Durchwachsener Start mit zwei Punkten für den TuS Xanten

Handball : Durchwachsener Start mit zwei Punkten für den TuS Xanten

Beim Bezirksligisten griffen im Auftaktspiel noch nicht alle Rädchen ineinander. Die HSG Alpen/Rheinberg gewann immerhin eine Halbzeit. Die TuS-Frauen bezahlten Lehrgeld.

Es war ein Spiel zwischen zwei Bezirksliga-Mannschaften, denen zugetraut wird, um den Aufstieg mitzumischen. Dass der TuS Xanten BW Dingden mit 28:25 (14:14) bezwang, wollte Trainer Falko Gaede aber richtig eingeordnet wissen. Die Saison sei noch lang, und seine Mannschaft hätte nach einer suboptimalen Vorbereitung ohnehin noch etliche Defizite. Über die Meisterschaft werde in Xanten nicht gesprochen. Der Heimerfolg zum Auftakt sei schön, aber „auch eine schwere Geburt gewesen“, sagte Gaede.

Der TuS lag in der ersten Halbzeit nur zweimal vorne, nach 24 Sekunden mit 1:0 und in der zweiten Minute (2:1). „Die Abwehr kam nicht so zum Zug. Und 14 Gegentreffer sind eindeutig zu viel“, meinte der Coach, der zu viele einfache Fehler sah. Nach der Pause erinnerte Gaede sein Team in der zweiten Auszeit (45.) eindringlich daran, doch endlich den Schalter umzulegen. Es dauerte bis zur 50. Minute, bis die Hausherren Oberwasser bekamen. Der TuS legte nun vor. Das fünfte Siebenmeter-Tor von Fabian Eichler (59.) ließ endgültig alle Zweifel verschwinden, dass Xanten die Halle nicht mit zwei Punkten verlässt. Gaede sprach von einem „durchwachsenen Start“. Am Samstag wartet der SV Neukirchen II – eine Mannschaft, der ebenfalls der Aufstieg zugetraut wird.

Die Xantener Frauen mussten für ihr erstes Landesliga-Spiel nach dem Wiederauftieg bis nach nach Mönchengladbach zum TV Beckrath fahren. Das Ergebnis war enttäuschend. Mit 16:28 (7:14) zogen die Domstädterinnen den Kürzeren. „Wie erwartet, müssen wir uns erst an das rauere Klima in dieser Liga gewöhnen“, sagte Coach Harald Metsches, dem nur zwei Wechselspielerinnen zur Verfügung standen.

In der Anfangsphase konnte der TuS dem hohen Tempo noch recht gut standhalten. Pia Oenning warf das erste Landesliga-Tor für den Aufsteiger. Beim Stand von 4:4 setzten sich die Gastgeberinnen ab. Xanten leistete sich zu viele Unzulänglichkeiten. In der Defensive fehlte der Zugriff. „In Hälfte zwei versuchten wir nochmal alle Kräfte zu mobilisieren“, so Metsches. Trotz der klaren Kräfteverhältnisse stimmte bei seinem Team die Moral. „Einstellung und Wille waren da.“ In der Schlussviertelstunde brachte sich der Neuling um ein freundlicheres Resultat, weil der TuS sechs Minuten in Unterzahl agierte.

Die Geduld der Bezirksliga-Handballer der HSG Alpen/Rheinberg wird arg strapaziert. Wobei sie es selber in der Hand haben, dies zu ändern. Seit dem Aufstieg im Sommer 2018 wartet die Mannschaft auf den ersten Punkt. Auch das Auftaktspiel der neuen Spielzeit ging verloren. 23:27 (10:20) endete die Begegnung beim HC TV Rhede. Trainer Frank Conrad war aber keineswegs desillusioniert: „Wir haben gezeigt, dass wir in dieser Liga bestehen können.“

Die erste Hälfte verschliefen die Gäste allerdings. „Wir haben nicht reingefunden und vorne zu viel versiebt.“ In der Pause wurde über die Fehler in der Abwehr gesprochen. Vor allem die Rheder Rückraum-Spieler hatten zu viele Freiräume. Nach Wiederanpfiff agierte die HSG aggressiver. „Ich habe eine super Teamleistung gesehen. Wir haben die zweite Halbzeit verdient mit 13:7 gewonnen.“ Ab der 55. Minute ließen die Gäste keinen Gegentreffer mehr zu.

Mehr von RP ONLINE