Fußball-Regionalliga : Dortmunds U23 bestraft Homberger Fehler

Der Aufsteiger musste sich mit 0:3 geschlagen geben. Kapitän Dennis Wibbe verletzte sich erneut.

Sich in einer Kabine des Signal Iduna Parks, in der auch schon Superstars wie Christiano Ronaldo gesessen haben, für ein Meisterschaftsspiel umzuziehen, ist wahrscheinlich für jeden Fußballer ein Traum. „Die waren schon etwas größer“, hatten die Katakomben im Fußballtempel von Borussia Dortmund auch für Dennis Wibbe einen besonderen Reiz. Aus der Kabine heraus ging es für den Kapitän des VfB Homberg und sein Team dann freilich nicht in die Richtung der großen Fußballbühne des Deutschen Vizemeisters, sondern in die entgegengesetzte zum Stadion Rote Erde. Und da holte die Gelb-Schwarzen beim 0:3 (0:1) gegen die U 23 des BVB sofort wieder der harte Alltag in der Regionalliga ein.

„Dass wir nach einer Minute das Gegentor bekommen, ist natürlich suboptimal“, galt es für Wibbe & Co. nach dem Treffer durch Joseph Boyamba, der Markus Wolf vernaschte und ins lange Eck schoss, gleich wieder einem Rückstand hinterher zu rennen. „Das sind solche Kleinigkeiten, die wir besser machen müssen, damit wir uns nicht selbst solche Eier reinlegen“, sagte der Kapitän, der nach einwöchiger Auszeit wegen muskulärer Probleme wieder in der Startelf stand, zur Pause aber aus dem Spiel ging.

„Nach einem Sprint hat es plötzlich wieder gezogen. In den ersten 40. Minuten habe ich nichts gemerkt“, hofft Wibbe, dass eine Untersuchung am Montag, keine schlimmere Diagnose ergibt. Janßen sah ein lange offenes Duell, in dem seine Elf vor 886 Zuschauern bis auf zwei Schüsse von Chris Führich (39., 61.) kaum etwas zuließ und beim Kopfball von Danny Rankl aus drei Metern auch schon fast den Ausgleich bejubelt hätte. Hätte Oelschlägel den Ball nicht noch irgendwie um seinen Kasten gelenkt (58.). „Keine Ahnung, wie er den hält“, war auch Janßen verwundert. „Eigentlich war der drin.“ Doch schließlich konnte Führich bis in den Strafraum der Homberger spazieren wo ihn Pierre Nowitzki, der für Can Serdar in die Startelf zurück gekehrt war, nur mit einem Foul stoppen konnte. Den fälligen Elfer verwandelte der Gefoulte selbst.

Die Hoffnung gaben die anrennenden Gäste vom VfB dennoch nicht auf. Wirkliche Gefahr konnte aber nur noch ein Freistoß von Nurettin Kayaoglu ausstrahlen, der knapp über das Tor strich (82.). Stattdessen leistete sich der VfB durch einen für Janßen „fahrlässigen“ Ballverlust in der Mittelfeldzentrale, einen weiteren der wenigen Fehler – den bestrafte Steffen Tigges mit dem 3:0 in der Nachspielzeit sofort.

Die Homberger gingen abgeklärt zu Werke – und erhobenen Hauptes zurück in die BVB-Kabinen. „Wir hatten viel Ruhe am Ball und haben ein ordentliches Regionalliga-Spiel gemacht“, so Janßen. „Nur dafür kriegen wir leider nichts.“

Es spielten: Gutkowski; Urban, Berisha Koenders (85. Schmitt), Walker, Nowitzki (74. Serdar), Jafari, Wolf (87. Rybacki), Wibbe (46. Kayaoglu), Rankl, Lorch.

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