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Dreiband-Bundesliga: BC Xanten verliert in St. Wendel und Elversberg

Dreiband-Bundesliga : Xantener bezahlen im Saarland zweimal Lehrgeld

Die Dreiband-Mannschaft des GBX startete mit zwei klaren Auswärtsniederlagen in die Bundesliga-Saison. beim BC St. Wendel setzte es die Höchstrafe, beim BC Elversberg gewann nur Neuzugang Ramazan Durdu seine Partie.

Der Saisonauftakt in der stärksten Dreiband-Liga der Welt war für die Mannschaft des Billardclub „Am grünen Brett“ Xanten nicht von Erfolg gekrönt. Die Domstädter gingen am ersten Doppel-Spieltag leer aus. Im Saarland ging zunächst die Partie beim BC St. Wendel mit 0:8 verloren, tags darauf setzte es eine 2:6-Niederlag beim BC Elversberg. „Es war mehr drin für uns. Wir haben klar gemerkt, dass man schon ein glückliches Händchen haben muss, um am Ende der Spielzeit nicht zu den Absteigern zu gehören“, sagte Roger Liere, der Kapitän des Bundesliga-Teams.


Spiel in St. Wedel In der ersten Runde war Dirk Harwardt gegen einen starken Daniel Schwerdtfeger chancenlos. Bei der 24:50-Pleite in 39 Aufnahmen hatte der Xantener nichts zu bestellen. Am anderen Tisch erwischte Jack van Peer einen rabenschwarzen Tag und unterlag Lutz Schwab mit 48:50 in 67 Aufnahmen. In der zweite Runde verlor Liere gegen den Tschechen Radovan Hajek äußerst unglücklich mit 45:50 in 44 Aufnahmen. Eine Partie auf hohem Niveau zeigte Huub Wilkowski gegen den mehrmaligen Welt- und Europameister Dick Jaspers, der ordentlich kämpfen musste, bis sein 50:45-Erfolg in 34 Aufnahmen feststand.

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Spiel in Elversberg Die Niederrheiner traten ohne Spitzenmann Wilkowski an, weshalb Neuzugang Ramazan Durdu sein Debüt gab. Er war’s dann auch, der mit einer starken Leistung gegen Volker Marx das Spiel mit 50:43 in 31 Aufnahmen für sich entschied. Am anderen Billard hatte Liere gegen den türkischen Weltklassespieler Murat Naci Coklu keine Chance. Der Kapitän musste sich mit 37:50 im 32 Aufnahmen geschlagen geben. Und auch in der zweiten Runde gab es für die Xantener nichts zu holen. Der Spanier Carlos Crespo war mit 50:24 in 29 Aufnahmen gegen van Peer erfolgreich. Harwardt stand Klaus Bosel gegenüber. Der Elversberger triumphierte mit 50:24 in 28 Aufnahmen und sorgte für lange Gesichter bei den Gästen.


Die nächsten Aufgaben  Am 16. und 17.Oktober stehen zwei Heimspiele für die Xantener Auswahl an. Gegner sind der ATSV Erlangen, der ganz oben angreifen will, sowie der Billardclub München. „Da gilt es, zu punkten, damit wir nicht schon stark unter Druck geraten“, meinte Harwardt. Und der 51-jährige Liere ergänzte: „Wir setzen da auf unseren Heimvorteil.“


Die Aussichten Jeweils 18 Spiele bestreitet jede Bundesliga-Mannschaft in dieser Saison, um den Meister und vier Absteiger zu ermitteln. „Wir müssen womöglich bis zu 15 Punkte holen, um drin zu bleiben. Für einen Sieg gibt es drei Zähler, für ein Remis nur einen. Ein Unentschieden ist also nichts wert.“, so Liere, der seiner Mannschaft den Klassenerhalt weiter zutraut. Nur müssten alle eben in bester Verfassung sein, damit was Zählbares herausspringt.

Der Kapitän sagte: „Erfolg hängt auch im Dreiband ganz stark vom Geld ab. Wenn sich ein Sponsor bereit erklären würde, 50.000 Euro in die Xantener Mannschaft zu investieren, dann würden wir mit den entsprechenden Verstärkungen Deutscher Meister und Pokalsieger.“ Doch Liere unterstreicht, dass sie beim BC „Am grünen Brett“ eigentlich „gar keine Retorten-Mannschaft“ wollen, sondern ein Team mit Spielern, die fassbar seien und nicht gleich nach den Partien das Vereinslokal verlassen. Und daher sind Pleiten wie die in St. Wedel und Elversberg zwar ärgerlich, aber nicht weiter tragisch.