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Fußball: Frauen des SV Budberg spielen Niederrheinpokal-Viertelfinale in Hemmerden

Frauenfußball : Chance auf DFB-Pokal nicht liegen lassen

Die Regionalliga-Fußballerinnen des SV Budberg treten beim SV Hemmerden zum Niederrheinpokal-Viertelfinale an. Es ist das erste offizielle Amateurspiel seit dem Corona-Abbruch. Mit einem Sieg würde ein großes Ziel näher rücken.

Wenn die Fußballerinnen des SV Budberg am morgigen Sonntag um 13 Uhr ihr noch ausstehendes Viertelfinale des Niederrheinpokals beim SV Hemmerden in Grevenbroich nachholen werden, dann werden viele Augen auf die Partie schauen. Das „Relikt“ der vergangenen Saison ist die erste offizielle Spielpaarung, die nach der Corona-Pause ausgetragen wird.

Verantwortliche und Fußballfreunde dürfen also wieder aufatmen – der Ball rollt am Niederrhein endlich wieder. Und so ganz nebenbei haben beide Mannschaften auch noch ein überaus attraktives Ziel vor Augen. Der Sieger der Partie wird dem Einzug in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals schon wieder ein gehöriges Stück näher gekommen sein.

Jürgen Raab, Trainer der Budberger Fußballerinnen, weiß natürlich um die Brisanz der Begegnung. „Für uns wäre es der erste Auftritt im nationalen Cup-Wettberwerb.“ Er könnte aber auch sagen. „Die Chance sollten wir uns nicht wieder nehmen lassen.“ – nachdem sein Team in vergangenen Jahr das begehrte Ticket im Halbfinale verspielte.

Seine Regionalliga-Mannschaft wird am Sonntag auch als Favorit in das Spiel gehen. Hört sich gut an, ist aber auch noch mit dem ein oder anderen Fragezeichen versehen. Hemmerdens Team hat die Saison als Schlusslicht in der Niederrheinliga beendet – der vorzeitige Saisonabbruch freilich hat verdeckt, dass sich die Gastgeberinnen in der Winterpause verstärkt hatten und tunlichst nicht am Tabellenbild gemessen werden sollten. Raab erwartet vielmehr eine kampfstarke Mannschaft, die an ihre Chance glauben wird.

Nicht schlecht also, dass der Ernstfall schon einmal geprobt wurde. Am Mittwoch gastierten Raab und seine Spielerinnen bei Hemmerdens Ligarivalen SV Walbeck und mussten sich noch einmal gehörig strecken. 4:3 (1:1) siegte der SVB – und dürfte jetzt wissen, was am Sonntag auf ihn zukommen wird. „Es war ein sehr kampfbetontes und intensives Spiel“, berichtet Budbergs Trainer. 90 Minuten sei sein Team gefordert worden, aber es habe die Aufgabe bestens gemeistert. „Wir mussten bis zum Ende an unsere Leistungsgrenze gehen, aber wir haben taktisch sehr viel richtig gemacht und vor allem auch den Willen zum Sieg gezeigt“, hatte er Spaß am Spiel und dem späten Erfolg.

Bis zur 88. Minute roch es nach einem Remis, ehe Katharina Presch mit ihrem dritten Treffer des Abends den Endstand herstellte. Alexa Steffans hatte sich in der abwechslungsreichen Begegnung zuvor ebenfalls in die Torschützenliste eingetragen. „Besser als jede Trainingseinheit“, unterstrich Raab den Wert der Partie, die auch einen Fingerzeig auf die Aufstellung des Sonntags gab. Lara Köchl, am Mittwoch nicht dabei, und Annika Michel werden das Pokalteam komplettieren und Raab somit weitere Alternativen in der Offensive bieten.

Die hintere Abteilung sollte allerdings auch nicht vernachlässigt werden, denn da gab der Mittwoch ebenfalls einen Fingerzeig. Der SV Hemmerden hat vor dem Pokalspiel auch noch einmal getestet und den FSV Hilden humorlos mit 13:2 abgefertigt. Auch wenn die Hildenerinnen nur in der Kreisliga spielen – Budbergs Kontrahentinnen haben noch einmal nachgeschaut, wo das Tor steht.