Leichtathletik: Ein Zweikampf der Zwillinge um Rang eins

Leichtathletik: Ein Zweikampf der Zwillinge um Rang eins

176 Kinder "bevölkerten" am Sonntagmorgen die Halle an der Bahnhofstraße. Nach drei Jahren hatte der TuS Xanten wieder die Organisation der regionalen Kreismeisterschaften unter dem Dach der acht- bis elfjährigen Leichtathleten übernommen. Besonders eine Disziplin bot wegen ihrer Seltenheit einige Herausforderungen – der Standweitsprung.

"Ich bin es gewohnt, erst zu rennen und dann zu springen", erklärt Matthias Schullenberg vom SV Sonsbeck. Bei 1,66 Metern landete er im ersten Versuch. "Im Training haben wir das öfter geübt, aber nicht gemessen." Die 30 Meter war der Elfjährige da bereits gesprintet. "Nach dem Weitsprung kommt nur noch die Staffel", erklärte der Youngster: Zum zweiten Mal nimmt er Schwung und springt ab. 1,68 Meter, er ballt die Faust. "Noch etwas weiter", freut er sich. Ganz aufgeregt war auch Hannah Kempken vom SV Millingen. Zum ersten Mal nahm sie in der W8-Wertung an einer Meisterschaft teil. "Sprinten kann ich am besten", weiß der Schützling von Andrea Meyer und Jeannine Coenen. 6,13 Sekunden benötigt die kleine Athletin für die 30m-Strecke. Um ein Jahr an Erfahrung reifer ist Merle Dielkus vom VfL Repelen. Locker gewann sie ihren Vorlauf bei den Neunjährigen (5,73). "Ich wünsche mir, dass ich unter die ersten Acht komme. Das war mir im letten Jahr gelungen." Drei Stunden später hatte es Merle geschafft. Zufrieden nahm sie als Dritte ihre Urkunde entgegen. Einen packenden Dreikampf lieferte sich Eileen Mewes vom TuS gegen die Sonsbeckerinnen Judith und Sonja Martens im Hochsprung der W11. Während sich die Xantenerin als Dritte auf 1,27 Metern steigerte, verbesserten sich die Zwillinge sogar auf 1,30 Meter. Mit einem Fehlversuch weniger schnappte Judith ihrer Schwester den Titel vor der Nase weg. "Das passiert oft, dass wir dieselbe Höhe haben, aber unterschiedlich viele Fehlversuche", erklärte Sonja, die sich aber revanchierte. Im Standweitsprung mit 2,23 Metern und über die 30 Meter war ihr Gold nicht zu nehmen.

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(RP)