Frauenfußball-Niederrheinliga SV Budberg vor einem Schicksalsspiel

Rheinberg · Das Team von Trainer Sascha Lubinski steckt nach dem Sturz in die Niederrheinliga nach elf sieglosen Spielen schon wieder mitten im Abstiegskampf. Am Sonntag im Kellerduell gegen den Letzten Borussia Bocholt II zählt nur ein „Dreier“.

 Katharina Presch (weißes Trikot) möchte mit der Niederrheinliga-Mannschaft des SV Budberg nicht den Anschluss zum rettenden Ufer verlieren. Dafür muss gegen Borussia Bocholt II ein Heimsieg her.

Katharina Presch (weißes Trikot) möchte mit der Niederrheinliga-Mannschaft des SV Budberg nicht den Anschluss zum rettenden Ufer verlieren. Dafür muss gegen Borussia Bocholt II ein Heimsieg her.

Foto: Armin Fischer (arfi)

Man kann es drehen und wenden, wie man will – am Sonntag ist die Frauen-Mannschaft des SV Budberg gefordert. Und zwar in der Art und Weise, dass drei Punkte hermüssen, wenn die Chancen auf den Klassenerhalt in der Fußball-Niederrheinliga nicht auf ein Minimum sinken sollen. „Ganz klar, drei Punkte brauchen wir, wenn wir den Anschluss an einen Nichtabstiegsplatz halten wollen“, gibt sich Trainer Sacha Lubinski keinen Illusionen hinsichtlich der Zielsetzung für das Kellerduell gegen Borussia Bocholt II hin.

Die aktuelle Situation ist für beide Teams prekär: Budberg steht als Tabellenvorletzter mit sechs Punkten derzeit vier Zähler hinter einem Nichtabstiegsplatz, Bocholt hat sogar noch einen Punkt weniger auf dem Konto. Allerdings geht Lubinski davon aus, dass die Borussia nicht schärfster Konkurrent des SVB sein wird. „Der Verein wird alles dafür tun, um seine zweite Mannschaft in der Niederrheinliga zu halten. Deshalb halfen zuletzt gleich mehrere Spielerinnen des ersten Teams dort aus“, sagt der Budberger Coach. Mit Erfolg: Gegen Borussia Mönchengladbach II gab es ein 2:2, Viktoria Winnekendonk wurde sogar mit 7:1 bezwungen.

Lubinskis Hoffnung ist nun, dass sich die Borussia vorwiegend in ihren Heimspielen die Unterstützung des Regionalliga-Teams holen wird. Dann würden sich die Chancen, die Punkte am Sonntag in Budberg zu behalten, sicher erhöhen. Die könnten sich übrigens auch verbessern, ohne dass der SVB sportlich etwas dazu beiträgt. Denn momentan verdichten sich die Gerüchte, dass sich beim MSV Duisburg II mehr als zehn Spielerinnen abgemeldet haben sollen und ein Rückzug des Teams im Raum steht. Sollte sich das bewahrheiten, stünde nach der Spvg. Gustorf-Gindorf ein weiterer Absteiger bereits fest. Und bei aktuell nur einem Team des Niederrhein-Verbands, das in der Regionalliga auf einem Abstiegsplatz steht, könnte es sein, dass nur noch ein Absteiger in der Niederrheinliga gesucht wird.

Reichlich viel Theorie und keinesfalls eine Beruhigung für die sportliche Lage des SVB. Und deshalb beschäftigt sich Sascha Lubinski auch lieber mit den Dingen, die er selbst beeinflussen kann. Für den Sonntag muss er sich erneut mit den Problemen herumschlagen, die ihn schon die komplette Saison beschäftigen. Es geht mal wieder darum, welches Personal ihm zur Verfügung steht. Gegen Bocholt fallen neben Alice Hellfeier (beruflich verhindert), Frauke Fleischer (verletzt) und Sabrina Tinz, die sich aus persönlichen Gründen abmelden will, auch die beiden etatmäßigen Torhüterinnen Kim Stawowy und Franziska Gareißen aus. Somit wird erneut die erst 16-jährige Marline Jankowski zwischen die Pfosten rücken, die am vergangenen Wochenende ihre Sache aber trotz der 0:10-Niederlage im Pokal gegen den VfR Warbeyen gut gemacht hat.

Sie wird wohl nicht die einzige Akteurin aus dem Nachwuchs des SV Budberg sein, die im Aufgebot stehen wird. „Wir werden auch im weiteren Verlauf der Saison auf Spielerinnen unserer B-Jugend zurückgreifen“, so Lubinski. Wie er seine Mannschaft für die wichtige Partie einstellen will, das hängt für ihn auch vom Kontrahenten ab. „Sollte Bocholt tatsächlich Unterstützung der eigenen ersten Mannschaft bekommen, müssen wir natürlich vorsichtiger an die Sache herangehen und dürfen dem Gegner nicht ins offene Messer laufen.“

Im Training hatte Lubinski von seinem Team einen guten Eindruck. „Wir haben richtig gut trainiert. Auch die Stimmung ist immer noch gut. Das ist aufgrund der Tabellenkonstellation sicher nicht selbstverständlich.“ Positiv zu erwähnen ist auch das erste Balltraining, das Kira Buchbender nach ihrem Kreuzbandriss wieder absolviert hat. Sie wird aber erst nach der Winterpause eine Option sein. Für das Duell mit Borussia Bocholt II hat Lubinski vornehmlich einen Wunsch: „Endlich die lange Durststrecke von elf sieglosen Spielen beenden.“

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