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Eva Hilsenberg aus Budberg spielt in der U16-Nationalmannschaft

Eva Hilsenberg spielt bei der deutschen U16-Mädchen-Auswahl mit : Eine Budbergerin im Nationaltrikot

Eva Hilsenberg aus der C-Jugend des SVB hat an einem Lehrgang der deutschen U16-Fußballerinnen teilgenommen. Dort konnte sie viel mit der ehemaligen Nationalspielerin Lena Lotzen sprechen. Die 15-jährige Gymnasiastin überzeugt vor allem durch ihre Durchsetzungskraft.

Auch wenn sich Eva Hilsenberg deutlich mehr für den Fußball- als für den Tennissport interessiert, so schaut die C-Jugend-Spielerin des SV Budberg zuhause vor dem Fernseher doch immer sehr genau hin, wenn der spanische Wimbledon-Sieger Rafael Nadal in einem wichtigen Match den Schläger schwingt. „Er kämpft um jeden Punkt als wäre es sein Letzter und zieht einfach sein Ding durch. Das finde ich wirklich beeindruckend“ sagt die 15-jährige Schülerin, die sich diese Einstellung zum Vorbild nimmt und es so bis ins deutsche Fußball-Nationalteam der U16-Juniorinnen geschafft hat.

„Mir ist natürlich bewusst, dass das eine ganz besondere Ehre ist. Es wurden schließlich nur knapp 30 Mädchen aus ganz Deutschland dafür ausgewählt“, meint Hilsenberg über ihre einwöchige Teilnahme am DFB-Lehrgang in Duisburg-Wedau, an dem sie Anfang September teilgenommen hatte.

Nach Meinung ihres ehemaligen Trainers Nils Ahrens, der die Flügelspielerin vier Jahre lang beim SVB begleitete und aktuell im Jugendbereich von Rot-Weiss Essen tätig ist, habe sie sich diese Nominierung mehr als verdient: „Das geht voll auf ihre Kappe, weil sie einfach schon immer so einen ungeheuren Fokus hat. In jedem einzelnen Spiel und Training ist sie mit Feuereifer bei der Sache.“ Durch ihre Spielweise würde sie sich zudem von vielen anderen Spielerinnen in ihrer Altersklasse abheben. „Eva kommt vor allem über das Körperliche und überzeugt durch ihre Durchschlagskraft. Das ist schon ein Stück weit einzigartig“, so Ahrens. Ihre fußballerischen Stärken erkannte auch der DFB und lud Hilsenberg bereits in der vergangenen Saison für einen Lehrgang der U15-Mädchen ein.

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Diesmal sei die Trainingswoche bei der Nationalmannschaft aber noch ein Stück weit besonderer gewesen, da mit Lena Lotzen auch eine ehemalige Nationalspielerin an der Seitenlinie stand, sagte Hilsenberg. „Das war einfach nur cool. Sie hat eben genau das Gleiche durchlebt, wie wir alle in diesem Moment auch. Ich konnte wirklich sehr viele Erfahrungen von ihr mitnehmen.“

Vor allem als Lotzen über ihren Werdegang im Profifußball sprach, hörte das Budberger Talent genau hin. Denn auch sie würde zukünftig gerne einmal in den obersten Ligen auflaufen. „Einmal in der Bundesliga zu spielen, wäre natürlich mega. Aber ich träume auch davon, ins Ausland zu gehen. Vor allem die USA interessieren mich. Dort ist der Frauenfußball noch einmal höher angesehen als hier“. Momentan sei das aber sowieso nur ein Gedankenspiel, mit welchem sich die glühende Anhängerin des MSV Duisburg erst wieder befasst, sobald sie ihr Abitur am Amplonius-Gymnasium in Rheinberg absolviert hat.

Und vom SV Budberg, für den Hilsenberg schon seit den Bambini kickt, will sie sich aktuell sowieso noch nicht so schnell trennen. „Irgendwann wird vielleicht der Punkt kommen, wo ich wechsele. Aber momentan bin ich komplett zufrieden. Ich habe hier viele Freunde, werde von allen Seiten unterstützt und fühle mich sehr wohl. Es ist halt einfach ein richtig geiler Verein.“

Ihre Teamkollegen werden sicherlich auch ganz genau hinschauen, falls Eva Hilsenberg für einen weiteren Lehrgang nominiert wird und dann auch endlich ihr erstes Länderspiel bestreiten kann. Aufgrund von Corona wurde ihr diese Möglichkeit bisher noch verwehrt. „Das ist natürlich schade. Aber ich will meinen Weg gehen und mich weiter verbessern, um auch beim nächsten Mal wieder dabei sein“. Ihre positive Einstellung treibt Eva Hilsenberg eben immer weiter an.