Fußball : Der SVS entzaubert den VfB Homberg

Fußball: Die Sonsbecker Oberliga-Mannschaft gewann gestern auswärts das Kreisderby mit 4:1. Die Gäste gerieten bereits in der ersten Minute in Rückstand. Danny Rankl (2), Andreas Isailovic und Tobias Kästner schossen die Treffer.

Der gestrige Auswärtserfolg ist weitaus mehr wert als nur drei Zähler. Der SV Sonsbeck heimste im Kreisderby beim VfB Homberg nicht nur die nächsten Punkte ein, sondern brachte den Hausherren gar eine schmerzhafte Niederlage bei. Die Mannschaft von Trainer Horst Riege schlug die Duisburger deutlich mit 4:1 (1:1). Es war der vierte Sieg in Serie für die Rot-Weißen. Die Sonsbecker rissen den VfB wieder mitten hinein in den Kampf um den Klassenerhalt.

Das Derby begann denkbar schlecht für die Gäste. Schiedsrichter Erkan Görgülü hatte die Partie gerade erst angepfiffen, da durften die Homberger Anhänger bereits einen Treffer bejubeln. Die SVS-Mannschaft war noch nicht richtig sortiert, so dass Almir Sogolj nach 47 Sekunden das 1:0 erzielte. Doch die Sonsbecker zeigten sich nicht geschockt und glichen noch in der Anfangsphase aus. Ein Freistoß von Tobias Kästner landete auf dem Schädel von Danny Rankl, der das Leder kurz vor das VfB-Gehäuse köpfte. Mit einem langen Bein war Andreas Isailovic zur Stelle — 1:1 (6.). Keeper Tim Weichelt machte beim rauslaufen keine glückliche Figur. Die Gäste waren hellwach und ließen das Team von Coach Günter Abel nicht zur Entfaltung kommen. Gleichzeitig setzten sie immer wieder Nadelstiche. Nach einem schönen Zuspiel von Manfred Wranik, der gestern als Kapitän in die Anfangformation zurückkehrte, lief Kästner alleine auf Weichelt zu, schoss den Ball allerdings am linken Pfosten vorbei. Homberg schaffte es nicht, Druck aufzubauen.

Im zweiten Abschnitt hatte dann zunächst Rankl seinen großen Auftritt. Der Goalgetter entwischte in der 51. sowie 59. Minute jeweils Gegenspieler Nedzad Dragovic und brachte sein Team mit 3:1 in Führung. Es waren seine Saisontreffer elf und zwölf. Wranik nahm jeweils für seine Vorbereitung zurecht die Glückwünsche entgegen. Doch es kam noch besser. In der 64. Minute nahm sich Kästner ein Herz und aus über 30 Metern Maß. Sein fulminanter Schuss fand sein Ziel und schlug unhaltbar für Weichelt in den Maschen ein — 4:1. Damit war die Begegnung bereits gelaufen. Die Sonsbecker waren weiterhin die präsentere Mannschaft und gingen im Mittelfeld aggressiv zu Werke. Selbst ein Manfred Wranik, der für die Offensivaktionen zuständige Routinier, war sich nicht zu schade, in der Defensive mit auszuhelfen. Coach Riege freute sich natürlich über den Auswärtserfolg, analysierte jedoch gewohnt nüchtern. "Es war sicherlich eine Schritt in die richtige Richtung, aber noch nicht der entscheidende. Auch die Konkurrenz hinter uns hat gepunktet. Die Jungs sollen den Sieg genießen, jedoch an das nächste schwere Spiel am Donnerstag denken", sagte der Sonsbecker Trainer. "Mit so einer Leistung wird es ganz schwer, die Klasse zu halten. Jetzt stecken wir mitten im Abstiegskampf", meinte Wolfgang Graf, der geknickte Fußball-Abteilungsleiter des VfB.

(RP)