Jugendfuball : Das Schüler-Fußballcamp

Mit "kick & learn" ist das Fußballcamp überschrieben, das seit gestern 20 Rheinberger Realschüler mit Unterstützung von drei Lehrern organisieren. Trainiert wird nicht nur am runden Leder. "Kalle" Riedle schaut vorbei.

Mit "kick & learn" ist das Fußballcamp überschrieben, das seit gestern 20 Rheinberger Realschüler mit Unterstützung von drei Lehrern organisieren. Trainiert wird nicht nur am runden Leder. "Kalle" Riedle schaut vorbei.

Seit Januar haben sie dem gestrigen Tag entgegengefiebert, die 20 Jugendlichen der Realschule Rheinberg aus den Jahrgangsstufen 9 und 10. Sie organisieren, unterstützt von den drei Lehrern Martin Reichert, Dirk Füten sowie Ira Zeitschner, bis kommenden Freitag ein Fußballcamp, für das sich 82 Kinder zwischen acht und 13 Jahren aus den Schulen im Stadtgebiet angemeldet haben. Doch nicht nur das runde Leder steht im Mittelpunkt: Täglicher Bestandteil ist ein halbstündiges Lerntraining. Idee und Know-how liefern die Mitarbeiter von "kick & learn" mit Ex-Profi "Kalle" Riedle sowie Pädagoge Jens Mengeler an der Spitze.

Zum Auftakt mussten die Realschüler gleich improvisieren. Statt wie geplant auf den Sportplatz des TuS 08 zu kicken, wurde das Camp wegen des Regens in die Großraumsporthalle verlegt. "Es hat alles reibungslos funktioniert", lobte Martin Winkler von "kick & learn". Und er sagte weiter: "Es ist schon bemerkenswert, was die Schüler auf die Beine gestellt haben. Das schaffen manche Vereine nicht."

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Viel Freizeit geopfert

Das hören Felitzitas Klippstein, Alessa Behlke, Louis Lange, Denise Fertykowski, Lena Bilzer aus dem Leiterteam und ihre jungen Mitstreiter natürlich gerne. "Sie haben so manche Anstrengung auf sich genommen und viel Freizeit geopfert", weiß Lehrer Reichert, der Initiator des Fußballcamps. Die Planungen begannen im Januar im Rahmen einer Projektwoche. "Die Maßnahme ist eine Berufsorientierung und soll Einblicke ins Arbeitsleben geben", erläutert Reichert. So wurden die Kids in verschiedene Gruppen eingeteilt, die jeweils Aufgaben rund um das Camp erledigen mussten. Es galt Sponsoren zu finden, Termine mit Stadt und Platzwart zu führen oder Flyer zu erstellen. Der Aufwand scheint sich gelohnt zu haben, die Camp-Teilnehmer waren gestern jedenfalls mit Feuereifer bei der Sache. Die jungen Organisatoren zeigten sich von dem Zuspruch beeindruckt. "Wir haben nie damit gerechnet, dass über 80 Mädchen und Jungen mitmachen wollen", meinte Lena. Das große Interesse ist vielleicht auch oder gerade deshalb in dem Konzept mit Übungen abseits des Balls begründet. Team- und Motivationsfähigkeit sowie Sozialkompetenz werden beim Lerntraining gefördert. Im Fokus steht die Fragestellung: Wie kann man das persönliche Lern- und Arbeitsverhalten der Kinder bewusst erlebbar und damit bearbeitbar machen?

Großes Abschlussturnier

Alessa freut sich indes bereits auf den 27. August: "Der Freitag ist für mich der Höhepunkt mit dem Abschlussturnier und einem gemeinsamen Grillen, zudem auch die Eltern eingeladen sind."

(RP)