Der SV Scherpenberg empfängt in der Fußball-landesliga den SV Sonsbeck

SV Scherpenberg empfängt SV Sonsbeck : Im Kreis-Derby geht’s noch um was

Fußball-Landesligist SV Scherpenberg ist noch nicht gerettet. Am Sonntag schaut der desillusionierte SV Sonsbeck vorbei. Punkte-Geschenke wollen die Rot-Weißen trotz des verpassten Aufstiegs nicht verteilen.

Mit gesenkten Köpfen hatten die Landesliga-Fußballer des SV Sonsbeck nach dem 2:5-Debakel gegen Arminia Klosterhardt den Platz verlassen. Die Mannschaft von Werner Buttgereit hatte endgültig den Aufstieg in die Oberliga verspielt. Die Enttäuschung ist immer noch groß. Am Sonntag werden die Sonsbecker nochmals gefordert sein. Im Kreis-Derby ab 15.15 Uhr beim SV Scherpenberg. Die Hausherren sind noch nicht gerettet.

Timo Barbeln, Trainer der Moerser, will sich mit einem positiven Ergebnis von den Fans verabschieden. Er geht am Saison-Ende, für ihn ist es das letzte Heimspiel. Punkte-Geschenke möchten die Gäste nicht verteilen. Buttgereit verlangt von seinen Mannen vollen Einsatz: „Ich denke, dass wir in Scherpenberg wieder befreit aufspielen können. Wir wollen uns vernünftig verabschieden.“ Die Barbeln-Elf liegt fünf Punkte vor dem SV Hö./Nie., der den ersten Abstiegsplatz belegt.

Sonsbeck ist auf Rang vier abgerutscht. Buttgereits Bilanz fällt nüchtern aus. In 2019 wurden nur 21 von 42 möglichen Punkten geholt. In der Rückrunden-Tabelle liegen die Rot-Weißen auf Platz sieben. Die Stimmung beim Training war unter der Woche betrübt, denn ein Aufstieg im Jubiläumsjahr wäre die Krönung gewesen. Buttgereit blickt nochmals auf den vergangenen Sonntag zurück: „Klar war das ärgerlich, gegen Klosterhardt auf jeden Fall mehr drin gewesen. Aber der Wille fehlte. Und wir haben zu viele Geschenke in der Defensive verteilt. Die Jungs haben sich in den Trainingseinheiten den Frust rausgelaufen.“ Und der Coach meint weiter: „Wir lassen es jetzt etwas lockerer angehen. Ich habe auch nicht mehr viel zum Klosterhardt-Spiel gesagt. Der Druck, der vielleicht zu groß für die Spieler war, ist nun abgefallen.“ Auf der Scherpenberger Asche muss er auf einige Stammspieler verzichten, vor allem in der Defensive Umstellungen vornehmen.

Robin Schoofs und Lukas Vengels sind wegen ihrer Platzverweise gesperrt. Jan-Paul Hahn (Patellasehne entzündet), Georgios Efthimiou (Rippenprellung), Lewis Brempong sowie Joao Moreira (beide privat verhindert) werden definitiv ausfallen.

Hinter dem Einsatz von Maik Noldes (Grippe) steht noch ein Fragezeichen. Johannes Keisers, der aufgrund seines Studiums Trainingsrückstand hat, wird dennoch die erste Alternative für die Viererkette sein. Neben ihm steht mit Kai Robin Schneider nur noch ein weiterer gelernter Defensivspieler zur Verfügung. „Wahrscheinlich werden wir Spieler von der zweiten Mannschaft hochziehen“, sagt Buttgereit. Sebastian Leurs ist wieder eine Alternative für die Startelf.

Barbeln kann personell fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Pascal Schmidt (Rot-Sperre) fällt aus. Wie der Trainer sagt, haben die Moerser noch eine Rechnung mit den Sonsbeckern offen. Er verweist aufs Hinspiel, das sehr unglücklich verloren gegangen sei. Stephan Schneider hatte Mitte November in der Schlussphase einen Elfmeter zum siegbringenden 2:1 verwandelt.

Mehr von RP ONLINE