Frauen-Handball: TuS Lintfort verliert in Kirchhof

TuS-Handballerinnen erneut unterlegen : Lintfort nach der Pause grottenschlecht

Frauen-Handball: Der Zweitligist unterlag der SG Kirchhof mit 26:36 und rutscht immer tiefer in den Abstiegssumpf.

Nach der Pleite in der Vorwoche gegen Trier ist der Befreiungsschlag auch im zweiten Spiel 2019 ausgeblieben. Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort mussten sich diesmal bei der SG Kirchhof mit 26:36 (16:16) geschlagen geben. Die Mannschaft rutscht mit 8:20 Punkten immer tiefer in den Abstiegskampf hinein.

Die Gäste traten sofort hochkonzentriert in Erscheinung. Die Mannschaft legte eine hohe Laufbereitschaft an den Tag, obwohl Rückraumspielerin Annefleur Bruggeman fehlte und Inske Kuik verletzt anreisten. Insbesondere die Deckung agierte aggressiv und mit guten Zuordnungen. Torfrau Vivien Gosch war zudem der sichere Rückhalt auf der Linie. Die Gäste bekämpften den SG-Rückraum um Liga-Torschützen-Königin Diana Sabljak effizient und hatten selbst deren Kreisläuferspiel unter Kontrolle. Die TuS-Mannschaft belohnte sich für diesen enormen Aufwand und „klaute“ den SG-Spielerinnen zahlreiche Bälle.

Lintfort nahm zudem aus der Defensive flott Tempo auf. Eva Legermann profitierte auf Linksaußen und traf gleich etliche Male von ihrer Position. Die Gäste führten schnell mit 7:3 (7.), mussten aber den Ausgleich (7:7/12.) schlucken. Die Partie lief auf gutem Niveau weiter. Lintfort trat mit einer gefestigten Leistung auf, hatte gerade mit seinen Rückraumspielerinnen Mie Norup Isaksen, Becky van Nijf und Loes Vandewal starke Aktivposten. Die insgesamt solide mannschaftliche Geschlossenheit gab den Ausschlag dafür, dass der Gast vier Minuten vor dem Seitenwechsel noch mit 16:12 führte.

Doch was dann folgte, nennt man wohl einen totalen Zusammenbruch. Die Mannschaft warf alle zuvor erfolgreichen Tugenden über Bord, kassierte bis zum Pausenpfiff noch den Ausgleich (16:16). Die Katastrophe nahm nach dem Seitenwechsel unaufhörlich weiter an Fahrt auf.

Den TuS-Spielerinnen unterliefen unzählige desaströse Patzer. Einfache Pässe wurden leichtfertig ins Aus geworfen oder direkt in die Hände der Gegenspielerinnen. Die Würfe waren harmlos und unplatziert. Das Team war von seinem grottenschlechten Handeln wohl so dermaßen erschrocken, dass ihm auch in der Defensive so ziemlich alles misslang.

Die SG Kirchhof brauchte sich nicht mal sonderlich ins Zeug zu legen. Die zahlreichen Fehler des TuS Lintfort waren so haarsträubend, dass die Gastgeberinnen mit einem satten 13:0-Lauf in gut 14 Minuten einen 12:16-Rückstand in eine 25:16-Führung umwandelten. Die mitgereisten Fans waren fassungslos. Kirchhof und seine 15-fache Torschützin Diana Sabljak hatten in der Schlussphase leichtes Spiel, ließen sich von ihren Fans für ein recht ungewöhnliches Spiel feiern.

„Ich weiß so schnell nach dem Spiel auch noch nicht, woran es in diesem Spiel gelegen hat“, sagte eine enttäuschte Trainerin, Bettina Grenz-Klein. „Es ist mir unverständlich, wie man so schnell und so krass einbrechen kann. Meine Spielerinnen hatten bis dahin sicherlich viel investiert, doch so rigoros wegzubrechen, dass ist schwer verständlich.“

Tore: Legermann (8), Vandewal (7), Isaksen (4), van Nijf (3), an den Broek, Lambertz, Ueffing.

(zak)
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