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Fußball-Bezirksligist SV Budberg vollzieht personellen Umbruch

Verein setzt verstärkt auf die Jugend : Personeller Umbruch beim SV Budberg

Beim Fußball-Bezirksligisten steht der Kader für die kommende Saison. Es gibt zehn Zugänge und sechs Abgänge. Ein Routinier kann auf seine langjährige Landesliga-Erfahrung zurückgreifen.

Knapp drei Monate nach Bekanntwerden seiner Verlängerung beim SV Budberg ist Tim Wilke den Verantwortlichen „Tag für Tag unheimlich dankbar, den Weg weitergehen zu dürfen. Ich hoffe, dass ich ihnen das Vertrauen zurückzahlen kann“, sagt der Trainer. Der 45-Jährige steht vor einem richtungsweisenden Jahr und möchte vieles besser machen. Um eine möglichst ruhige Serie in der kleinen Gruppe fünf der Fußball-Bezirksliga spielen zu können, seien einige personelle Veränderungen erforderlich, so Wilke. Der neue Kader ist bereits komplett.

Dabei rückt der Verein nicht von seiner Philosophie ab, junge Spieler aus dem eigenen Unterbau in die erste Mannschaft zu integrieren und dort weiterzuentwickeln. Mit Jonas Kühnau, Jonathan Paul, Rayk Bißling, Lennart Hahn, Ole Egging, Amar Pilavdzic und Felix Weyhofen rücken sieben Akteure des 2002er-Jahrgang aus der A-Jugend-Niederrheinliga in die erste Mannschaft auf. Mit Emir Demiri verstärkt ein weiterer Spieler das Team. Der 19-Jährige überzeugte schon in den letzten Spielen vor der zweiten Corona-bedingten Saisonunterbrechung. „Er war lange im Ausland und hat uns in kurzer Zeit schon eine spezielle Note verpasst“, sagt Wilke.

Am Mittwochabend unterschrieb zudem der neben Rückkehrer Robin Morawa aus Schwafheim zweite externe Neuzugang. Mit seinen 31 Jahren ist Sebastian Giltjes künftig der älteste Budberger Akteur. Der Sohn des ehemaligen Trainers des TuS Xanten, Gerd Wirtz, schnürte zuletzt beim FSV Duisburg in der Landesliga seine Fußballschuhe. „Er bringt viel Erfahrung mit. Wir erhoffen uns frischen Wind von außen. Die Mischung in der Mannschaft muss es machen“, sagt der Sportliche Leiter Henrik Lerch.

Anders als in der jüngeren Vergangenheit fasste der Verein nach den Einzelgesprächen unter der Woche den Entschluss, sich von sechs Spielern zu trennen. Simon Temath legt eine Karrierepause ein. Noah Breuer wechselt zum B-Ligisten SV Orsoy (wir berichteten) und Henning Hoffmann strebt beim VfB Homberg II einen Tapetenwechsel an. Bei Lennard Auweiler, Lennart Vehreschild und Yannik Kehrmann hofft Wilke, dass sie dem Klub in der zweiten Mannschaft erhalten bleiben und eine gute Rolle in der Kreisliga B spielen.

Über die Besetzung des Co-Trainer-Postens ist Tim Wilke besonders glücklich. „Matthias Prinz war mein absoluter Wunschkandidat. Er hat Budberger Stallgeruch und sich schon unter Patty Jetten als Fachmann erwiesen.“ Volker Prangen bleibt dem SVB als Torwarttrainer erhalten.

Ein wichtiger Leistungsträger liegt mit seinem Genesungsprozess im Übrigen voll im Soll. Die Rede ist von Spielmacher Kevin Carrion Torrejon. Der 25-Jährige zog sich im vergangenen Sommer einen Meniskusriss mit Knorpelschaden zu. Anfang Mai steht ein abschließendes MRT und CT an. Wilke: „Kevin ist total heiß und läuft auch schon wieder. Er wartet darauf, in der Vorbereitung wieder Schritt für Schritt einzusteigen. Mit einer einjährigen Knieverletzung nur sechs Spiele zu verpassen, ist ein halbes Wunder.“