Fußball-Kreisliga A : Durchhalteparolen beim SV Orsoy

Fußball-A-Liga: Beim Schlusslicht fällt jetzt auch noch der Trainer aus. Am Sonntag ist der Tabellenvorletzte zu Gast.

Ein Blick auf die Tabelle der Fußball-Kreisliga A genügt, um festzustellen, dass der SV Orsoy im 101. Jahr seines Bestehens wieder der Absturz in die B-Liga droht. Ein mickriges Pünktchen, geholt beim 2:2 am ersten Spieltag in Asberg, steht bislang in der Bilanz der Grün-Weißen zu Buche. Der letzte Rang ist damit das Spiegelbild einer bislang völlig verkorksten Hinserie.

Die Verletzungsmisere ist ein Hauptgrund für die Krise. Sie zieht sich wie ein roter Faden durch die laufende Saison. Sogar der Trainer blieb nicht verschont. Daniel Zvar laboriert an einem Anriss der Patellasehne. Am morgigen Freitag wird sich entscheiden, ob der Coach unter das Messer muss.

Vom Krankenbett aus lässt er sich via Telefon über die Geschehnisse im Kader des Tabellenletzten informieren und versucht, Co-Trainer Bernd Voigt zu unterstützen. Der leitet im Moment die Geschicke der A-Liga-Mannschaft. Sollte bei Zvar kein medizinischer Eingriff erforderlich sein, dürfte er in zwei Wochen wieder auf dem Platz stehen.

Neben dem lädierten Trainer erwischte es auch zahlreiche Stammkräfte. Masen Kurdi hatte sich im ersten Vorbereitungsspiel gegen den Bezirksligisten GSV Moers verletzt und gehört erst seit kurzem wieder zum Kader. Viktor Huber zwickt es an der Wade, Stürmerkollege Erkan Ayna schied in der ersten Saison-Partie mit einer Innenband-Verletzung aus und hat seitdem kein Punktspiel mehr für die Orsoyer bestritten.

Aber es gibt auch hausgemachte Probleme. Aus der A-Junioren-Mannschaft des VfB Homberg sollten zwei Akteure seit dem 1. September für den SVO spielen. Jedoch gelang es den Orsoyer Offiziellen nicht, die beiden rechtzeitig im Verein anzumelden. Sie taten dies erst am 4. September – vier Tage zu spät für Joshua Issiaka Pawlinski und Hayati Kaymaz. Sie dürfen nun erst ab 1. November den grün-weißen Dress überziehen.

Trotz aller Widrigkeiten glaubt Zvar an den Klassenerhalt. „Wenn es uns gelingt, bis zur Winterpause Kontakt zu den Nicht-Abstiegsplätzen zu halten, und wir auch endlich einmal mit dem kompletten Kader auf dem Platz stehen, dann ist noch alles möglich“, sagte der optimistisch gestimmte Trainer. Möglicherweise kann dann auch jemand mithelfen, den Zvar noch aus seiner Trainertätigkeit beim Rumelner TV kennt.

Marco Tietze ist vor einigen Monaten nach Baerl gezogen und hat schon beim SVO mittrainiert. „Aber fest ist noch nichts“, so Zvar, der auf eine baldige Entscheidung des 29-jährigen Angreifers hofft, der Bezirksliga-Erfahrung mitbringt. Daneben wird in Orsoy weiter nach einem zweiten Torhüter gesucht.

Am kommenden Sonntag muss die dezimierte Mannschaft ein Zeichen setzen. Der SVO erwartet den SV Scherpenberg II. Die Gäste sind mit drei Punkten Vorletzter und ebenfalls noch sieglos.

Mehr von RP ONLINE