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Fußball: "Es ist eine Herzensangelegenheit für mich"

Fußball : "Es ist eine Herzensangelegenheit für mich"

Fußball-Bezirksliga: Der neue alte Trainer des SV Sonsbeck II sollte morgen gegen den Tabellenzweiten Wa./Wa. möglichst nicht verlieren.

Sonsbeck Im Abstiegskampf der Fußball-Bezirksliga setzt der SV Sonsbeck II ab sofort auf einen neuen Trainer an der Seitenlinie. Nach der Entlassung von Georg Thüs ist mit Thomas Dörrer nun ein alter Bekannter für die Mannschaft verantwortlich. Acht Punkte Rückstand hat der SVS II auf einen Nichtabstiegsplatz. Auf Dörrer wartet also eine echte Herkulesaufgabe.

Herr Dörrer, sie haben im Sommer 2013 aus beruflichen Gründen ihren Rücktritt als Trainer der zweiten Mannschaft erklärt, nun kehren Sie zurück. Lässt das ihre Zeit überhaupt zu?

Thomas Dörrer Ich habe mich ja vor zwei Jahren selbstständig gemacht. Mittlerweile habe ich den Betrieb am laufen, und alles hat sich eingespielt. Nach Rücksprache mit meiner Frau bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ein Trainerjob neben der Arbeit im Eiscafé wieder machbar ist.

Wie lange haben sie überlegen müssen, ehe sie dem Vorstand des SV Sonsbeck die Zusage geben konnten?

Dörrer Es war keine einfache Entscheidung für mich, denn es ist nach wie vor ein Spagat. Aber ich fühle mich der zweiten Mannschaft einfach verbunden und möchte dabei helfen, sie sportlich wieder in die Erfolgsspur zurückzuführen. Es ist eine Herzensangelegenheit für mich.

Was trauen sie sich und ihrer Mannschaft im Abstiegskampf noch zu?

Dörrer Natürlich bin ich mir bewusst darüber, wie ernst die Situation ist und ich beschäftige mich auch mit einem möglichen Abstieg. Wir fahren also bei unseren Planungen derzeit zweigleisig. Dennoch werde ich zusammen mit dem Team alles daran setzen, dass wir in der Bezirksliga bleiben können. Dafür bedarf es nach meiner Rechnung allerdings wohl sieben Siege aus den verbleibenden elf Spielen - und einer großen Portion Glück.

Bisher hat der SVS II aus 21 Partien nur fünf Siege geholt. Was können sie tun, um die Wende einzuleiten?

Dörrer Ich bin auch kein Messias. Aber zum einen glaube ich, dass ein Trainerwechsel neue Kräfte freisetzen kann und die Spieler noch einmal neu motivieren kann. Darüber hinaus versuche ich, im Training den Hebel umzulegen. Wir trainieren viel in Spielformen und wollen ab jetzt wieder offensiver Fußball spielen. Es geht auch einfach darum, den Jungs Erfolgserlebnisse zu verschaffen.

In den nächsten Wochen stehen mit den Duellen gegen den TSV Wa./Wa. und den VfB Uerdingen die Spiele gegen die beiden Topteams der Liga auf dem Programm. Freuen sie sich auf die Herausforderung?

Dörrer Es ist eine extreme Situation, bei diesen Spielen wieder auf die Trainerbank zurückzukehren. Zudem ist die personelle Situation derzeit schwierig. Beim Wa./Wa.-Spiel am Sonntag sind voraussichtlich acht Spieler meines Kaders nicht da. Viel zu verlieren haben wir daher aus meiner Sicht erstmal nicht.

JOHANNES HEIMING FÜHRTE DAS GESPRÄCH.

(jhei)