Lokalsport: "Franzi" belohnt sich mit zwei Medaillen

Lokalsport: "Franzi" belohnt sich mit zwei Medaillen

Die W15-Leichtathletin des TuS Xanten gewann bei der Nordrhein-Meisterschaft im Sprint Silber und im Hochsprung Bronze. Elena Aengeneyndt (W14) vom SV Sonsbeck wurde Zweite im Hürdenlauf.

Hinter Franziska Schuster liegen etliche anstrengende Trainingsstunden. Die Mehrkämpferin des TuS Xanten investierte viel Zeit in die Vorbereitung auf die Hallen-Meisterschaft der U16-Jugend auf Nordrhein-Ebene. Und die Mühen haben sich ausgezahlt. "Sie hat sich für die tolle Entwicklung im Winter mit ihren ersten beiden Medaillen belohnt. Das hat sie bravourös gemacht", sagte ihr Coach Werner Speckert. "Franzi" gewann in der Düsseldorf in der Altersklasse W15 Silber im 60m-Sprint sowie Bronze im Hochsprung - und das jeweils mit Bestleistung.

Der Wettkampftag der 15-Jährigen begann mit dem Hürdenlauf. In ihrem Vorlauf über 60 Meter setzte sie sich in 9,55 Sekunden durch. Im Finale steigerte sie sich auf 9,31 Sekunden und belegte Rang sechs. Im Sprint zog Franziska mit 8,12 Sekunden in den Zeit-Endlauf ein. Und dort legte sie noch eine Schippe drauf, kam in 8,01 Sekunden ins Ziel und landete auf dem zweiten Rang. Insgesamt ließ das TuS-Talent 57 Konkurrentinnen hinter sich.

Foto: Michael Aengeneyndt

Euphorisiert ging's zum Hochsprung. Die Latte überquerte die Xantenerin im dritten Versuch. Genauso wie Agatha Slotta (VT Kempen), so dass sich die beiden bei der Siegerehrung über den geteilten dritte Platz freuen durften. Ganz knapp verpasste Franziskas Teamkollegin Casandra Dominguez das Treppchen (1,52). Sie wurde "nur" Neunte, weil zwei Konkurrentinnen diese Höhe im ersten Versuch schafften. Den 60 Meter-Endlauf sprintete Casandra in Bestzeit (8,49) - Rang 16. Ebenfalls im Xantener Trikot war Nicolas Mayer (M15) am Start. Er bestätigte in seinem 60m-Vorlauf trotz einer Muskelverhärtung seine gute Form (7,89). Die Verletzung machte sich in der Endlaufzeit (8,08) bemerkbar. Über die 800m-Distanz trat Nicolas auf Rat von Speckert nicht mehr an.

"Es war eine Meisterschaft mit Höhen und Tiefen." So fasst Trainer Werner Riedel die Titelkämpfe aus Sicht des SV Sonsbeck zusammen. Für eines der Highlights sorgte Elena Aengeneyndt im Hürdenlauf über 60 Meter der W14-Klasse. Die Mehrkämpferin gewann zunächst ihren Vorlauf in 9,90 Sekunden. Und Elena wollte mehr. Sie legte den perfekten Lauf hin und wurde Zweite. Von den 9,71 Sekunden zeigte sich Riedel tief beeindruckt. Elena wurde dann über die Sprintdistanz abrupt gestoppt. Sie zog sich eine Oberschenkel-Zerrung zu und verpasste den Endlauf (8,88). Den Weitsprung musste sie sausen lassen. Somit platzte auch der Medaillentraum mit der Staffel, die zurückgezogen wurde, weil sich obendrein noch eine Rhederin verletzte.

  • Lokalsport : Für Leichtathletinnen aus Xanten und Sonsbeck sind Medaillen drin

Einen ganz starken Kugelstoßwettbewerb lieferte Antonia Koschlik (W14) ab. Nach längerer verletzungsbedingter Pause kämpfte sie sich in den Wettkampf rein und haute im sechsten Versuch mit 10,12 Metern einen raus. Die Leistung wurde mit Rang fünf belohnt. Über 60m-Hürden lief Antonia Bestzeit (10,89), im Hochsprung trat sie nicht an.

Hannah Kempken (W15) blieb unter ihren Möglichkeiten. Riedel: "Sie hat sich zu sehr unter Druck gesetzt und war irgendwie gelähmt." Im Hochsprung reichte es zum vierten Rang mit 5,20 Metern. "Schade, die Medaillen waren in greifbaren Nähe", sagte ihr Coach. Über die Hürden fehlte Hannah die Schnelligkeit - trotz Rang fünf und Bestzeit in 9,25 Sekunden. Den Sprint über 60 Meter beendete sie in 8,27 Sekunden. Enttäuscht war Nele Kollöchter (W15) über ihr Abschneiden im Kugelstoßring. Sie wurde 17. mit 8,95 Metern.

Ein Sonderlob vergab SVS-Trainer René Niersmann an Rahel Brömmel (W15), die sich über 800 Meter um vier Sekunden verbesserte. Bis 100 Meter vor dem Ziel war sie noch Dritte. Rahel kam schließlich als Fünfte an (2:25,31). Lena Noack lief mutlos (2:49,96). Pauline Schulze war erkrankt und nicht am Start. Luise Benthaus (W14) stieg in ihrem 800m-Rennen nach gut der Hälfte der Distanz aus.

(RP)