Sportpolitik : Fördergelder für vier Alpener Projekte

Vereine und Bürgermeister Thomas Ahls haben über die Mittelverteilung abgestimmt. Die Gemeinde bekommt 300.000 Euro vom Land. Der dickste Batzen soll in den Bau des Kunstrasen-Platzes auf der Viktoria-Anlage fließen.

300 Millionen Euro an Fördergeldern stellt das Land NRW bis 2022 zur Verfügung, um den Modernisierungs- und Sanierungsstau der Sportstätten zu beheben. Die Gemeinde Alpen bekommt 300.000 Euro. Jetzt haben Bürgermeister Thomas Ahls, Hans-Jürgen Sura vom Gemeindesportverband und Vertreter von Vereinen im Rathaus zusammengesessen, um über die Mittelverteilung für die Projekte abzustimmen. „Es war ein super Gesprächsklima“, sagte Sura.


Vereinbarung Ahls erläuterte die Initiative „Pakt für den Sport“ aus Sicht der Gemeinde. In dem Zusammenhang sollen alle Vereine, insbesondere die, die Sportanlagen in eigener Verantwortung unterhalten, eine Absichtserklärung (Letter of Intent) unterzeichnen. „Alle Teilnehmer äußerten sich positiv zu dem Vorhaben“, meinte Sura.

Vorschlag Die Gemeinde schlägt eine einheitliche Förderquote von einheitlich 50 Prozent für die vier Projekte vor. Die letzte Entscheidung trifft die nordrhein-westfälische Staatskanzlei auf Grundlage der eingereichten Vorschlagsliste. Die Auszahlung erfolgt über die NRW.Bank als Bewilligungsbehörde.


Projekte Die Verteilung der Mittel aus dem Landesprogramm sei einvernehmlich festgelegt worden, teilte Sura mit. Auf der Anlage der Viktoria wird der Tennen- in einen Kunstrasen-Platz umgewandelt. Der Umbau hat die höchste Priorität bekommen. 200.000 Euro soll die Landesregierung dazugeben. 30.000 Euro aus dem Fördertopf soll die Tennis-Abteilung der Viktoria erhalten, um einen Teil der Außenplätze zu sanieren. Borussia Veen benötigt Geld für die Bewässerungsanlage am Rasenplatz. Dafür sollen 2021 18.000 Euro aus Düsseldorf überwiesen werden. Der Reiterverein Eintracht Veen erhält 10.000 Euro für die Anschaffung eines mobilen Sanitär- und Toiletten-Containers am Turniergelände am Bergweg. 32.000 Euro werden „in der Hinterhand gehalten“, sagte Sura. Falls noch Anträge eingehen werden.

Gemeindezuschuss Die Vereine müssen sich mit mindestens zehn Prozent an den Projektkosten beteiligen. Über der verbleibenden Anteile will Bürgermeister Thomas Ahls dem Rat vorschlagen, diese Beträge in die jeweiligen Haushaltspläne einfließen zu lassen. Die Ratsmitglieder treffen sich wieder Ende März. Sura geht davon aus, dass die Politiker die vier Vorhaben unterstützen werden. „Aus den Fraktionen waren positive Signale zu vernehmen.“


Sportplatz-Sanierung Neben der eigentlichen Umgestaltung der Spielfläche steht eine weitere Baumaßnahme an. Schritt zwei umfasst Pflasterarbeiten oder auch die Kosten des neuen Flutlichts. Es wird mit einer Gesamtsumme von etwa 550.000 Euro kalkuliert. Vereinsvertreter der Viktoria haben zugesagt, sich mit Eigenleistung und Muskelkraft zu beteiligen, weiß Sura.


LG Alpen Auch die Leichtathletik-Gemeinschaft hatte einen Antrag (Bau eines Sozial-/Sanitärgebäudes) im Gesamtvolumen von brutto 240.000 Euro eingereicht. Da dieses Projekt aber als sehr problematisch und nicht finanzierbar definiert wurde – der Bedarf eines eigenen Gebäudes selbst wurde nicht in Zweifel gezogen –, wurde nach Alternativen gesucht. Es wurde eine kostengünstige Lösung gefunden. Der Verein ist bereit, den 2016 für die Versorgung von Geflüchteten erbauten Küchentrakt neben der Tennishalle mit einem Überlassungsvertrag zu übernehmen und das Gebäude umzubauen. Sura weiter: Im Gegenzug habe sich die Gemeinde verpflichtet, einen investiven Zuschuss zum Umbau (30.000 Euro) auf der Basis eines Werkvertrages zu leisten.


Großraumhalle Die Sportstätte am Schulzentrum muss saniert werden. Rund 250.000 Euro müssen wohl investiert werden. So kam während des Treffens im Rathaus auch die Frage auf, ob es für die Modernisierung Geld aus dem Landesprogramm „Moderne Sportsätten 2022“ geben könnte. Alpens Bürgermeister sagte, dass die Gemeinde Eigentümer und zugleich Betreiber der Großraumhalle und somit eine Förderung aus dem Topf nicht möglich sei. „Er will aber versuchen, dieses Projekt noch in in die Haushaltsplanung 2020 der Gemeinde Alpen aufzunehmen“, sagte Sura.