Lokalsport : Debakel für den SV Scherpenberg

Fußball-Landesliga: Das Team Trainer Sezgin Demirci zog in der finalen Saisonpartie in Sterkrade mit 2:7 den Kürzeren. Der VfL Repelen schlug den Tabellenersten, während der SV Schwafheim dem FSV Duisburg mit 0:7 unterging.

Das Spiel begann als kleine Restchance auf den Aufstieg und endete im Debakel. Der SV Scherpenberg kam am letzten Spieltag der Landesliga gestern mit 2:7 (0:4) bei der Spvgg. Sterkrade-Nord unter die Räder. Trainer Sezgin Demirci zog nach einem enttäuschenden Auftritt seiner personell angeschlagenen Mannschaft immerhin ein positives Saisonfazit.

Drei Punkte betrug der Rückstand der Scherpenberger auf den FSV Duisburg auf Platz zwei und die SF Niederwenigern auf Relegationsrang drei. Mit einem realistischen Blick auf das Torverhältnis wäre zumindest Niederwenigern noch einzuholen gewesen, hätten die Hattinger gepatzt und der SVS sein Spiel gewonnen. Immerhin: Darüber mussten sich die Scherpenberger nicht ärgern. Beide Konkurrenten gewannen deutlich. "Die Luft war raus", stellte der Coach mit Blick auf den Auftritt seiner Mannschaft fest. "Wir waren personell stark dezimiert, und viele Spieler mussten auf ungewohnten Positionen ran", ergänzte er noch. Nur El Houcine Bougjdi traf für den SVS (65./87.).

Der VfL Repelen hat sich zwar als Absteiger, aber auch erfolgreich aus der Landesliga verabschiedet. Der Mannschaft von Trainer Sascha Weyen gelang ein 3:1 (1:0)-Heimsieg gegen Meister 1. FC Kleve. Eine Viertelstunde lang hatten die Gastgeber noch leichte Abstimmungsprobleme. "Ich hatte wieder auf einigen Positionen umgestellt", gestand Weyen seinem Team eine Eingewöhnungsphase zu. "Danach sind wir aber besser ins Spiel gekommen und haben ordentlich gekontert." Yuto Kizaki traf zum 1:0 (38.). In der 74. Minute drückte Lukas Nowicki das Leder nach einer Ecke aus dem Gewühl zum 2:1 über die Linie. Für die Entscheidung sorgte "Joker" Marvin Böhm kurz nach seiner Einwechslung (84.). Weyen: "Wir haben einen tollen Saison-Endspurt hingelegt, weil wir in der Rückrunde sieben Punkte gegen die besten drei Teams der Tabelle holten."

Zum Abschluss wäre der SV Schwafheim gerne noch einmal zum Party-Verderber geworden, doch daraus wurde gestern nichts. Der Tabellenletzte und Absteiger hatte den FSV Duisburg. Die Gäste erledigten ihre Pflichtaufgabe souverän. Mit einem 7:0 (1:0)-Erfolg sicherten sie sich den direkten Aufstieg in die Oberliga. "In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt. Wir hatten auch einige Torchancen, es war ein offener Schlagabtausch", berichtete Coach Ralf Gemmer, der sein letztes Spiel auf der Schwafheimer Bank erlebte.

Und er meinte weiter: "Bei uns reichen die Kräfte momentan nicht für 90 Minuten. Ich musste sogar Faruk Yildirim einwechseln, der nach acht Monaten erstmals wieder bei uns war. Eigentlich wollte er sich nur verabschieden, aber dann musste er sich direkt umziehen. Wir haben halt kaum noch Leute." Nach dem 0:3 in der 55. Minute war die Gegenwehr gebrochen.

(RP)
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