Fußball: Die Budberger Gruselsaison setzt sich in Bocholt fort

Fußball : Die Budberger Gruselsaison setzt sich in Bocholt fort

Fußball: Das Schlusslicht verlor auch das Kellerduell bei der Borussia deutlich mit 1:5. Fatih Sanverdi erzielte die Führung.

Für den SV Budberg wird die Saison immer gruseliger. Der Tabellenletzte konnte in der Fußball-Landesliga im Abstiegsduell bei Borussia Bocholt erneute keinen "Dreier" holen. Nach einer guten ersten Halbzeit unterlag die Mannschaft von Trainer Peter Scheuren gestern deutlich mit 1:5 (1:0).

Der Coach verstand nach dem Schlusspfiff die Fußballwelt nicht mehr. "Wir waren in der ersten Hälfte tonangebend und hätten sogar mit zwei oder drei Toren führen müssen. Und dann lassen wir uns nach der Pause abschießen."

Die durch die kurzfristigen Absagen von Ulf Albeck (Leistenprobleme) und Adrian Woitke (Erkältung) notwendigen Umstellungen machten sich zu Beginn nicht bemerkbar. Budberg bestimmte das Spiel und konnte bereits nach zehn Minuten mit 1:0 in Führung gehen. Fatih Sanverdi versenkte eine mustergültige Flanke von Kapitän Tim Pacynski per Kopf. Danach erspielte sich das sieglose Schlusslicht einige gute Möglichkeiten. Die besten Chancen vergaben Benedikt Franke, Tobias Schmitz und Sanverdi. Vom Gastgeber war im ersten Durchgang nicht viel zu sehen. Bocholt fiel lediglich durch viel Unruhe in den eigenen Reihen auf.

"Die Spieler meckerten sich gegenseitig nur an und sahen einige gelbe Karten", bemerkte Scheuren. Nach dem Seitenwechsel traute er dann aber seinen Augen nicht. Die Gäste kamen wie verwandelt aus der Kabine und sahen nur noch zu. "Das ist wirklich frustrierend. Wir haben kein Bein auf die Erde bekommen," ärgerte sich Budbergs Chefcoach und fügte noch hinzu: "Es war in dieser Saison noch nie so einfach, drei Punkte zu holen." In der 48. Minute schnappte sich der eingewechselte Christopher Refke den Ball an der Mittellinie, startete ein Solo und erzielte den Ausgleich. Maurice Bill markierte freistehend das 2:1 (59.).

Nur fünf Minuten später erhöhte Yannick Schwanekamp auf 3:1. Schwanekamp war es auch, der in der 71. Minute das 4:1 erzielte. Refke traf schließlich zum 5:1-Endstand (81.). In der zweiten Halbzeit fehlte beim SVB einfach alles. Die Bocholter konnte schalten und walten wie sie wollten. Budberg kam überhaupt nicht mehr in die Zweikämpfe. Es fehlte die Aggressivität, der Gegner hatte viel zu viele Freiräume. Kein Budberger Spieler wehrte sich gegen die Niederlage. "Alle waren zu ruhig. Es fehlte ein Leader, der auch mal ein Zeichen setzt und ein taktisches Foul begeht", meinte ein enttäuschter Scheuren, der von einer schweren Woche sprach. "Die Jungs sind jetzt alle zutiefst betrübt. Wir hatten uns viel mehr vorgenommen — und dann so was."

Am nächsten Sonntag empfängt der SVB den SV Straelen zum nächsten Kellerduell. Keeper Patrick Seitz gehörte gestern wieder zum Kader und steht auch für die kommenden Partien zur Verfügung. Ulas Özpolat fehlte berufsbedingt.

(aeg)
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