Fußball: Der TuS Asterlagen braucht in der Relegation einen Kantersieg

Fußball : Der TuS Asterlagen braucht in der Relegation einen Kantersieg

Um noch in die Kreisliga A aufsteigen zu können, muss die Mannschaft von Trainer Tugay Yilmazer mit mindestens acht Toren Differenz gewinnen.

Es gibt mitunter Sachen, die bereut man schon kurze Zeit darauf. Zum Beispiel, wenn man sich drei Arbeitsstunden frei nimmt, um pünktlich beim Spiel der Konkurrenz zu sein. „Und dafür auch noch Eintritt zahlt“, ärgert sich Tugay Yilmazer. Der Trainer, der den TuS Asterlagen in die Aufstiegsrelegation zur A-Liga geführt hat, war am Mittwoch nach Büderich gereist.

Dort griff der heimische SV erstmals ins Geschehen ein, besiegelte mit dem 1:8 gegen den TuS Xanten seinen Abstieg aus der A-Liga und ließ Yilmazer am Rande nur noch mit dem Kopf schütteln. „Solch eine schwache Leistung der Büdericher hatte ich nun wirklich nicht erwartet“, erklärte der TuS-Trainer, dessen Auswahl durch den leicht errungenen Xantener Kantersieg mächtig unter Druck steht. Wollen die Asterlagener noch an den Domstädtern vorbei in die A-Liga einziehen, dann müssen sie Samstag im Aufeinandertreffen ab 16 Uhr ihrerseits ebenfalls mindestens acht Treffer gegen die Gäste aus Büderich schießen.

Yilmazer schwante am Mittwoch sogar ein noch böseres Szenario. „Ich hoffe, der SVB tritt nach dem deprimierenden Ergebnis und seinem feststehenden Abstieg überhaupt noch an!“ Zumindest die Angst kann ihm genommen werden. „Ich weiß zwar nicht mit welcher Mannschaft“, erklärt Büderichs Trainer Stefan Tebbe energisch, „aber wir werden auf jeden Fall spielen.“ Sage und schreibe acht Stammspieler musste der SVB-Coach am Mittwoch ersetzen – zu viel für seine Auswahl, um bestehen zu können.

„Wesentlich besser sieht es auch Samstag nicht aus“, rechnet Tebbe zwar mit der Rückkehr des am Mittwoch gesperrten Sascha Ströter. Verzichten muss er dafür aber auf seinen Torhüter Kevin Baranowski, der sich beim 1:8 an der Hand verletzte. Für ihn wird Marc Holzwarth zwischen die Pfosten rücken. Der 25-jährige Keeper der zweiten Mannschaft wird in der kommenden Saison ohnehin in den Kader des künftigen B-Ligisten aufrücken; jetzt findet seine Feuertaufe eben etwas früher statt.

Auf Asterlagener Seite stehen alle Spieler parat, um das Fußballwunder doch noch zu schaffen. „Wir glauben an uns“, will sich Yilmazer den Traum von der A-Liga nicht nehmen lassen. „Vor drei Wochen haben wir auch schon mit acht Toren Unterschied gewonnen“, sagt er. Das war allerdings im Spiel beim MSV Moers II, dem Tabellenletzten, der in der Saison keine einzige Partie gewann, sich nun aber noch über ein Lob aus Asterlagen freuen darf. „Die Moerser haben bei unserem 11:3-Sieg noch wesentlich mehr Einsatz gezeigt als die Büdericher am Mittwoch.“

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