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Crosslauf in Xanten: Zackige Richtungswechsel und knackige Steigungen

Stadion-Crosslauf in Xanten : Zackige Richtungswechsel und knackige Steigungen

Aus sieben Rennen bestand der Stadioncross-Lauf am Xantener Fürstenberg. Mit Christoph Verhalen gewann ein Lokalmatador den Hauptlauf. Er siegte mit großem Vorsprung.

Der dritte Xantener Stadioncross-Lauf am Fürstenberg hielt für Teilnehmer wie Zuschauer einige Überraschungen bereit. Die erste war das tolle Wetter. Eine Stunde nach dem Start des ersten Rennens kam sogar die Sonne raus.

Der tolle Lauf, den die 16-Jährige Leonie Borchers über die Mittelstrecke bot, war das erste sportliches Highlight. Auch die Spitzenleistung, die Mitorganisator Christoph Verhalen später zeigte, gehörte zu den starken Momenten der Veranstaltung. Dass vom gastgebenden TuS Xanten viele Mitglieder an den Start gingen, war nicht ungewöhnlich. Gut vertreten waren auch der SV Sonsbeck, die LG Alpen und die DJK Lowick. Mit 335 Voranmeldern kam die Zahl der Aktiven in die Nähe der Gesamtteilnehmer von 2019. Moderator Laurenz Thissen hatte mit rund 100 Nachmeldungen gerechnet – es kamen schließlich mehr als 50 hinzu.

Der Sieger des Jugendlaufs: Ole Kuse vom SV Sonsbeck. Foto: Ostermann, Olaf (oo)

Den ersten Startschuss, den Wolfgang Schroller, Wettkampfwart Leichtathletik-Region Nord, abgab, fiel für die Mittelstreckler, die 4045 Meter zurückzulegen hatten. Anna-Lina Dahlbeck vom TuS wurde die Favoritenrolle zugeschrieben. Doch die 16-jährige Leonie Borchers von der LG Dorsten, die bei Deutschen Meisterschaften auf der Bahn für Furore gesorgt und in Xanten nachgemeldet hatte, war zu stark. Sie gewann in 14:53 Minuten vor Dahlbeck (15:39). Bei den Männern sorgten Armin Gero Beus und Marcel Gnoß für einen Sonsbecker Doppel-Erfolg (13:52/14:09).

Die Strecke führte zunächst über die tiefergelegene Ebene des Stadions, wo nicht nur die Sandgrube zu durchqueren war, sondern auch Strohballen zu überspringen waren. Auch auf der zweiten Ebene hatte das Helfer-Team Reihen von Strohballen zurechtgelegt. Den Zuschauern gefiel die Strecke, weil sie komplett einsehbar war. Für die Läuferinnen und Läufer stellte der Rundkurs mit den „zackigen Richtungswechseln und knackigen Steigungen eine große Herausforderung dar“, sagte Dahlbeck, die Leiterin der Xantener Leichtathletik-Abteilung. Beim Frauen-Lauf über 6525 Meter hatte Christine Terweiden die schnellsten Beine (TV Goch). Saskia Hettkamp (Adler Bottrop) kam elf Sekunden nach ihr ins Ziel.

Schnellster Senior, die ebenfalls dieses Distanz liefen, war Friedhelm Belfing vom DJK Lowick (25:31). Ihm dicht auf den Fersen war Christoph Neumann von der LG Alpen (25:53). Mit besonderer Spannung fieberten Zuschauer wie Teilnehmer dem Hauptlauf entgegen. Namen wie Luca Fröhling von Marathon Kleve, Jens Gosebrink von der LG Alpen oder Christoph Verhalen ließen auf ein enges Rennen hoffen.

Letztlich hatte der Xantener die Nase vorn. Er benötigte für die knapp 9000 Meter 30:28 Minuten. Jörn Hansen (LG Alpen) kam erst mehr als zwei Minuten später an (32:39). Christoph Müller komplettierte schließlich das Siegertreppchen als Dritter. Der Sportler vom Triathlon Team Rheinberg benötigte 32:50 Minuten.

 Nach rund drei Stunden waren alle Rennen durch. „Die Organisation einer solchen Veranstaltung kostet sehr viel Kraft und sehr viel Zeit. Aber in der Freude der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie in der positiven Resonanz sehen wir einen großen Dank für unsere Mühen – und auch einen Ansporn, weiterzumachen,“ meinten Dahlbeck und Verhalen unisono.