Lokalsport: Ekstase im WM-Stadion - zwei Ossenberger in Sotschi

Lokalsport : Ekstase im WM-Stadion - zwei Ossenberger in Sotschi

Als Toni Kroos in der Nachspielzeit im Olympiastadion von Sotschi das siegbringende Tor zum 2:1 für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegen Schweden erzielte, fielen sich auch zwei Ossenberger jubelnd in die Arme.

André Hoffacker (42) und Silas Baumbach (20) saßen auf Höhe der Mittellinie. "Das war die komplette Ekstase", sagte Hoffacker am Tag danach. Baumbach vermied es gestern, viel zu sprechen. Er war vom Anfeuern heiser. Baumbach hatte die Eintrittskarten gewonnen. Heute Nachmittag fliegen sie zurück nach Hause - mit ganz vielen tollen Erinnerungen.

Nach 17-stündiger Anreise mit Zwischenstation in Moskau waren Hoffacker und Baumbach im Hotel im Olympia Park angekommen. Das lag in Sichtweite des Stadions - "die Unterbringung war also perfekt", so Hoffacker. Ein Ausflugsziel der Ossenberger war die Strandpromenade. "Wir hatten gehofft, dass wir d dort vielleicht Nationalspieler antreffen." Die ließen sich aber nicht blicken und bereiteten sich ohne Fankontakt aufs Spiel am Abend vor. Vor dem Stadion trafen die zwei nur wenige Anhänger aus Deutschland an. Hoffacker: "Das war schon komisch. Es liefen etliche Leute mit Deutschland-Trikots rum, die aber aus China oder anderen Ländern kamen." Die schwedischen Fans seien in der Überzahl gewesen. "Und das war auch im Stadion so. Die haben mehr Stimmung gemacht. Die deutschen Fans war auf verschieden Blöcke verteilt."

Das war beim Tor zum 2:1 aber wurscht. "Einfach Wahnsinn. Für mich war die deutsche Mannschaft eigentlich schon raus aus dem Turnier", sagte Hoffacker, der mit Baumbach zu den letzten Anhängern gehörte, die euphorisiert das Stadion verließen. Die zwei hatten erwartet, dass sich die Adelträger nochmals auf dem Rasen zeigen. Hoffacker: "Doch die Spieler kamen leider nicht mehr aus. Das war schon schade."

(put)
Mehr von RP ONLINE