen erst an die Concordia verloren hat. Rechtzeitig zum Spitzenspiel hat sich das Team um Trainer Christian Hauk aber mit einem 3:1-Sieg bei der Spielvereinigung aus Rheurdt und Schaephuysen und dem daraus resultierenden Sprung auf den zweiten Rang zurückgemeldet – mit einem Erfolg gegen würde die Mannschaft aus dem Krähendorf sogar wieder auf den ersten Rang vorrücken.

„Das wird schwer genug“, meint Hauk, der seine Spieler intensiv auf den Gegner eingestellt hat. „Ossenberg hat eine Spielweise, auf die man sich nur schwer einstellen kann.“ Um der beizukommen, empfiehlt er nicht darauf zu verzichten, die sich bietenden Chancen gegen die mit bislang schon 19 Gegentoren nicht unbedingt sattelfeste Abwehr auch tunlichst zu nutzen. Vorne läuft‘s nämlich bei den Ossenbergern, die mit 28 Treffern das erfolgreichste Team der Liga stellen. Gästetrainer Björn Quint muss auf David Hartung verzichten, der sich die Hand gebrochen hat. Daniel Stolzke und André Pache stehen dagegen wieder im Kader. Die Borussia meldet keine personellen Engpässe.

Die Rückkehr auf den zweiten Rang hat der SSV Lüttingen im Visier. Die Mannschaft gastiert beim Aufsteiger FC Rumeln-Kaldenhausen, dessen Leistungskurve nach vier Niederlagen in Serie bedrohlich nach unten zeigt. Trainer Stefan Kuban darf wieder mit Lars Neinhuis planen.

Nach dem 5:3-Erfolg in Büderich hätte Johannes Bothen, Trainer des SV Sonsbeck II, einen Vorschlag. „Wir könnten doch mal eine positive Serie starten“, meint er vor dem Heimspiel gegen den ESV Hohenbudberg. Vor allem auf heimischer Anlage lief es bislang eher holprig ab – zuletzt enttäuschte das Team seine Anhänger gar mit einer 1:4-Niederlage gegen den zuvor noch sieglosen FC Neukirchen-Vluyn. „Zu Hause spielen wir oft unter Durchschnitt“, fordert Bothen die Kehrtwende gegen eine Mannschaft, die er als „Wundertüte“ ansieht. Nach dem Auswärtssieg in Alpen ließ der ESV daheim gegen Aufsteiger SV Scherpenberg II ein sattes 1:6 folgen und kassierte dabei schon seinen fünften Platzverweis. Auf Sonsbecker Seite wird Sebastian Hulstein wegen seines Studiums vermutlich nicht dabei sein können.

Zum frechen Aufsteiger aus Scherpenberg, nach vier Siegen auf den achten Tabellenrang vorgestoßen, wird der SV Millingen reisen. Beim 3:3 gegen Alpen musste Stürmer Sven Hilgert nach Rippenverletzung ausscheiden. Trainer Markus Hierling bangt um seinen Einsatz, rechnet aber mit der Rückkehr von Tom Vennhoff und Yannik Martin. Sandro Wolski hat nach langer Verletzungspause ein halbstündiges Comeback gefeiert.

Viktoria Alpen wird sich mit dem TV Asberg auseinandersetzen müssen, der nach seinem ersten Saisonsieg mit Rückenwind anreisen darf. Marcel Sura kann nach Sperre wieder eingesetzt werden, dafür muss Philipp Brand nach Roter Karte noch zwei Spiele abwarten.

Zu elft und möglichst erfolgreich möchte der SV Büderich sein Gastspiel in Rheinhausen beenden. In den vergangenen drei Spielen, die allesamt verloren gingen, standen nach Verletzungen und Ampelkarte beim Schlusspfiff jeweils nur zehn Büdericher auf dem Platz. Beim 3:5 gegen Sonsbeck II erwischte es Jan Satzinger, dessen Ausscheiden nach Knöchelverletzung das Team dezimierte. Trainer Stefan Tebbe sieht einem Mitwirken seines langen Abwehrhünen am Sonntag eher skeptisch entgegen, darf dafür aber wieder mit den van Husen-Brüdern Michael und Daniel sowie mit Joel Dörken und Kai Höning planen.

Schlusslicht SV Budberg II unternimmt mit dem Gastspiel beim Rumelner TV seinen neunten Anlauf auf den ersten Saisonzähler. Beim SV Orsoy wird künftig das Trikot mit der Nummer 85 im Schrank bleiben. Erkan Ayna, über viele Jahre erfolgreichster Torschütze der Grün-Weißen, hat nicht nur sein Amt als Abteilungsleiter der Orsoyer Fußballer niedergelegt sondern auch seinen Rücktritt aus dem Team erklärt. Das wird Thema auf den Rängen am Gildenkamp sein, wenn der SVO sein Heimspiel gegen den FC Neukirchen-Vluyn bestreitet.

Info: Alle Spiele beginnen am Sonntag um 15 Uhr.

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