Nur acht Spieler im Kader: Ersatzgeschwächte BG Lintfort chancenlos

Nur acht Spieler im Kader : Ersatzgeschwächte BG Lintfort chancenlos

Basketball-Regionalliga: In Salzkotten kassierte das Schlusslicht mit 70:96 die nächste Niederlage.

Sie bleiben am Ende der Regionalliga-Tabelle kleben. Die Herren der BG Lintfort waren mit acht Mann letztlich ohne Chance und verloren das Kellerduell mit 70:96 (37:43) bei den Accent Baskets Salzkotten. Eine Halbzeit hielt die dezimierte Mannschaft ganz gut mit. Doch irgendwann hatte die BGL kräftemäßig nichts mehr entgegenzusetzen.

So stand die lange Anfahrt ins Paderborner Land für die Regionalliga-Basketballer schon von Beginn an unter keinem guten Stern. Denn das Team von Tobias Liebke reiste nur mit einem sehr kleinen Kader an. Vor allem auf der Aufbauposition klaffte eine große Lücke. Oskar Mellmann und Michael Schmak fehlten aus persönlichen Gründen, am Morgen vor der Partie meldete sich auch noch Nachwuchstalent Lennart Schild krank. So kam Cem Karakaya, der inzwischen für die zweite Mannschaft der Lintforter spielt, zu seinem Regionalliga-Debüt – und machte seine Sache auch mehr als ordentlich.

Karakaya stand direkt in der Anfangsformation und ordnete das Spiel der BGL durchaus passabel. Immer wieder setzte er Akzente von außen, fand aber auch die freien Mitspieler. Da auch die Verteidigungsarbeit der Gäste stimmte und die starken Akteure der Salzkottener zunächst im Griff gehalten werden konnten, gingen die Spieler von Coach Liebke mit einer knappen Führung ins zweite Viertel (19:17).

Doch schon in diesem drehten die Gastgeber langsam, aber sicher auf. Vor allem Felix Wenningkamp, Hanno Kretschmann und Dominik Wolf waren kaum noch zu stoppen. Nichtsdestotrotz hielt die dezimierte BGL tapfer dagegen und brachte ihre eigenen Stärken ein. Auf Lintforter Seite waren es Till und Thomas Achtermeier sowie Janosch Feige, die offensiv vorangingen und die Führung der Gastgeber bis zur Halbzeit auf ein aufholbares Maß schrumpfen ließen.

Doch nach dem Seitenwechsel machte sich dann nach und nach der Kräfteverschleiß bemerkbar. Liebke musste immer häufiger wechseln, um seinen Akteuren eine Verschnaufpause zu verschaffen. Nachdem die BGL in der 25. Minute beim 47:49 aus ihrer Sicht noch in Tuchfühlung war, lief sie zum Start des Schlussviertels bereits einem Zwölf-Punkte-Rückstand hinterher (68:56).In den letzten zehn Minuten war die Luft vollends raus.

Liebke resümierte: „Es ist eben so, dass wir Ausfälle nicht mal so eben kompensieren können. Das fing schon vor der Saison mit den schweren Verletzungen an und zieht sich weiter durch die Saison. Dennoch geben die Jungs in jedem Spiel ihr Bestes, und davor kann man nur den Hut ziehen. Wir werden nächste Woche wieder neu angreifen.“ Punkte: Ti. Achtermeier (15), Feige (13), Th. Achtermeier, Ebiballari (e 11), Karakaya (10), Krüger (8), Sengutta (2).

(woja)
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