Choas um Sportstätten in Rheinberg Concordia-Verantwortliche fühlen sich hinters Licht geführt

Rheinberg · Im Streit um die Prioritäten des Rheinberger Sportstättenkonzepts haben sich nun erstmals die Vertreter des Fußball-Fusionsclubs zu Wort gemeldet. Sie lassen kein gutes Haar an der Verwaltung und zeigen sich verwundert über den TuS Borth.

 Die Modernisierung des Sportanlage Xantener Straße steht auf der Kippe.

Die Modernisierung des Sportanlage Xantener Straße steht auf der Kippe.

Foto: ja/Arnulf Stoffel (ast)

Nach der Chaos-Sitzung im Sportausschuss, in der der TuS Borth mit alten Verträgen um die Ecke gekommen war und damit das jahrelang ausgearbeitete Sportstättenkonzept quasi torpediert hatte (wir berichteten), haben sich nun auch die Verantwortlichen von Concordia Rheinberg zu Wort gemeldet. In einer Stellungnahme machen sie der Stadtverwaltung Vorwürfe und zeigen sich verwundert über das Vorgehen des TuS Borth.

„Seit etwa zehn Jahren sind wir mit der Planung des Sportstättenkonzepts dran – und jetzt tauchen plötzlich alte Verträge auf. Das ist zumindest einmal suspekt“, sagt Concordia-Geschäftsführer Dennis Tenge am Mittwoch auf Nachfrage. Ein zentraler Punkt bei der Verschmelzung der beiden Fußball-Abteilungen des TuS 08 Rheinberg und von Concordia Ossenberg sei die Modernisierung der Sportstätten an der Xantener Straße gewesen. „Wir haben die Anlage in Ossenberg bewusst aufgegeben, weil Kosten gespart werden sollten“, so Tenge. Entsprechend sei der Neubau der Sportstätten an der Xantener Straße ein zentraler Punkt in der gesamten Vereinsgestaltung. „Wir sind infolge der in den vergangenen Jahren gefassten Beschlüsse davon ausgegangen, dass unsere Priorität mit der von Stadt und Politik übereinstimmt. Die aktuellen Entwicklungen sind für uns mehr als überraschend.“

Zumal sie unnötige Unruhe in den Verein bringen würden, da die bei der Vereinsgründung gefassten Ziele nun unrealistisch erscheinen würden. „Es senkt unsere Glaubwürdigkeit bei unseren Mitgliedern. Die Fusion der Fußball-Abteilungen von Concordia Ossenberg und des TuS 08 war hart umkämpft und ist bei Teilen der Ossenberger Gemeinschaft nicht gut angekommen. Aus unserer Sicht war das alternativlos. Außerhalb von Rheinberg hat uns unser Handeln Respekt eingebracht. Seitens der Rheinberger Politik und der Verwaltung bekommen wir nicht einmal diesen. Vielmehr verstehen wir die aktuellen Entwicklungen als einen Schlag ins Gesicht“, schreiben die Concordia-Verantwortlichen in ihrer Stellungnahme.

Concordia-Geschäftsführer Dennis Tenge erhebt Vorwürfe.

Concordia-Geschäftsführer Dennis Tenge erhebt Vorwürfe.

Foto: Ostermann, Olaf (oo)

Ebenfalls fragwürdig sei die Vorgehensweise des TuS Borth, da man bei der Concordia immer der Auffassung gewesen sei, dass der Stadtsportverband (SSV) der erste Ansprechpartner sei – und nicht Verwaltung oder Politik. Der SSV sei in diesem Fall übergangen worden. „Aber Höhepunkt ist natürlich, dass die Verwaltung schlicht ihre eigenen Verträge nicht kennt, das ist schon sehr beachtlich. Da hätten wir uns jahrelange Arbeit sparen können.“ Das Fundament, auf dem man die Planungen aufgebaut habe, wackele nun bedenklich.

Man werde man sich dennoch weiter für den priorisierten Ausbau der Sportstätten an der Xantener Straße einsetzen – auch mit Blick auf den Schulsport. „Dennoch stufen wir diese Entwicklung als Rückschritt für den Rheinberger Sport ein.“

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