Fußball : "Die Familie geht vor"

Nach zehn Jahren wird Fußballer Norbert Quinders im Sommer zu seinem Heimatverein DJK Labbeck/Uedemerbruch zurückkehren (die RP berichtete). Für den Stürmer (30) aus Sonsbeck, der derzeit noch beim Bezirksligisten SV Grieth spielt, ist der Wechsel zum B-Ligisten kein sportlicher Abstieg, sondern eine Entscheidung für die Familie.

Herr Quinders, Sie befinden sich im besten Fußballeralter. Warum zieht es Sie in die B-Liga?

Norbert Quinders Es waren rein private Gründe, die für den Wechsel ausschlaggebend waren. Die Familie geht nunmal vor. Ich habe Gespräche mit Jupp Tenhagen (der künftige Trainer des SV Grieth, die Red.) geführt und für mich entschieden, dass der Aufwand zu groß wäre. Er ist ein Trainer mit hohen Ansprüchen. Und schließlich liegt Grieth nicht gerade um die Ecke. Außerdem bricht meine Fahrgemeinschaft in der nächsten Saison auseinander. In Labbeck möchte ich mithelfen, etwas Neues aufzubauen. Zudem spielen Cousins von mir dort.

Gab's keine anderen Angebote von höherklassigen Vereinen?

Quinders Doch, es gab Anfragen vom SV Walbeck oder Viktoria Goch. Ich habe aber keine Gespräche geführt, weil ich mich vorher schon entschieden hatte, nach Labbeck zu gehen.

Mit welchen Zielen kehren Sie zu ihrem Heimatclub zurück?

Quinders Mein Ziel ist es, in der nächsten Saison oben mitzuspielen. Thomas Haal (Coach der DJK, die Red.) meinte, ich würde der Mannschaft vorne am ehesten weiterhelfen. Ich hoffe natürlich, viele Tore zu schießen. Als spielender Co-Trainer denke ich, einiges von ihm lernen zu können. Denn ich kann mir durchaus vorstellen, in einigen Jahren als Chefcoach an der Seitenlinie zu stehen.

René Putjus führte das Gespräch.

(RP)