"Donatha" in Kür etwas müde

Durchaus als kontinuierliche Leistungssteigerung ist der Auftritt von Ellen Schulten-Baumer aus Rheinberg beim CHIO in Aachen zu bewerten. Im Grand Prix Special am Samstag verbesserte sich die 30-jährige Amazone mit ihrer Stute Donatha auf Rang zwölf des Klassements. Das brachte ihr als drittbeste Vertreterin Deutschlands die Qualifikation für die abschließende Kür gestern Vormittag und damit das Erreichen ihrer eigenen Zielsetzung ein.

Vor ausverkauften Rängen in der Aachener Soers gelang ihr da noch einmal ein fehlerfreier Vortrag, der mit Rang neun bewertet wurde. "Ich bin zwar mit den Platzierungen nicht ganz einverstanden, aber unsere Leistung war absolut in Ordnung. Leider mussten wir sehr früh ran, so dass sich die Wertungsrichter dann immer noch ein wenig zurück halten", meinte die Rheinbergerin gestern. Bei hohen Temperaturen mussten Ross und Reiterin den Anstrengungen der letzten Tage Tribut zollen. "Donatha war in der Kür vielleicht etwas müde. Das ging mir nicht viel anders", so Ellen Schulten-Baumer, die sich gute Chancen für die Nominierung ins Team für die Europameisterschaft Ende August im englischen Windsor ausrechnet.

Allerdings hat sich Bundestrainer Holger Schmezer noch nicht abschließend festgelegt, wen er mit zu den kontinentalen Titelkämpfen nach Windsor Castle mitnehmen wird. "Wir haben Einschläge, die nicht normal sind", sagte der Dressur-Bundestrainer. "Wir müssen sehen, dass wir die Silbermedaille im Blick behalten."

Für Fassungslosigkeit hatte die Verletzung von Ulla Salzgebers Pferd Herzruf's Erbe gesorgt, das beim Einritt zum Grand Prix Special urplötzlich lahmte. Insgesamt schnitten die deutschen Dressurreiter beim CHIO 2009 in Aachen so schlecht ab wie noch nie. Beim Turnier in Verden ab dem 5. August soll es dann eine letzte EM-Sichtung geben.

(RP)