Lokalsport : Favorit im nächsten Kellerderby

Fußball-Landesliga: Auch gegen den SV Schwafheim, der das Tabellenende "ziert", sehen sich die Sonsbecker vor einem Kampf um den Klassenerhalt. Der Gegner aus Moers hat die letzten neun Partien allesamt verloren.

Die Erinnerungen an das Hinspiel sind Thomas von Kuczkowski, dem Trainer des SV Sonsbeck, noch sehr präsent. Es war sein zweites Spiel als sportlich verantwortlicher Mann auf der Bank nach der Demission von Günter Abel. Gegner war der SV Schwafheim, der in der 90. Minute ein zu diesem Zeitpunkt glückliches Siegtor von Stefan Schindler bejubelte. "Die Schwafheimer haben sich nachher wild gefeiert, weil sie uns in die Knie gezwungen haben. Das brauche ich am Sonntag im Rückspiel auf keinen Fall", sagt der Übungsleiter des Tabellenzwölften, der sich nach dem 1:0-Auswärtserfolg beim anderen Kreisrivalen VfL Repelen am vergangenen Wochenende etwas Luft verschaffen konnte.

Auch das letzte Heimspiel gegen Viktoria Buchholz liegt von Kuczkowski noch ganz bitter im Magen. Bei der 0:3-Niederlage gegen den Tabellenvorletzten fiel der SV Sonsbeck in sich zusammen. Alle guten Vorsätze schmolzen dahin, als die Duisburger durch Maurice Rybacki in der 21. Minute das Führungstor erzielten. "In dieser Situation spielte uns das Nervenkostüm einen Streich. Wir hatten noch ausreichend Zeit, um den Spieß herum zu drehen, aber die Beine gehorchten nicht mehr dem Kopf. Gegen Schwafheim dürfen wir solche Verhaltensweisen nicht an den Tag legen. Den Gegner durch eigene Fehler aufbauen, oder ein frühes Gegentor kassieren - so etwas darf sich nicht wiederholen. Wer sich die Tabelle anschaut und den Ernst der Lage nicht begreift, dem kann ich nicht helfen", meint der SVS-Coach.

Nominell sind die Sonsbecker - so sieht es auch ihr Trainer - sicher die bessere Mannschaft. Aber auch der SV Schwafheim kämpft noch um seine eher theoretische Chance, die Klasse zu erhalten. Selbst von 35 Gegentoren aus den letzten neun Spielen, die das Tabellenschlusslicht allesamt verloren hat, will sich von Kuczkowski nicht blenden lassen. "Wir müssen brutal darauf achten, dass wie unser eigenes Spiel durchdrücken. Namen hüben wie drüben interessieren mich nicht. Diese Partie müssen wir gewinnen - egal wie." Seine Mannschaft sollte gut auf dieses Duell vorbereitet sein. Kämpferisch überzeugte Sonsbeck in Repelen, spielerisch gab es einige Lichtblicke, die der Trainer regsitriert hat. Von Kuczkowski darf mit Ausnahme des letztmalig gesperrten Felix Terlinden aus dem Vollen schöpfen.

(RP)
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