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Fußball-Bezirksliga: Johannes Bothen folgt beim TuS Xanten auf Thomas Dörrer

Fußball : Dörrer übergibt Trainerposten beim TuS Xanten an Bothen

Der bisherige Coach der Bezirksliga-Fußballer wird in Zukunft als Sportlicher Leiter fungieren. Sein Nachfolger war zuletzt für den Nachbarn SV Sonsbeck II verantwortlich.

Einen überraschenden Trainerwechsel hat Fußball-Bezirksligist TuS Xanten unter der Woche bekanntgegeben. Zur neuen Spielzeit wird Johannes Bothen das Amt von Thomas Dörrer übernehmen. Dieser Wechsel kommt sicherlich unerwartet, denn mit Dörrer gab es einen neuen Aufschwung in der Domstadt, mit dem der Erfolg zurück auf den Fürstenberg kam.

Im Sommer 2019 übernahm Dörrer den Trainerposten, gab der ersten Mannschaft ein neues Gesicht und drückte dem Spiel seinen Stempel auf. Der Gewinn der Xantener Stadtmeisterschaft vor gut anderthalb Jahren war der Startschuss in eine erfolgreiche Saison. Die TuS-Akteure überzeugten fortan mit einer guten Mischung aus Jung und Alt sowie attraktivem Offensivfußball und feierten nur zwölf Monate später die A-Liga-Meisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksliga. Auch in der neuen Umgebung sorgte die TuS-Mannschaft für Furore und belegte bis zum Saisonabbruch den vierten Platz.

Aber der Wechsel auf dem Trainerposten bedeutet nicht das Ende der Dörrer-Ära. „Ich fühle mich in Xanten sehr wohl. Aus gesundheitlichen Gründen kann ich das Traineramt nicht weiter ausüben. Ich werde in Zukunft als Sportlicher Leiter fungieren“, erklärt der scheidende Coach. Nachdem Johannes Bothen jüngst seinen Abschied in Sonsbeck bekannt gegeben hatte, wurde Dörrer aktiv und überzeugte ihn, seine Nachfolge anzutreten. „Mein Plan war, in Xanten einen neuen Weg zu gehen und das haben wir geschafft. Als ich gehört habe, dass Johannes in Sonsbeck aufhört, habe ich ihn als idealen Nachfolger gesehen. Ich kenne ihn sehr gut und schätze ihn als Trainer. Er ist aus meiner Sicht die Ideallösung“, sagt Dörrer.

 Johannes Bothen
Johannes Bothen Foto: Verein
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Bothen selber war überrascht über die vielen und interessanten Angebote. „Nachdem mein Abschied öffentlich wurde, haben sich plötzlich sechs Vereine gemeldet. Ich habe mir alles angehört und mir einen Eindruck verschafft. Am Ende sprachen mehrere Punkte für den TuS Xanten. Zum einen das Verhältnis zu Thomas. Wir liegen auf einer ähnlichen Wellenlänge. Zum anderen die sportliche Ausrichtung und die hohe Qualität im Kader“, sagt der neue Coach. Zudem sei auch die Nähe zum Wohnort ein weiterer Faktor und der Reiz, sich in einem anderen Arbeitsumfeld zu beweisen, ausschlaggebend gewesen, so Bothen.

Dörrer, der nun mit Unterstützung von Harry Kerkmann an der Kaderplanung feilt, hat den Großteil bereits stehen. Bislang haben 19 Spieler ihre Zusage gegeben. Zwei bis drei Akteure könnten noch hinzustoßen. Mit Philipp van Huet, Michael Jansen sowie den Brüdern Lukas und Niklas Maas kommen gleich vier Akteure vom SV Sonsbeck II. Die A-Jugendlichen David Epp und Henry Gardemann, die schon in der laufenden Saison einige Einsätze hatten, rücken auf. „Die beiden haben schon mehrfach ihr Können unter Beweis gestellt und werden schnell Fuß fassen. Es sind große Talente, an denen wir noch viel Spaß haben werden.“ Lediglich Sebastian Kaczmarek und Matthias Morawin werden den Verein jeweils aus beruflichen Gründen verlassen. „Ich möchte mich bei Sebastian und Matthias bedanken. Sie waren vor allem im Aufstiegsjahr echte Eckpfeiler“, sagt Dörrer.

Das Ziel für die kommende Saison ist derweil klar definiert. „Wir wollen den Weg mit den Eigengewächsen und den Jungs aus der näheren Umgebung weiter gehen. Wir haben keinen Spieler mehr im Kader, der weiter weg wohnt. Alle identifizieren sich voll mit dem Verein. Wir wollen die Zuschauer mit attraktivem Offensivfußball an den Fürstenberg locken“, sagt Dörrer, der den TuS Xanten möglichst bald in der Bezirksliga etablieren will.